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Medizinische Universität Graz

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Medizinische Universität Graz
Gründung 1. Januar 2004
Trägerschaft staatlich
Ort Graz, Österreich
Rektor Univ.-Prof. Dr. Josef Smolle
Studenten 4229 (Stand: 12. Mai 2008)[1]
Website www.meduni-graz.at

Die Medizinische Universität Graz ist eine Medizinische Universität in Österreich.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Seit Inkrafttreten des Universitätsgesetzes 2002 am 1. Januar 2004 ist die Med Uni Graz (ebenso wie die Medizinische Universität Wien und die Medizinische Universität Innsbruck) eine eigenständige Universität, die aus der ehemaligen Medizinischen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz hervorgegangen ist. Die Gründung der Medizinischen Fakultät erfolgte im Jahr 1863 durch Kaiser Franz Joseph I..
Die Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Graz war vor der Aufspaltung der beiden Universitäten ein Teil der Universitätsbibliothek Graz.

Gremien und Leitung

Rektorat

Das Rektorat leitet Josef Smolle, seine Vizerektoren sind Gilbert Reibnegger für den Bereich Studium und Lehre, Andrea Langmann für den Bereich Personalentwicklung und Gleichstellung sowie Oliver Szmej für den Bereich Finanzmanagement und Organisation.

Senat

Der Akademische Senat besteht aus 10 Mitgliedern der Professorenkurie, 5 studentischen Mitgliedern, 3 Angehörigen des Mittelbaus sowie einer Vertreterin des allgemeinen Universitätspersonals. Als Vorsitzender des Senats leitet Rudolf Bratschko die Sitzungen.

Universitätsrat

Der Senat bestellte Georg Bretthauer, Reinhard Krepler sowie Joseph Marko als Mitglieder des Universitätsrates. Die Bundesregierung entsandte Michaela Moritz, Cattina Maria Leitner und Ursula Schneider. Als siebtes Mitglied wurde in der Sitzung am 1. April 2008 Heinz Felsner gewählt.[2] In der Uniratssitzung vom 18. April 2008 wurde Cattina Maria Leitner als Uniratsvorsitzende, Reinhard Krepler als stellvertretender Uniratsvorsitzender sowie Joseph Marko als Schriftführer des Unirates gewählt.

Universitätsvertretung - Hochschülerinnen - und Hochschülerschaft

Die Hochschülerinnnen- und Hochschülerschaft an der Medizininschen Universität Graz (ÖH Med Graz) vertritt alle Studierende der Universität. Die Exekutive der Universitätsvertretung besteht aus einer 2/3-Mehrheit der Fraktionen GRAS und VSStÖ. Das gewählte Vorsitzteam der Universitätsvertretung besteht aus dem Vorsitzenden Christian Vajda, sowie als 1. stv. Vorsitzenden Martin Fandler und der 2. stv. Vorsitzenden Daniela Prassnegg.[3] Die Zeitschrift der ÖH Med Graz, medizynisch, wurde zur drittbesten Medizinstudierendenzeitschrift im deutschsprachigen Raum gekürt. [4]


Studium

Studium regulare

Folgende ordentliche Studien können an der Medizinischen Universität Graz belegt werden:

Diplomstudium Humanmedizin (O 202)

Das reformierte Diplomstudium Humanmedizin wurde mit Oktober 2002 erstmals angeboten und zeichnet sich durch verstärkte Praxis- und Patientennähe, verschränktes Lernen mit Modulstruktur und innovative Konzepte wie einer verpflichtenden Famulatur in einer allgemeinmedizinischen Praxis und einer Vielzahl von Wahlpflichtmodulen (Spezielle Studienmodule, SSMs) - von Minority Medicine über Gesundheitsökonomie bis zu praktischer Notfall- und Katastrophenmedizin aus. Österreichweit einzigartig muss am Ende des fünften Studienjahres - vor Beginn des praktischen 6. Jahres eine sogenannte OSKE-Prüfung zu praktischen und klinischen Fertigkeiten absolviert werden.

Der Studienplan Humanmedizin wurde, gemeinsam mit dem Studienplan Zahnmedizin, von dem Qualitätssicherungsinstitut ACQUIN als bisher einziger medizinischer Studiengang österreichweit akkreditiert.[5]

weitere Studien

Der Studienplan "Rigorosenstudium Humanmedizin (O 201)" läuft 2011 aus. Erstinskriptionen sind in diesem nicht mehr möglich.

Universitätslehrgänge

Neben den ordentlichen Studiengängen werden an der Med Uni Graz auch Universitätslehrgänge angeboten:

Zugangsbeschränkungen

Wintersemester 05/06

Im Wintersemester 05/06 konnten sich - nach einem dementsprechenden Urteil des EuGH - auch Studienwerber inskribieren, die in ihrem Heimatland keinen Studienplatz vorweisen konnten, was einen Ansturm vor allem deutscher Studienwerber auslöste. Da die Medizinischen Universitäten Wien und Innsbruck nur eine begrenzte Anzahl von Studierwilligen aufnahmen und die Med Uni Graz als einzige österreichische Medizin-Uni allen Studierenden den Zugang ermöglichte, studierten im Wintersemester knapp 3000 Erstsemestrige in einem "virtuellen Semester", zum Auswahlverfahren am Ende des Semesters (16. und 17. Jänner 2006) traten knapp 1200 Studierende an - die 109 Besten bekamen einen fixen Studienplatz, alle anderen Studierenden wurde von der Universität vom Studium der Human- bzw. Zahnmedizin abgemeldet und sind für das Sommersemester 2006 in den jeweiligen Studienrichtungen nicht zulassungsfähig.

Wintersemester 06/07

Im Wintersemester 06/07 wurden die Studierenden nach ihrem schulischen Vorwissen in auf der Basis eines Multiple-Choice-Tests zu medizin-relevanten Grundlagenfächern wie Biologie, Chemie, Physik, Mathematik sowie zum Verständnis naturwissenschaftlicher Texte selektiert, außerdem durchliefen die Studienwerber ein sogenanntes "Kennenlerninterview", das allerdings nicht in die Reihung miteinbezogen wurde. Für die insgesamt 160 verfügbaren Studienplätze in Human- und Zahnmedizin im Wintersemester 06/07 meldeten sich 915 Studienwillige an, davon 545 Österreicher und 295 Deutsche.

Wintersemester 07/08

Ebenso wie im Vorjahr wurden die Studienbewerber nach ihrem schulischen, naturwissenschaftlichen Vorwissen sowie grundlegendem Textverständnis selektiert. Letzteres findet sich in ähnlicher Form auch im Eignungstest für das Medizinstudium der Universitäten Wien und Innsbruck. Die Anzahl der Studienplätze wurde im Wintersemester 07/08 auf insgesamt 300 (davon 276 Human- und 24 Zahnmedizin) signifikant erhöht.

Es traten 639 Bewerber an - darunter 517 aus Österreich, 110 aus EU-Staaten und zwölf aus Nicht-EU-Staaten.

Durch die in Österreich geltende Quotenregelung gingen 75 Prozent der Studienplätze an Bewerber mit österreichischem Reifeprüfungszeugnis, 20 Prozent an Bewerber mit einem Reifezeugnis eines EU-Staats und fünf Prozent an Bewerber aus anderen Ländern. Dies führte in diesem Jahr zum Kuriosum, dass zwei der Bewerber aus Nicht-EU-Staaten einen Studienplatz trotz Minuswertung beim Aufnahmetest erhielten.

Wintersemester 08/09

Mit insgesamt 360 Studienplätzen (24 Zahn- und 336 Humanmedizin) wird 2008 erstmals der Vollausbau des Curriculums Humanmedizin erreicht. Ein weiterer Ausbau der Studienplätze ist auf absehbare Zeit nicht vorgesehen.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Studierendenstatistik aus MEDonline
  2. Mitteilungsblatt vom 2.4.2008
  3. Website der ÖH Med Graz
  4. Thieme Verlag, ViaMedici
  5. Pressemeldung MedUni Graz


Koordinaten: 47° 4' 45" N, 15° 26' 58" O