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Diskussion:Rundfilterchromatogramm

Objektivität des Verfahrens

Vom naturwissenschaftlichen Standpunkt lässt sich zunächst gegen das Verfahren selbst nichts einwenden. Es ist mit einer sauberen Arbeitsvorschrift durchaus standardisierbar und wird in gewissen Parametern, die man definieren müsste, zu quantifizierbaren und reproduzierbaren Ergebnissen führen. Das Problem liegt in der Interpretation dieser Ergebnisse. Was will man damit? Hier taucht der Begriff der Vitalität auf, für den es nach heutigem Stand der Wissenschaft keine Basis mehr gibt und der eben auch nicht objektiv definiert ist. Zwar hat @Michael in einem langen Diskussionsbeitrag (hallo, wo war das gleich ?) ganz pfiffig gemeint, man könne von der lebenden Natur nur das physikalisch erklärbare sehen, wenn man nur darauf hin untersuche und es sehe dann so aus, als bestünde sie nur daraus. Originell, aber nicht wissenschaftlich! Die Naturwissenschaft beschränkt sich nach eigener Definition eben nur auf diese Aspekte, die physikalisch messbar sind. Diese edle Selbstbeschränkung hat gute Gründe und muss bei der Frage nach der (Natur-)Wissenschaftlichkeit eben auch respektiert werden. Als Geisteswissenschaftler kann man Hilfsbegriffe und Konzepte wie "Vitalität" gerne erschafffen und ihre Konsequenzen mit den Mitteln scharfen Denkens ausloten, genau so, wie die Theologie "Gott" eben voraussetzt und dann eine Wissenschaft daraus macht, die Konsequenzen dieser Voraussetzung auszudenken. Aber eine "objektive" Wissenschaft ist das nicht! --RitaC 09:55, 27. Jul 2006 (CEST)

Vorschlag: Beschränkung auf die objektiv feststellbaren Tatsachen, "Material und Methoden"; dazu gehört auch die Auswertung des faktisch vorliegenden Bildmaterials anhand von morphologischen Kriterien. Dann (davon abgesetzt) die Interpretationen der Befunde (was bedeutet der vorliegende Befund) und die Anwendungen der Methode. Wahrscheinlich ist nur dieser letzte Teil umstritten, da die eine Seite meint, alles sei letztlich Physik und Chemie (wir selbst eingeschlossen), die andere dagegen meint, da wäre noch was. Die Motivation zu dieser Art Wissenschaft ist bei der zweiten Gruppe eher anzutreffen. Gruß -- Michael 13:08, 27. Jul 2006 (CEST)
die wp ist nicht dazu da derartige verfahren anders dazustellen als sie von ihren eigenen erfindern/befürwortern gesehen werden. zuzügliche einer (falls vorhanden) betrachtung einer möglichen gegenseite. eine ganzheitliche sichtweise, die die relevanz, sensitivität, spezifität - letzendlich die praktische eignung beschreibt ist hier in fairer weise notwendig. eine reine technische beschreibung käme IMHO einem salonfähigkeitsstreben gleich, die von den befürwortern auch offenbar seit vielen jahren versucht wird. die schrittweise einführung von qualitätsnormen in der analytik macht manchen dieser verfahren den garaus. Redecke 13:35, 27. Jul 2006 (CEST)