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Diskussion:Überzeugung

Hallo,

welchen Begriff könnte man in einem Akquisegespräch anstelle von "überzeugen" verwenden, ohne das der Gegenüber "sich überrumpelt" fühlt.

Hallo, eine andere Frage:

vor einigen Tagen habe ich Gerhard Schröder bei Peter Voß gesehen (Baden-Badener-Gespräche), da hat er u.a. gesagt (sinngemäß), dass er es gut fand, dass es im demokratischen Deutschland keinen Hurrapatriotismus mehr gibt, und dass deshalb die Erlangung einer Mehrheit im Bundestag für die Mitwirkung der Bundeswehr in Afghanistan (z.B.) sich eher schwierig gestaltet hat. Das hat er ausdrücklich begrüßt. Gleichzeitig sagte er, dass diese Beteiligung sein mußte, dass sie notwendig war. Diese seine Überzeugung hat er allerdings nicht begründet. Können Überzeugungen sich widersprechen? Oder ist das kein Widerspruch, wenn jemand einerseits die Ablehnung eines militärischen Einsatzes im Prinzip gut findet, im speziellen Fall jedoch notwendig?

Austerlitz -- 88.72.18.27 10:14, 15. Mär. 2007 (CET)

Korrektur Die Sendung hiess anders, nämlich http://www.prisma-online.de/express/sendung.html?cid=Dreisat&stime=2007-03-12%2022%3A25%3A00%2B01 Bühler Begegnungen extra]

Austerlitz -- 88.72.18.27 10:21, 15. Mär. 2007 (CET)

Knut Hamsun

Auf der wikipedia Seite habe ich gerade folgendes gelesen: Am 7. Mai 1945 erschien ein Nachruf Hamsuns auf Adolf Hitler in „Aftenposten”, in dem er diesen als „reformatorische Gestalt höchsten Ranges” bezeichnete. Der Nachruf Hamsuns lautete: „Ich bin nicht würdig, über Adolf Hitler mit lauter Stimme zu sprechen und zu irgend welchen rührseligen Redereien laden sein Leben und sein Wirken nicht ein. Er war ein Kämpfer für die Menschheit und ein Verkünder der Botschaft vom Recht für alle Nationen. Er war eine reformatorische Gestalt von höchstem Range und sein historisches Schicksal war, daß er in einer Zeit beispielloser Niedertracht wirken mußte, die ihn am Ende zu Boden schlug.”

Das klingt nach einer starken Grundüberzeugung. Wie kann man eine derartige Verblendung erklären? Norwegisch kann das wohl nicht gewesen sein, denn nicht alle NorwegerInnen waren derart blind und taub bzw. teilten die Ansichten von Hamsun über Hitler bzw. seinen Glauben an Hitler.

Austerlitz -- 88.72.29.139 14:00, 28. Mai 2007 (CEST)


Haltbare Definition?

Der hier gegebenen Definition von Überzeugung widerspricht Kant in vollem Umfang. Ideen kann man auch nicht "verkaufen", siehe hier auch den Beitrag "Aquisegespräch". Falls es der Chef selbst nicht weiß, kommt nur noch der Arzt oder Apotheker in Frage. Auf den Diskusionsbeitrag von "Austerlitz vom 15.03.07" würde ich antworten: Überzeugungen dürfen sich nicht widersprechen! Hier darf man nur von Meinung, nicht von Überzeugung reden. Gerade ein militärischer Einsatz sollte von Überzeugung getragen sein. Die Widersprüchlichkeiten, die hier ein früherer Politiker von sich gibt, rechtfertigen erst recht den Gebrauch des Begriffs der Überzeugung nicht. Kant forderte als Kriterium der Überzeugung, daß diese nicht nur vernünftig, sondern sogar "für jedermann gültig" ist. Was nur mit subjektiven Bedingungen zu tun hat (z.B. mit dem Gedanken an subjektive Vorteilnahme) darf höchstens als Meinung bezeichnet werden. Auch das Töten von Menschen darf keinesfalls "für jedermann gültig" sein.

Ich werde versuchen, die Literaturquelle (Kant, KrV, B 848) hier als Link nachlesbar zu machen.

--Anaxo 10:21, 3. Jul. 2007 (CEST)

Überzeugung?

Hallo Anaxo, was ist mit Kant? Muss nach Kant eine "Überzeugung" wirklich "für jedermann gültig" sein? Wäre das dann nicht eher eine bzw. DIE Wahrheit?

Austerlitz -- 88.75.64.228 16:45, 10. Jun. 2008 (CEST)