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Celtic Frost

Celtic Frost

Tuska Festival 2006
Gründung 1984
Auflösung 1993
Wiedervereinigung 2006
Genre Thrash Metal, Black Metal, Gothic Metal
Website http://www.celticfrost.com
Gründungsmitglieder
Gesang, Gitarre Thomas Gabriel „Warrior“ Fischer
Bass Martin Eric Ain
Schlagzeug Steven Priestly
Aktuelle Besetzung
Bass Martin Eric Ain
Schlagzeug Franco Sesa

Celtic Frost ist eine schweizerische Thrash-Metal/Black-Metal-Band, die 1984 gegründet wurde. 1993 löste sich die Gruppe auf und vereinigte sich im Jahr 2006 wieder.

Inhaltsverzeichnis

Bandgeschichte

Thomas Gabriel Fischer (Pseudonyme Tom G. Warrior, Satanic Slaughter) gründete zusammen mit Bruce Day (Denial Fiend) und Steve Warrior (Hammerhead) 1982 die Band Hellhammer. Nachdem sich Hellhammer eine kleine, lokale Anhängerschaft erspielt hatten, unterschrieben sie einen Vertrag bei dem deutschen Label Noise Records.

1984 benannten sich Hellhammer in Celtic Frost um. Ihr Debütalbum Morbid Tales entpuppte sich als Erfolg, und die Band tourte durch Deutschland und Österreich. Für ihr zweites Album To Mega Therion konnte die Band für die Cover-Gestaltung H. R. Giger gewinnen und knüpfte an den Erfolg des ersten Albums an. Der Albentitel bezieht sich auf das Große Tier aus der Johannesoffenbarung. Ihr 1987er Drittwerk Into The Pandemonium sollte einen immensen Einfluss auf die Entwicklung des europäischen Metal erreichen; es wirkte innovativ auf eine neue, klassisch anmutende Spielweise des Death Metal. Zu dem Thrash Metal traten Elemente des Gothic Rock und der damaligen Dark-Wave-Szene. [1]

Während einer folgenden Tour durch die USA spitzten sich finanzielle Probleme und persönliche Spannungen der Mitglieder in der kompletten Auflösung von Celtic Frost zu. Sechs Monate später entschied sich Tom G. Warrior zu einer Wiederaufnahme der Arbeiten, zusammen mit Stephen Priestly, Oliver Amberg und Curt Victor Bryant. Trotz seiner Entscheidung legte er anscheinend weniger Interesse in die Aufnahmen, und überließ die Arbeiten an Cold Lake Amberg und dem Produzenten Tony Platt. Stilistisch weniger im Black-/Death-Metal angesiedelt, als vielmehr im Glam Rock und Thrash Metal, endete das Album als Flop sowohl im Mainstream als auch in der Metal-Szene. Celtic Frost mussten sich Ausverkaufsvorwürfe gefallen lassen.

Auf dem folgenden Album Vanity/Nemesis (erschienen 1990) kehrte Martin Eric Ain (Slayed Necros; bürgerlich Martin Stricker) zur Band zurück, die sich mit diesem Album wieder deutlich härter präsentierte. Von Kritikern gelobt, konnte die Band ihren Ruf jedoch nicht wiederherstellen. 1992 erschien noch die Retrospektive Parched With Thirst Am I And Dying, die neben bekannten Titeln und bis dahin unveröffentlichten Tracks auch zwei neue Stücke enthielt, die einen Vorgeschmack auf das folgende Album geben sollten. Dieses Album mit dem Arbeitstitel Under Apollyon's Sun wurde allerdings nicht mehr realisiert, da die Gruppe sich erneut auflöste.

In den Jahren 1999/2000 kamen die Gründungsmitglieder der Band wieder zusammen, um an der Wiederveröffentlichung der frühen Alben zu arbeiten. Dabei stellte sich heraus, dass sowohl Fischer als auch Ain an einer Wiederbelebung von Celtic Frost interessiert waren, so dass sich die Gruppe reformierte und die Arbeit an einem neuen Album in Angriff nahm. Ergebnis ist das Album Monotheist, an dem die Band mehr als vier Jahre lang gearbeitet hat und das 2006 veröffentlicht wurde (Plattenfirma: Century Media, Verlag der neuen Celtic Frost-Stücke: Edition Diktatur des Kapitals/Budde Musikverlag, Berlin). Von Juni 2006 bis Mai 2007 befindet sich die Band, mit dem Comeback-Album Monotheist im Gepäck, auf umfangreicher Welttournee, davon alleine 71 Konzerte in den Vereinigten Staaten als Headliner und als Special Guest von Type O Negative. Nach den Auftritten beim Wacken Open Air und With Full Force-Festival 2006 gastieren Celtic Frost im März und April 2007 wieder in Deutschland.

Am 9. April 2008 gibt Tom Gabriel Fischer überraschend seinen Ausstieg bei Celtic Frost bekannt. Laut der offiziellen Homepage und seinem Internet-Blog verlässt er die Band "wegen unüberwindbarer ernsthafter Verschleißerscheinungen auf persönlicher Ebene". Die verbliebenen Bandmitglieder sagen daraufhin alle anstehenden Konzerte für 2008 ab (darunter auch den geplanten Auftritt zum zehnten Geburtstag des Giger-Museums in Château St. Germain in der Schweiz).

Musikstil

Die Musik von Celtic Frost leistete einen wichtigen Beitrag dazu, Ende der 1980er das Klangspektrum des Heavy Metal um klassische und avantgardistische Elemente zu erweitern. Außerdem waren Celtic Frost bzw. war Tom Warrior der Erste, der kurze „Uuuhs“ und „Aaahs“ in seinen Gesang miteinbrachte, die später ein typisches Stilmerkmal des Thrash Metals werden sollten. Zugleich handelt es sich dabei um die ersten Deathgrunts. Celtic Frost üben damit und mit ihrer Musik bis heute vor allem im Death- und Black-Metal Bereich einen enormen Einfluss aus. Außerdem war ihr dezentes Corpsepaint eine frühe Version des späteren Black-Metal-Images. [2]

Diskografie

Studioalben

Compilations & Re-releases

Singles & EPs

Literatur

Einzelnachweise

  1. Biografie auf Celicfrost.com (PDF)
  2. Biografie auf laut.de