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Universität Erfurt

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Universität Erfurt
Gründung 1392

(1816 Schließung, 1994 Neugründung)

Ort Erfurt
Bundesland Thüringen
Staat Deutschland
Leitung Prof. Dr. Jörg Rüpke (ab 1. Juli 2008 Prof. Dr. Kai Brodersen)
Studenten 4.500 (WS 2007/08)
Mitarbeiter 538
Website www.uni-erfurt.de

Die Universität Erfurt kann als eine der ältesten Universitäten Deutschlands angesehen werden. Sie wurde 1392 gegründet und bestand bis 1816. Die Neugründung erfolgte 1994.

Heute ist sie neben der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Bauhaus-Universität Weimar und der Technischen Universität Ilmenau eine von vier Universitäten im Freistaat Thüringen

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Gründung

Schon 1371 hatte sich die Stadt Erfurt bei Papst Clemens VIII. in Avignon für die Gründung einer eigenen Universität in Erfurt beworben und eine entsprechende Genehmigung erhalten. Die Initiative für die Bewerbung geht dabei insbesondere auf das hohe Engagement der Erfurter Bürgerschaft zurück. Da der Landesherr, Erzbischof Adolf von Mainz, jedoch die Fronten wechselte und sich Papst Urban VI. zuwandte, wurde die Eröffnung unmöglich.

Nachdem jedoch im Jahre 1389 der Rat zu Köln die Gründung einer Universität in seiner Stadt erreicht hatte, wurden auch die Erfurter Stadtväter wieder aktiv und bemühten sich ein zweites Mal um die Genehmigung zur Gründung einer Universität. Diese Genehmigung erteilte ihnen der römische Papst Urban VI. noch im selben Jahr.

1392 wurde die Universität Erfurt als dritte Universität innerhalb der Grenzen des heutigen Deutschlands eröffnet. Im selben Jahr fand die erste Rektorwahl statt und wurde zum Sommersemester der Lehrbetrieb aufgenommen.

Erste Blütezeit

Erster Rektor der Universität Erfurt war der Arnstädter Ludwig Mollner. Unter ihm und seinen Nachfolgern nahm die Universität Erfurt einen raschen Aufstieg. Schnell entwickelte sich die junge Universität zu einer Volluniversität mit allen vier Fakultäten (Philosophie, Medizin, weltliches und kirchliches Recht, Theologie). Die Artistenfakultät, an der die Sieben Freie Künste (artes liberales) gelehrt wurden, genoss ein äußerst hohes Ansehen.

Das selbe gilt auch insbesondere für die theologische Fakultät, deren Absolventen in ganz Deutschland tätig waren, und für die juristische Fakultät, an der sich zu Beginn des 15. Jahrhunderts neben dem Kirchenrecht auch das Zivilrecht durchsetzte. Die Erfurter Universität war zeitweilig sogar die berühmteste Stätte rechtswissenschaftlicher Studien nördlich der Alpen und wurde als "Bologna des Nordens" gerühmt. Zu dem hohen Ansehen dieser beiden Fakultäten trugen vor allem auch ihre Vertreter bei, die an den Konzilien von Konstanz (1414-1418) und Basel (1431-1449) teilnahmen und in vielen kirchlichen Streitfragen als bedeutsame Gutachter fungierten. Außerdem machten sie sich als Ratgeber der Fürsten einen Namen.

So kam es, dass die Universität Erfurt im 15. Jahrhundert zur meistbesuchten Universität Deutschlands wurde und die größte Studentenschaft zählte. Ihre Scholaren strömten aus allen Teilen Europas nach Erfurt. Außerdem diente sie als Vorbild für viele Universitätsgründungen des 15. Jahrhunderts, z.B. für Rostock (1419), Basel (1460), Trier (1473) und Mainz (1477).

Aus dieser Zeit stammt auch eine große Bibliothek, die berühmte 'Bibliotheca Amploniana', gestiftet von Amplonius Rating de Berka, der in Erfurt sein Medizinstudium beendete und dort 1393 promovierte. Vom 5. Mai 1394 bis zum 31. Januar 1395 war er zweiter Rektor der Universität Erfurt. Um 1410 schrieb er eigenhändig einen nach Wissensbereichen (Theologie, Medizin etc.) geordneten Katalog für seine Bibliothek, der heute noch erhalten ist. am 1. Mai 1412 schenkte Amplonius seine Bibliothek dem von ihm gestifteten 'Collegium Porta Coeli' (Collegium Amplonianum) in Erfurt. Die Bibliothek des Amplonius umfasst das Universum des spätmittelalterlichen Wissens. Bis heute sind noch etwa 2/3 des ursprünglichen Buchbestandes erhalten. Die 'Bibliotheca Amploniana' wird seit 2001 in der Universitätsbibliothek Erfurt aufbewahrt. Sie gilt als eine der bedeutendsten Handschriftensammlungen Deutschlands und ist die weltweit größte noch geschlossen erhaltene Handschriftensammlung eines spätmittelalterlichen Gelehrten.

Zweite Blütezeit

Einen weiteren geistigen Aufschwung erlebte die Universität Erfurt um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert. Er erfolgte gleichzeitig nach zwei Richtungen: Zum einen gab es eine Spätblüte der Scholastik, zum anderen blieb Erfurt der "via moderna" treu. Dies verstärkte weiter den Zustrom von Studenten, sodass allein zwischen 1392 und dem Jahre 1521 weit über 35.700 Studenten immatrikuliert wurden, was eine für damalige Verhältnisse äußerst gewaltige Zahl an Studenten bedeutet.

Einer der wohl bekanntesten Erfurter Studenten aus dieser Zeit ist der Reformator Martin Luther, welcher an der artistischen Fakultät der Universität Erfurt 1501 als "Martinus Ludher ex Mansfeldt" immatrikuliert wurde, dort 1502 sein Bakkalaureus-Examen ablegte und 1505 zum Magister Artium wurde. Dabei bekam er wichtige Grundlagen und zahlreiche Anregungen für seine spätere Entwicklung mit. Sein ganzes Leben lang hatte Luther eine enge Beziehung zu Erfurt und seiner Universität, wohin ihn sein Weg auch später noch mehrmals führte. Wie ein Bekenntnis klingt es, wenn er 1513 formulierte: "Die Erfurter Universität ist meine Mutter, der ich alles verdanke". Nach seinem berühmten Gewitter-Erlebnis trat Luther am 17. Juli 1505 in das Augustinerkloster ein. 1507 empfing er in der Kilianikapelle des Erfurter Marienstifts (Dom) (heute ein Vorlesungsraum der katholisch-theologischen Fakultät) die Priesterweihe und begann danach Theologie am Generalstudium der Augustiner-Eremiten in Erfurt, das der Universität inkorporiert war, zu studieren, 1509 wurde er dann im Coelicum (dem heutigen Auditorium der katholisch-theologischen Fakultät) promoviert.

Auch in den säkularen Erneuerungsbewegungen von Humanismus und Reformation spielte die Universität eine sehr wichtige Rolle. So entstanden im sogenannten "Erfurter Humanistenkreis" um Helius Eobanus Hessus die berühmten "Dunkelmännerbriefe" (1515/17), welche als die bedeutendsten und treffendsten Satiren auf die späte Scholastik und das pseudogelehrte Mönchtum der damaligen Zeit gelten.

In den Jahren 1520/1521 bekleidete der angesehene Humanist Crotus Rubeanus das Rektorenamt. Er bereitete für Martin Luther auf seinem Durchzug zum Reichstag nach Worms 1521 einen Ehrenempfang, was von der begeisterten Aufnahme des reformatorischen Gedankens zeugt.

Schließung

Nach dem Übergang der Stadt Erfurt an Preußen wurde die Universität Erfurt im Jahr 1816 geschlossen, wie über die Hälfte aller deutschen Universitäten. Lediglich die im Jahre 1754 von Erfurter Universitätsprofessoren gegründete "Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt" blieb bestehen. Die Akademie versuchte wie auch der Verein für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt das Andenken der Universität wach zu halten.

An die Tradition der alten Erfurter Universität erinnern unter anderem viele Gebäude im historischen Universitätsviertel, dem sogenannten "Lateinischen Viertel". Dort befindet sich auch das im Zweiten Weltkrieg zerstörte und seit 1998 im Wiederaufbau befindliche Hauptgebäude der historischen Universität, das Collegium Maius (errichtet 1512-1515).

Wiedererrichtung

Schon seit 1987 engagierten sich Mitglieder der heutigen Universitätsgesellschaft Erfurt für eine Wiedergründung, die mit der Wende 1989 auf deren Initiative hin rasch Gestalt annahm. Im Dezember 1993 beschloss der Landtag des Freistaats Thüringen, die Universität wiederzuerrichten. Sie ist damit die jüngste staatliche Universität Deutschlands und zugleich eine der ältesten, welche über eine bis ins Mittelalter zurückreichende Tradition verfügt.

Die juristische Wiedergründung der Universität in Erfurt erfolgte zum 1. Januar 1994. Der Lehrbetrieb wurde zum Wintersemester 1999/2000 aufgenommen. Kurz zuvor verließ Gründungspräsident Peter Glotz, SPD-Politiker und Kommunikationswissenschaftler, die Universität. Sein Nachfolger wurde Wolfgang Bergsdorf. Der Freund des damaligen Ministerpräsidenten Bernhard Vogel hatte kurz zuvor bei der Abwahl Helmut Kohls seine Stellung als Ministerialdirektor im Bundeskanzleramt verloren.

2001 wurde die Pädagogische Hochschule Erfurt in die Universität eingegliedert: Diese Hochschule war 1969 durch Zusammenlegung der 1953 eröffneten Pädagogischen Institute Erfurt und Mühlhausen gegründet worden und bildete seit 1990 Grundschullehrer und Regelschullehrer aus. Zum 1. Januar 2003 wurde mit der Katholisch-Theologischen Fakultät die zuvor von der Katholischen Kirche getragene Katholisch-Theologische Fakultät Erfurt samt Priesterseminar (Nachfolgerin des 1952 errichteten "Philosophisch-Theologischen Studiums Erfurt") als vierte Fakultät in die Universität integriert.

Neuere Entwicklungen

Wegen chronischer Unterfinanzierung kam es 2003 zu umfangreichen Entlassungen und Nicht-Besetzungen freier Stellen, die wie in ganz Thüringen Studentenproteste auslösten. Unter Anpassung einiger der ursprünglichen Reformziele konnte die Situation durch administrative Maßnahmen der Universitätsleitung und der -gremien stabilisiert werden.

2005 und 2008 schnitten die Studienrichtung Kommunikationswissenschaften und einige Studienrichtungen der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität in der Spitzengruppe des Hochschulrankings vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) und dem Magazin "stern" ab. Zahlreiche Studiengänge wurden von der Akkreditierungsagentur ACQUIN akkreditiert.

Im selben Jahr wurde die Universität Erfurt vom "Audit Familiengerechte Hochschule" der gemeinnützigen Hertie-Stiftung als besonders familiengerechte Hochschule ausgezeichnet.

Besondere Einrichtungen

Besondere Einrichtungen sind das Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien sowie die durch Drittmittel getragene Erfurt School of Public Policy (ESPP). Die Universitätsbibliothek Erfurt wurde im Jahr 1999 mit der Forschungs- und Landesbibliothek Gotha vereinigt. Als Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha verfügt sie über einen Bestand von etwa 750.000 Bänden in Erfurt sowie etwa 550.000 Bände vorwiegend aus dem 16. bis 19. Jahrhundert in Gotha. Zum Bibliotheksbestand gehören auch ca. 10.000 Handschriften sowie die berühmte Gelehrtenbibliothek 'Bibliotheca Amploniana' mit fast 1000 mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriften, die niemals Teil der Universitätsbibliothek der alten Universität Erfurt war, sondern stets dem von Amplonius Rating de Berka gegründeten 'Collegium Porta Coeli' gehörte.

Als Fördergesellschaft für die Universität fungiert die Universitätsgesellschaft Erfurt.

Fakultäten und Fachbereiche

Konzept der Universität

Allgemein

Die wiedergegründete Universität Erfurt wurde als Reformuniversität konzipiert. Wichtige Merkmale der Universität sind Interdisziplinarität, Internationalität und ein hervorragendes Betreuungsverhältnis, durch welches ein besonders intensives Betreuungssystem (Mentoren-System) geschaffen werden konnte. Alle neu geschaffenen Studiengänge schließen mit dem Baccalaureus Artium (B.A.) bzw. dem Magister Artium (M.A.) ab. Die Universität vollzieht damit als eine der ersten Hochschulen Deutschlands den Bologna-Prozess vollständig nach. Seit dem Wintersemester 2003/2004 findet auch die Lehrerausbildung nur noch im Rahmen der Bachelor-/Masterstudiengänge statt.

Die Staatswissenschaftliche Fakultät bietet eine deutschlandweit einzigartige integrierte Ausbildung in Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften im Rahmen von Bachelor- und Masterstudiengängen an und orientiert sich damit am ganzheitlichen Anspruch und interdisziplinären Charakter einer staatswissenschaftlichen Ausbildung. Im September 2005 wurden die Lehrangebote der staatswissenschaftlichen Fakultät von der Akkreditierungsagentur ACQUIN akkreditiert.

Studium Fundamentale

Im Studium Fundamentale werden die Studierenden vom ersten Semester an mit Hochschullehrern aus verschiedenen Disziplinen in Veranstaltungen zusammengeführt, in denen die traditionellen Grenzen der wissenschaftlichen Fächer überschritten werden.

Mit diesen interdisziplinären Veranstaltungen soll der extremen Spezialisierung, die inzwischen das Universitätsstudium kennzeichnet, entgegen gewirkt werden. Damit leistet das Studium Fundamentale einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung der Studierenden auf die immer komplexeren Aufgaben in einer sich ständig wandelnden Arbeits- und Lebenswelt.

Das Studium Fundamentale ist zugleich ein wesentliches Sozialisationselement für die Ausbildung des eigenen wissenschaftlichen Nachwuchses im Sinne des transdisziplinären Forschungskonzepts der Universität Erfurt. Das Studium Fundamentale setzt sich aus den Studienfeldern „Methodischtheoretisches Vermittlungs- und Grundlagenwissen“, „Ästhetisches Wahrnehmungsvermögen“ und „Soziale Kompetenz“ zusammen.

Methodisch-theoretisches Vermittlungs- und Grundlagenwissen

Im Bereich „Methodisch-theoretisches Vermittlungs- und Grundlagenwissen“ bearbeiten in transdisziplinär angelegten Lehrveranstaltungen zwei Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen Probleme und Fragestellungen mit ihren jeweiligen fachspezifischen Methoden und Wissensbeständen gemeinsam mit den Studierenden. In den Seminaren werden die Fähigkeit zu vernetztem Denken, das Gestaltungs- und Urteilsvermögen, die Reflexion und Kritikfähigkeit, die Argumentationsbereitschaft und -fähigkeit, kritisches Methodenbewusstsein, durch quellen- und medienkritische Wissensverarbeitung, durch die Reflexion unterschiedlicher disziplinärer Herangehensweisen sowie normative Implikationen im Erkenntnisprozess ausgebildet. Die Seminare richten sich an Studierende aller Studienrichtungen und sind problemorientiert angelegt. Die aktive Beteiligung der Studierenden durch Referate und konzeptionelle Beiträge fördert darüber hinaus Präsentationsfähigkeit und Selbstorganisation.

Ästhetisches Wahrnehmungsvermögen

Durch die aktive Teilnahme an der künstlerischen Praxis sollen wissenschaftliche und künstlerische Zugangsweisen zur Wirklichkeit miteinander verglichen und ihre Unterschiede reflektiert werden. Veranstaltungstyp ist die künstlerische Übung, die neben dem im Vordergrund stehenden praktischen Teil auch theoretische und vor allem die künstlerische Praxis reflektierende Elemente mit umfassen soll. Das sinnliche Wahrnehmungsvermögen sowie die ästhetische Urteilskraft werden gefördert, aber auch Kreativität, Innovationskraft, Ausdrucksvermögen und Mut zum Risiko werden angeregt. Diese Veranstaltungen werden von den Künstlern aus dem Fachgebiet Kunst oder Musik (Universitätsorchester, Universitätschor) der Universität angeboten, ergänzt durch Veranstaltungsangebote von Künstlern, Schriftstellern, Musikern, die dem Studium Fundamentale Projekte vorschlagen. Das sich in jedem Semester ändernde Angebot ist einem offenen, zeitgemäßen Kunstbegriff verpflichtet, es kann Malerei, Skulptur, Zeichnen, wie auch Video, Fotografie, „Creative Writing“, modernen Tanz, Performance, Computerkunst, Sound-Kunst, konzeptionelle und prozesshafte Arbeitsweisen umfassen.

Soziale Kompetenzen

Das dritte Studienfeld des Studium Fundamentale zielt auf den Erwerb sozialer Kompetenzen durch erfahrungs- und handlungsorientiertes Lernen in Trainings und Übungen. Es werden Methoden zur Komplexitätsbewältigung und Mediation untersucht und ausgewertet und in Übungen eigene Fähig- und Fertigkeiten erprobt und erfahren. Im Unterschied zur Diskursfähigkeit, die in Seminaren oder anderen diskursiv angelegten Veranstaltungsformen gefördert wird, vermitteln besonders ausgebildete Trainer den Studierenden gezielt kommunikative und soziale Fähigkeiten, die im späteren Beruf gefragte Qualifikationen sind.

Berufsfeld

Der Studienbereich Berufsfeld bietet den Studierenden die Möglichkeit sich im engeren Sinne auf bestimmte Berufsfelder vorbereiten. In Kursen, Praktika oder praxisorientierten Projekten können Erfahrungen in bestimmten Berufsfeldern gesammelt werden. In diesem Studienbereich werden so genannte “Soft Skills“, wie Rhetorik, EDV-Kenntnisse, Sprachkenntnisse, Präsentationsfähigkeit, Zeitmanagement oder Selbstorganisation erworben. Daneben werden Veranstaltungen, die Einblick in z.B. betriebswirtschaftliche oder rechtswissenschaftliche Zusammenhänge geben, oder Projekte, die in Berufssparten wie z.B. Verlags-, Schul-, Museums- und Bühnenwesen, Presse, Funk und Fernsehen einführen, angeboten. Viele dieser Veranstaltungen werden von Dozenten, die aus der Praxis kommen, geleitet.

Studiengänge

Diplomstudiengänge

Baccalaureus- & Magister-Studienrichtungen

Projekte

studentische Gruppen

An der Universität Erfurt existieren zahlreiche studentische Gruppen, so etwa politische und konfessionelle Hochschulgruppen, eine Amnesty International-Hochschulgruppe, der Debattierclub "Wortfechter Erfurt e.V." , AEGEE Erfurt e.V. und seit kurzem auch die "International and Public Affairs Student Association" (IPASA).

National Model United Nations

Im Sommersemester 2003 hat sich erstmals eine MUN-Projektgruppe an der Universität gebildet. Das Ziel der studentischen Initiative ist seither die Teilnahme am renommierten "National Model United Nations" NMUN in New York, mit über dreitausend Studierenden eine der größten UNO-Simulationen weltweit. Dabei vertraten die Erfurter Delegierten 2004 die Interessen der Staaten Sao Tome und Principe und der Zentralafrikanischen Republik, 2005 Iran, 2006 Mexiko, 2007 Schweden und 2008 Rumaenien. Bei der National Model United Nations Conference 2006 wurde die Gruppe der Universität Erfurt mehrmals ausgezeichnet und schloss als beste deutsche Gruppe ab. Sowohl 2007, als auch 2008 wurden die teilnehmenden Delegationen wiederum ausgeeichnet. Die Gruppe ist ebenso regelmaessig an der Organisation kleinerer Vorbereitungs-MUNs beteiligt.

Kinder-Uni Erfurt

Die Universität Erfurt beteiligt sich seit 2005 an der ganzjährig stattfindenden "Kinder-Uni Erfurt". Kinder im Alter von 8 - 14 Jahren können dabei an speziell für sie konzipierten Veranstaltungen teilnehmen. Dort bringen Hochschullehrende den Kindern in Workshops und Vorlesungen vor allem medizinische, sozial- naturwissenschaftliche Themen verständlich näher und beantworten ihre Fragen. Die Universität Erfurt arbeitet dabei mit der Fachhochschule Erfurt und der Helios Klinikum GmbH zusammen.

Erfurter Herbstlese

Die Erfurter Herbstlese ist ein literarisches Projekt, welches durch den Gründungsrektor der Universität Erfurt, Prof. Dr. Peter Glotz, maßgeblich mitgeprägt wurde und von der Universität Erfurt gemeinsam mit Partnern wie der "Thüringer Allgemeinen" veranstaltet wird. Jährlich von Ende Oktober bis Anfang Dezember findet diese Lesereihe statt, bei der z.T. die bekanntesten Autoren Deutschlands (z.B. Martin Walser oder der Schauspieler und Autor Armin Mueller-Stahl) aber auch Nachwuchs-Autoren ihre Werke vorstellen. Mittlerweile ist diese weit über Thüringen hinaus bekannte Lesereihe zur erfolgreichsten und größten ganz Thüringens geworden, 2005 fand sie zum neunten Mal statt.

Berühmte Studenten

Professoren (Auswahl)

Alte Universität

Neue Universität

siehe auch: Kategorie:Hochschullehrer (Erfurt)

Siehe auch

Literatur

Koordinaten: 50° 59' 26" N, 11° 0' 39" O