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Diskussion:Euphrat

Türkei / Kurden

tendiert das jetzt langsam zum Edit-War? --Alexander.stohr 18:45, 16. Okt 2005 (CEST)

Nun mal halblang, der Artikel wurde heute grad mal zweimal revidiert. Schon von Editwar zu sprechen ist bischen übertrieben und vorschnell.
--Oktay78 21:17, 16. Okt 2005 (CEST)

Aussprachediskussion

Von der IPA-Wunschliste hierher verschoben, aus Platzgründen.

Fürs klassische Arabisch stimmt das, aber wies fürs moderne is, weiß ich auch nich. --Thomas Goldammer (Disk./Bew.)
Im Deutschen wird aber der mit <eu> geschriebene Diphthong üblicherweise als [ɔʏ̯] analysiert, bisweilen sogar als [oø̯]. -- j. 'mach' wust | 09:56, 31. Mär 2006 (CEST)
Üblich ist [ɔɪ̯]. [ɔʏ̯] und vor allem [oø̯] gehen gar nicht, der hintere Teil ist in jedem Fall (zumindest im Standard-Deutsch) ungerundet. Einige oberdeutsche Dialekte verwenden [ɔʏ̯], soweit ich weiß, vor allem im Alemannischen. --Thomas Goldammer (Disk./Bew.) 00:47, 7. Apr 2006 (CEST)
H. J. Hakkarainen (1995): Phonetik des Deutschen, München: Fink, ISBN 3-8252-1835-X, S. 31: "Über die phonetische Qualität der Bestandteile, insbesondere der zweiten, der Diphthonge herrscht keine volle Übereinstimmung, was teilweise auf regionale Unterschiede zurückgeht, weshalb einige für sie die Transkriptionszeichen [ae ao ɔø] verwenden [...]. Geringere phonetische Genauigkeit [...] vertritt die Beizeichung [a͜i a͜u ɔ͜y] des Duden-Aussprachewörterbuchs (1990)." Warte auf Gegenzitate. -- j. 'mach' wust | 10:31, 7. Apr 2006 (CEST)

Hall (2001) Phonologie. Eine Einführung. (DeGruyter-Verlag) schreibt, und so hat er es uns auch beigebracht:
...[ɔɪ] Leute

Der letzte Diphthong in (24) wird manchmal mit [ʏ] statt [ɪ] transkribiert. (S. 35). Und der ist immerhin Professor für Phonologie und Phonetik und hat die deutsche Aussprache genauestens, natürlich auch mit technischen Hilfsmitteln, analysiert. Bussmann (1990) Lexikon der Sprachwissenschaft. (Kröner-Verlag) schreibt nhd. [ai au ɔʏ] (S. 184). Aber germanistische Werke können hierzu nicht herangezogen werden, da sie (so hart das klingt) auf dem linguistischen Wissenschaftsstand der 1980er Jahre arbeiten. Hakkarainen schreibt ja auch, dass einige dieses [ɔø] verwenden, wer genau schreibt er nicht? Das Duden-Aussprachewörterbuch ist zwar auch nicht korrekt (wie üblich, die lassen glottal stops weg, meistens auch die Aspiration und die r-Laute schreiben sie auch nicht richtig), aber immer noch näher an der Realität des Standard-Deutschen (wo tatsächlich [ɔɪ] gesprochen wird, wie man bei Nachrichtensprechern etc. leicht selbst prüfen kann. Für die Phonetik des Deutschen empfiehlt T.A.Hall übrigens Pompino-Marschall (1995) Einführung in die Phonetik (DeGruyter-Verlag), das ich allerdings gerade nicht hier habe.
Viele Grüße, --Thomas Goldammer (Disk./Bew.) 13:31, 7. Apr 2006 (CEST)

Hoppla, wo nimmst du denn plötzlich die Regel her, germanistische Werke gälten nicht? Das kann ich nicht akzeptieren. Wenn es hier ums Aufstellen von Regeln geht, dann würde ich die Regel wählen, dass nur explizite Phonetiken des Deutschen zu akzeptieren seien, und nicht allgemeine Einführungen. Und was sollte denn überhaupt auszusetzen sein an Erkenntnissen der 80er Jahre? Die deutsche Phonetik hat sich ja kaum wesentlich verändert. Zudem zitierst du doch selber germanistische Werke (ich meine deutsche Sprachwissenschaft) – du sägst mithin den Ast ab, auf dem du selber sitzt! Übrigens heisst es auch im nicht nur bei Bussmann, sondern auch im Metzler-Lexikon [oʏ] (Eintrag Diphthong). Und das mit dem Duden scheinst du falsch verstanden zu haben, dort steht nämlich [ɔ͜y], jedenfalls im Rechtschreibduden, den Ausspracheduden hab ich gerade nicht zur Hand, aber laut Hakkarainen ist es in dem von 1990 nicht anders. Ebenfalls geben das französische und das spanische Langenscheidt-Wörterbuch [ɔʏ] an. Das Überprüfen bei Nachrichtensprechern scheint mir sehr problematisch, da der Unterschied zwischen [ɔʏ] und [ɔɪ] kaum zu hören ist. -- j. 'mach' wust | 16:26, 7. Apr 2006 (CEST)
Das mit den germanistischen Werken: Naja, die sind halt weniger exakt. Die deutsche Aussprache hat sich natürlich seit den 80ern nicht verändert, aber die Analysemethoden und damit die Genauigkeit der Ergebnisse. Ich zitiere germanistische Werke? Ja, Bussmann, aber, wie oben gesagt, das Buch ist ja auch nicht so toll (viele Begriffe sind veraltet, bzw. werden mit veralteten Definitionen erklärt). Und für das Metzler-Lexikon gilt genau das gleiche. Zum Duden und Langenscheidt: Klar, dass da [ɔʏ] steht, wie so vieles anderes, das da ungenau ist, siehe oben. Aber einen Unterschied zwischen [ɔʏ] und [ɔɪ] kann man IMO deutlich hören und sogar sehen, da die Lippenrundung im zweiten Teil des Diphthongs wegfällt (und das tut sie in aller Regel auch). Aber gut, einigen wir uns auf [ɔʏ], das erscheint mir zumindest weniger problematisch, als [ɔø]. Grüße, --Thomas Goldammer (Disk./Bew.) 17:43, 9. Apr 2006 (CEST)

Flussname

Der Flussname stammt aus dem Sumerischen (Buranun --> Akkadisch Purattum (b --> p und nt --> tt ist regulär), --> Arab. Furaat / Pers. Ufrat --> Gr. Euphrates --> Dt. Euphrat), das sollte dringend geändert werden. Die persische Ethymologie ist eine Volksethymologie, die einer Quelle entbehrt. Die Sumerer hatten den Namen von einer früheren Substratsprache übernommen (wie fast alle Ortsnamen in Sumer, außer vielleicht Tigris (sum. Idigena, evtl. die nominalisierte Form von "ich bin/du bist nass") und benutzten ihn schon zu einer Zeit, als von Altpersisch noch lange keine Rede war. Viele Grüße, --Thomas Goldammer (Disk./Bew.) 00:46, 7. Apr 2006 (CEST)

Das sollte wirklich mal geändert werden. Ich glaube mal irgend wo gelesen zu haben, dass der sumerische Name so viel wie "grosses Wasser" bedeutet, das könnte doch auch mal jemand nachprüfen und ergänzen. --13:13 14. Mär. 2007 (RP)