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Unione dei Democratici Cristiani e Democratici di Centro

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Basisdaten
Gründungsdatum: 6. Dezember 2002
Gründungsort:
Vorsitzender: Pier Ferdinando Casini
im EP: Europäische Volkspartei
Ausrichtung: christdemokratisch
Koalitionen: Unione di Centro
Adresse: Via Due Macelli 66
Rom
Website: www.udc-italia.it

Die Unione dei Democratici Cristiani e Democratici di Centro (Union der Christdemokraten und Zentrumsdemokraten, UDC) ist eine christdemokratische Partei der Mitte in Italien. Sie ist 2002 aus dem Zusammenschluss des 1994 gegründeten Centro Cristiano Democratico (CCD) von Pierferdinando Casini und der 1995 formierten Cristiani Democratici Uniti (CDU) von Rocco Buttiglione entstanden. Diese waren bereits 2001 als gemeinsame Liste Biancofiore innerhalb Silvio Berlusconis Mitte-Rechts-Bündnis Casa delle Libertà angetreten und hatten 3,2% der Wählerstimmen und 40 der 630 Sitze errungen. 2002 erfolgte dann die Fusion, an der sich auch die kleinere Democrazia Europea beteiligte. Marco Follini vom CCD wurde Nationaler Sekretär, Buttiglione von der CDU Parteipräsident. Die UDC trat sogleich in die Regierung Berlusconi ein, der ihre Vorgängerparteien bereits angehört hatten. Buttiglione und Carlo Giovanardi (CCD) waren Minister. Der eigentliche Spitzenpolitiker und -kandidat der Partei ("Leader") ist jedoch seit ihrer Gründung Casini.

Bei den Europawahlen 2004 erreichte die Union 5,9% und konnte 5 Abgeordnete in die Fraktion der Europäischen Volkspartei entsenden. Trotz der Niederlage des Mitte-Rechts-Bündnisses bei den Parlamentswahlen 2006, konnte die UDC auf 6,8% zulegen. Aufgrund des neuen Wahlrechts hat sie aber nur noch 39 Sitze in der Abgeordnetenkammer und 20 im Senat. Die UDC ist oftmals von Abspaltungen betroffen, was in Italien nicht unüblich ist. So entstanden unter maßgeblicher Beteiligung ehemaliger Mitglieder 2005 die Democrazia Cristiana per le Autonomie und der Movimento per l'Autonomia, die jedoch weiterhin im Casa delle Libertà-Bündnis sind. Marco Follini, der bereits 2005 aufgrund der Regierungspolitik als Nationaler Sekretär zurückgetreten und durch Lorenzo Cesa ersetzt worden war, verließ die Partei nach den Parlamentswahlen, um - zusammen mit zwei anderen Abgeordneten - die neue Partei Italia di Mezzo zu gründen, die sich an das Mitte-Links-Bündnis anlehnen wird.

Bei den Parlamentswahlen am 13. und 14. April 2008 trat die UDC alleine an und erreichte einen Stimmenanteil von über 5,6 Prozent, womit sie die größte nicht an einem Wahlbündniss angeschlossene Partei und die viertgrößte Parlamentsfraktion ist.

Das Wappen der Partei ist das rote Kreuz auf weißem Grund - ein Symbol, das die Nähe zur katholischen Kirche ausdrückt, ihre Zeitung ist der Notario Centrista. Sie ist Mitglied in der Europäischen Volkspartei und der Christlich Demokratischen Internationale.