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Diskussion:Volksfront zur Befreiung Palästinas

Inhaltsverzeichnis

Islamismus?

Die PFLP wird in der Wikipedia bisher als islamistische Terrororganisation geführt. Im Artikel ist aber von einer islamistischen Ausrichtung nicht die Rede, mir wäre das auch neu. Ich werde das mal ändern.

Warum Artikel nicht unter Volksfront zur Befreiung Palästinas?

Ich finde es etwas befremdlich, diesen Artikel unter einem englischen Namen zu finden, obwohl ein deutscher Name existiert. Gebräuchlich im Deutschen ist höchstens die englische Abkürzung PFLP. Da es nicht um eine Organisation aus einem englischsprachigen Land handelt, muss der Artikelname auf keinen Fall auf Englisch sein. Sollten sich keine Einsprüche erheben, werde ich das bei Gelegenheit mal ändern (und auch bei den anderen palästinensischen Organisationen überprüfen). Leshonai 00:40, 7. Dez 2004 (CET)

Tu's - ich hatte die selbe Ueberlegung auch schon angestellt. Einziges, allerdigs schwaches Gegenargument, fuer die ganzen anderen Miniabspaltungen gibt es wohl keinen etablierten deutschen Namen, die VzBP waere hier also die Ausnahme. Bitte am Besten einen Admin das zu erledigen, damit die Versionsgeschichte gerettet wird.--Hoheit (¿!) 02:49, 7. Dez 2004 (CET)

Die PFLP als marxistisch-leninistische Untergrundorganisation und Ahmad Saadat als Organisator einer Terrorzelle

Die PFLP hat zwar einen miltanten Arm, aber eine Untergrundorganisation war und ist sie nicht. Sie trat und tritt in den besetzten Gebieten auch bei Wahlen auf und wird vor allem von den palästinensischen Christen als ihr Repräsentant betrachtet. Ihr Ziel war stets ein Staat Palästina in dem Juden, Christen und Muslime gleichberechtigt miteinander leben, was dem Zionismus diametral widerspricht. Auch mit dem Marxismus-Leninismus hat sie es nie so ganz genau genommen, deshalb hat sich ja eben die DFLP abgespaltet. Die Behauptung "Saadat baute unter anderem auch jene Terrorzelle auf, die am 17. Oktober 2001, als Vergeltung für die Tötung Abu Ali Mustafas, den früheren israelischen Tourismusminister Rehawam Ze’ewi ermordete" ist pure israelische Propaganda, für die es keinerlei Belege gibt. Wer die Verhältnisse, in denen Ahmad Saadat lebte und lebt kennt, kann darüber nur lachen. Summa summarum, der Artikel ist so, wie er jetzt ist, eher zum Weinen.

Juden/nicht juden

In Entebbe werden die Passagiere israelischer Staatsangehörigkeit vorübergehend von den anderen getrennt, was de facto einer Selektion in Juden und Nicht-Juden gleichkommt.

So sieht das so aus als hätte die Staatsangehörigkeit nicht viel mit der trennung zu tun, durch den Beisatz wird es so dargestellt als wären sie einfach nur Antisemiten und es geht ihnen eigentlich nur um die Religion und nicht um die Befreiung Palästinas... ich bin also dafür das "was de facto einer Selektion in Juden und Nicht-Juden gleichkommt" entfernt wird.

Ich habe noch nie etwas anderes auf arabisch gehört als "Yehudim". Kein Terrorist=Befreiungskämpfer hat jemals von Israelis gesprochen! "Treibt die Juden ins Meer!" ist der Standardspruch. Es gibt keinen Unterschied zwischen Antizionismus und Antisemitismus!

"Es gibt keinen Unterschied zwischen Antizionismus und Antisemitismus!" Vollkommener Schwachsinn !--90.128.21.153 16:44, 26. Aug. 2007 (CEST)

also "Yahudim" auf arabisch hast Du bestimmt nicht gehört. Höchstens "Yahud"--Orientalist 21:02, 27. Aug. 2007 (CEST)

Nicht verschlimmbessern, Meister. Er hat "Yehudim" gehört. Das ist hebräisch - schon mal davon gehört? - und heißt "Juden". "Yahudim" gibt's in keiner mir bekannten Sprache. Vielleicht hat er ja Palästinenser gehört. Viele von ihnen sprechen nämlich - neben Arabisch - auch fließend Hebräisch. --Amurtiger 21:54, 27. Aug. 2007 (CEST)

"auf arabisch" hat er yehudim nicht gehört, Alfons-Ersatz.--Orientalist 22:29, 27. Aug. 2007 (CEST)

Sag ich ja, Anonymus. Er hat aber nicht "Yahud" oder "Yahudim" gehört, wie Du behauptest, sondern "Yehudim". Den Leuten was in den Mund oder auch ins Ohr zu legen, ist Dir offenbar zur zweiten Natur geworden. --Amurtiger 08:20, 28. Aug. 2007 (CEST)

Alfons-Ersatz: es geht nicht um ya oder ye, sondern darum, daß man keine hebr. Pluralbildung auf Arabisch hört, liest. Du verstehen?--Orientalist 08:33, 28. Aug. 2007 (CEST)

Du kannst Dir nicht vorstellen, wie du mich anödest. Geh ruhig weiter mobben. Mir kannst du nichts. --Amurtiger 10:39, 28. Aug. 2007 (CEST)
Allerdings hat "Orientalist" recht, wenn er sagt, dass "Yahud" das arabische Wort für Juden ist, während der Singular "Yahudi" lautet. -- Arne List 10:59, 28. Aug. 2007 (CEST)

Anschlag vom 21.2.70 auf Swissair erwähnen?

In der englischen Wikipedia findet sich ja auch ein Artikel dazu: http://en.wikipedia.org/wiki/Swissair_Flight_330

P.S. Warum soll das mit der Selektion Juden/Nichtjuden gestrichen werden - genau diese Selektion hat ja schliesslich stattgefunden, und nicht nur dort, war ne Weile lang gängige Taktik bei Entführungen - auf einem Kreuzfahrtschiff haben Palästinenser zb gezielt einen US-Juden (im Rollstuhl) ins Meer geschmissen!


Logo!

Kann wer das Logo für die Bewegung einer einbauen? --Japan01 23:33, 17. Jul 2006 (CEST)

[x] done.

Judaäische Volksfront

Ich weiß das Thema ist eig. nicht komisch aber beim Namen der Organisation fühl ich mich doch etwas an "the Life of Brian" erinnert. Gibt es viell. auch eine "Palästinensische Befreiungs Volksfront" ? Nebenbei gesagt ist dieser Konflikt einer der schlimmsten (und längsten)in der Geschichte und ich finde das Die Schuld bei beiden Seiten gleich verteilt ist.

Die Verballhornung von Monty Python bezog sich m.E. auf PFLP und die Palästinensische Volkskampffront. -- Arne List 12:10, 28. Aug. 2007 (CEST)

Marxistisch-leninistisch?

Ich weiß nicht, ob die Klassifizierung "Marxistisch-leninistisch" hier so gut ist, denn als solche würde man eher die DFLP bezeichnen. Ich meine, dass auf die PFLP eher der Begriff „Neue Linke“ zutrifft, da sie bei weitem nicht so moskautreu war wie die DFLP -- Arne List 12:10, 28. Aug. 2007 (CEST)

Bearbeitung März 2008

So hab dem Artikel mal eine grundlegende Neubearbeitung unterzogen. Evt. könnten noch einige rechtschreibliche Sachen besser gesagt werden. Mc-ralph 19:46, 24. Mär. 2008 (CET)

Dem Nutzer Ben-Oni sei gesagt: 1. Wer denkst du wer du bist? Es gibt so viele Artikel, die haben keine einzigen Vergleichsmöglichkeiten, Quellen o.ä., und sind 1 zu 1 die übersetzten Artikel (und dazu noch manchmal falsch) oder total untransparent. Überlege mal wie du hier Maß nimmst!
2. Wenn ich mich lose (also mit "Vergleiche mit...", was keine direkte Quellenangabe ist, sondern nur ein loser Verweiss auf Sachen, wo es ähnlich geschrieben ist) auf einen engl. Wiki-Artikel beziehe, da er in dem Bereich seit einiger Zeit zum Standart gehört, dann finde ich das nicht schlimm, und ich mache das schonmal öfter bei meinen Artikeln. Zumal das mehr den Regeln der Wikipedia entspricht als keine einzige Vergleichsmöglichkeit/Quelle zu haben. Wo wir bei Punkt drei und dem Artikel, den du wieder zurückgesetzt hast, wären:
3. Der Artikel vorher war unnachgewiesen(eigentlich gar keine Quellen!!! Da waren so gut wie gar keine!!!!!), einseitig (schon allein die schon festgelegte Tatbeteiligung von Saadat) und relativ geschrieben sowie uninformativ. Also kein Grund, um diesen Text wieder haben zu wollen.

Mc-ralph 00:55, 27. Mär. 2008 (CET)

Tag,
  1. Ich bin freiwilliger Autor bei Wikipedia und bringe auch gern mal Müll raus.
  2. Wikipedia ist nach WP:Q niemals als Quelle für einen Artikel heranzuziehen.
  3. Mir ist eigentlich egal, ob du "im Recht" bist. Deine Version fußt auf Quellen, die wertlose (Wikipedia) oder schon am Namen erkennbar parteiisch (www.kommunisten-online.de/Kriegstreiber/, www.trend.infopartisan.net/ etc.) sind. Ob die alte Version besser ist, ist mir egal. Wenn du sie schlecht findest, schlag den Artikel zur Löschung vor, falls du es nicht besser hinkriegst als so.
Salve -- Ben-Oni 13:38, 27. Mär. 2008 (CET)
1. Tut mir leid. Bei diesem Artikel hängen zwei Tage intensives belesen und Recherche dran. Und ja, ich traue mir dann schon soviel zu, dass der Artikel dann mindestens um 1% besser sein muss, als der Alte. Wenn man nach dir ginge, dann würde meine Artikel Version ja noch schlechter sein, als die Alte, und das ist sie defintiv nicht(schon allein wenn man bedenkt, wie falsch der Artikel war, Bsp.:Saadat und Anschlag etc.). Wenn etwas falsch ist, dann kannst du das ja im Artikel anders schreiben.
2. Hast du mich nicht verstanden? da steht "VGL: ETWA MIT". Du magst zwar in Physik total die Leuchte sein, aber ich weiss nicht ob du in Deutsch so gut aufgepasst hast. Das ist keine klare Quelle! Das ist lediglich ein Verweis auf ähnlich deutende/beschreibende Texte. Wenn man wegen bürokratischer Hürden in der WIKI(die ich so noch nie erlebt hab) Transparenz nicht will, dann entfernt man einfach die Fusszeilen, in denen vergleichende WIKI-Texte-Zitate sind.
3. Es gibt außer dem Text bei infopartisan nur eine Quelle, die direkt auf eine eindeutig linke Seite führt(und das ist dein Beispiel). Zum Text bei Infopartisan: Es ist klar, dass es sich um eine linke Gruppe handelt. Insofern ist es berechtigt, dass man einen umfassenden, gut recherchierten - logischerweise - auf einer linken Seite zur Verfügung gestellten Text über die Entwicklung der PFLP nutzt. Da gibt es überhaupt kein Problem!(Mal abgesehen, dass dieser Text selbst bei der engl. Wikipedia teilweise verwendet wird) Wenn man es so nimmt, dann wäre es ja auch einseitig, wenn man nur auf bürgerliche, liberale, konservative oder staatliche Quellen eingehen würde.
Zu deinem Beispiel mit dem Einzelnachweis: Das Schlechte daran: Dahinter steht auch noch, dass es sich dabei um einen FAZ-Artikel handelt, aus dem die Zahlen kommen! Wenn du lieber den direkten Link zur FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung, falls dir das nichts sagt) haben willst, warum schaust du dir die Seite nicht einfach an und sucht den Link für die FAZ raus und gut? (Letzlich gäbe es einen noch einen Verweis, der von der gleichen Seite kommt und die überall nachzulesenden Wahlergebnisse zeigt. Für diesen Artikel würde das gleiche gelten)
Achso, dass Zitate aus Interviews mit der PFLP nicht aus bürgerlichen Zeitungen kommen(weil die halt natürgemäß etwas gegen Linke haben und nicht mit einer als terroristisch eingestuften Vereinigung ein Interview machen würden) sollte klar sein.
Naja, aber wenn du nicht so auf linke Einzelnachweise stehst, dann solltest du mal anfangen bei der DKP die Verweise (oder besser gleich den ganzen Artikel) weg zunehmen (*lach*)
Ich denke ganz ehrlich, dass du glaubst, du hast es in phyiskalischen Dingen - und damit auch überall - drauf; Und bist einfach mal so durch die Wikipedia gesurft und machst mal da was, mal hier was; So wie du halt denkst, was dein "genialer" und "richtig denkender" Geist sagt. Kurzum: Du wolltest einfach mal ein bisschen "posen" und den großen, "alles verändernden", autoritären Macker raushängen lassen. Doch das ist in die Hose gegangen...Mc-ralph 22:43, 27. Mär. 2008 (CET)
  1. Wieviel Arbeit drinsteckt, tut nichts zur Sache.
  2. Dein Werk enthält einige Aussagen ohne Belege
    • den rechtsextremistischen Tourismusminster Rehavam Zeevi Rechtextremismus ist dann doch ein harter Vorwurf, wenn da kein Beleg hintersteht.
    • die Waffenpause war vorher 2003, jetzt 2005, beides ohne Beleg.
    • Die Gruppe hat ihr Haupteinflussgebiet eher in den Flüchtlingslagern in Syrien und wird auch bis heute von Syrien unterstützt. Heute ist die Gruppe vor allem in libanesischen Flüchtlingslagern aktiv und soll in einigen sogar die Oberhand haben. Nach einigen Angaben soll es zu kleineren Kooperationen mit der in dem gleichen Gebiet aktiven Hisbollah gekommen sein, vor allem während des zweiten Libanonkrieges. ("soll" ist immer ganz schlecht)
    • und weitere. Da aber die Quellen weitgehend parteiisch sind, müssen wohl auch die "belegten" Informationen angezweifelt werden, insbesondere die übertrieben erscheinenden Aussagen zur Aktivität dieser Gruppe. Da stößt mich vor allem die üble Heldenromantik und das Euphemismus-Bombardement (an [...] Attentaten führend beteiligt, Aufklärungsarbeit im beweihräuchernden Zitat, die alle im Zusammenhang mit dem in Haft sitzenden Ahmad Saadat und anderen PFLP-Mitgliedern stehen als Rechtfertigungsparole, etc. pp.) ab. Sogar der Jargon wird teilweise übernommen (Märtyrer, westliche Gebäude, etc.). Da sehe ich keinen Gewinn, sondern einen Verlust für Wikipedia, und zwar einen Verlust an WP:NPOV.
  3. wäre es ja auch einseitig, wenn man nur auf bürgerliche, liberale, konservative oder staatliche Quellen eingehen würde Ja, das stimmt, auch wenn alles aus der FAZ oder der Welt käme, wäre das keine hinnehmbare Quellenlage. Üblicherweise werden Aussagen solcher "Quellen" denn auch nicht als Fakten, sondern als Behauptungen dieser Quellen dargestellt. Da haperts bei dir.
  4. "Fachidiot mit Gottkomplex"-Sprüche sind ja schon fast so beliebt als Totschlagargument, wie Godwins Gesetz. Deine tumbe schwarz-weiß-logische Vermutung über meine politische Gesinnung ist ebenso falsch wie irrelevant für den Artikel.
Ich setze jetzt nicht nochmal zurück, sondern warte ab, ob der Benutzer mit hoffentlich mehr Fachkenntnis, den ich angeschrieben habe, sich mal dazu äußert. -- Ben-Oni 00:35, 28. Mär. 2008 (CET)

Wenn die Herren interessiert sind, könnte ich zum Vergleich mal eine Übersetzung der hebräischen Version des Artikels vorlegen. Aber ich will mich nicht aufdrängen. --Amurtiger 08:31, 28. Mär. 2008 (CET)

Das wäre, zumindest für mich, außerordentlich spannend. Naiv wie ich bin würde ich ja erwarten, dass dort der unterschwellige POV genau in die andere Richtung zeigt. (Ich möchte abwiegelnd feststellen, dass die Erweiterung nach meinem Eindruck von der Thematik her durchaus sinnvoll ist, dass mich also eher das "Wie" als das "Was" stört.) -- Ben-Oni 11:30, 28. Mär. 2008 (CET)
Ich nehm mir vor, das Ding bei Gelegenheit zu übersetzen, und werde die Version dann hier hinknallen. Gruß --Amurtiger 14:45, 28. Mär. 2008 (CET)
Ja, interessante Idee, das mit der israelischen Wikipedia mal auf der Diskussionsseite. Leider konnte ich selber bei der Recherche keine hebräischen Quellen auswerten. Obwohl ich dort auch fast das vermuten würde, was Ben-Oni gesagt hat.
Zu den Punkten

..und ich habe dir nicht ne politische Einstellung unterstellt. Mc-ralph 12:21, 29. Mär. 2008 (CET)

Hebräische Version

Die Volksfront zur Befreiung Palästinas (arabisch الجبهة الشعبية لتحرير فلسطين‎ , hebräische Transkription) ist eine palästinensische sozialistische Terrororganisation, die von George Habash und Vadia Haddad am 11. Dezember 1967 gegründet wurde.

Ideologie

Die Volksfront entstand aus der Vereinigung einiger linksgerichteter nicht-religiöser palästinensischer Organisationen; am Anfang ihres Weges war ihre Ideologie eine Verbindung von Marxismus-Leninismus und palästinensischem Nationalismus. Mit ihrer Bezeichnung betonte sie die Bedeutung des palästinensischen Proletariats. Im Februar 1969 spaltete sich ein extremer Teil der Organisation ab und gründete die Demokratische Front zur Befreiung Palästinas. Mit der Zeit (hauptsächlich seit dem Ende der Ersten Intifada) mäßigten sich die Anschauungen der Volksfront.

Das erklärte Ziel der Volksfront: "Die Befreiung ganz Palästinas im bewaffneten Kampf und die Errichtung eines demokratischen und sozialistischen palästinensischen Staates." Im Gegensatz zu anderen palästinensischen Terrororganisationen sieht die Volksfront den Kampf zur Vernichtung Israels nicht als religiösen oder nationalen Kampf, sondern als Teil der breiteren Revolustion gegen den "westlichen Imperialismus". Die Volksfront sieht in der Eliminierung des Staates Israel ein Mittel, um den Imperialismus im Nahen Osten zu beseitigen und die arabischen Regierungen zu stürzen, welche nach ihrer Auffassung bourgeoise und diktatorische Regierungen sind, die sich vor dem westlichen Kapitalismus erniedrigen. Deshalb ist die Volksfront auch daran interessiert, konservative monarchische Regierungen wie in Jordanien und Marokko zu stürzen.

Zu Beginn ihres Weges widersetzte sich die Volksfront jeglicher Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts, der zur Bildung zweier Staaten zwischen dem Mittelmeer und Jordanien führen sollte. Zu Beginn der Neunzigerjahre spaltete sie sich von der PLO ab und bildete zusammen mit anderen Organisationen die "Ablehnungsfront" - palästinensische Terrorirganisationen, die sich den Oslo-Abkommen widersetzten. In den letzten Jahren wurden die Positionen der Organisation weniger extrem, und sie anerkannte das Zwei-Staaten-Prinzip und die Möglichkeit von Verhandlungen; sie hält aber immer noch an ihrem Widerstand gegen die Oslo-Abkommen fest und ist nicht bereit, auf das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge zu verzichten.

Auf taktischer Ebene bekennt sich die Volksfront zu spektakulären Terroraktionen, die die Aufmerksamkeit der Medien erregen und die Meinung der weltweiten Öffentlichkeit auf das palästinensische Problem hinlenken, wie beispielsweise Flugzeugentführungen sowie Attentate an zentralen Orten und Veranstaltungen.

Geschichte

Im Laufe des Jahres 1968 spaltete sich von der Organisation eine Gruppe ab, welche die Demokratische Front zur Befreiung Palästinas unter der Führung von Nayef Hawatmeh ab. 1969 spaltete sich von der Organisation eine weitere Gruppe ab und gründete die PFLP-GC (Volksfront zur Befreiung Palästinas - Generalkommando) unter der Führung von Ahmad Dschibril.

Seit 1971 ist in der Organisation ein Prozess der Mäßigung zu erkennen, der zur Abspaltung der Vertreter einer harten Linie führte. Trotzdem erklärte sich die Organisation nicht bereit, Israel anzuerkennen, und trennte sich von der PLO nach Annahme ihres "Stufenprogramms" im Juli 1974. Mit Vertretern anderer Organisationen bildete sie die "Ablehnungsfront". Ende der 80er Jahre kehrte die Organisation in die Reihen der PLO zurück. Im Laufe der 90er Jahre mäßigten sich die Positionen der Organisation etwas. Die Volksfront stellte sich gegen die Oslo-Abkommen und übte Kritik an der Palästinenserführung. Nach der Unterzeichnung der Abkommen trennte sich die Volksfront ein weiteres Mal von der PLO, rehabilitierte jedoch später ihre Beziehungen mit Arafat 1999 und kehrte in die Reihen der PLO zurück.

Im Mai 2000 trat Habash von seinem Amt als Generalsekretär aus gesundheitlichen Gründen zurück und wurde von Abu Ali Mustafa abgelöst. Mustafa, der Terroraktionen im Rahmen der zweiten Intifada organisierte, wurde am 21. August 2001 durch gezielte Tötung in Ramalla eliminiert und durch Ahmad Saadat abgelöst. Nach Mustafa ist der militärische Arm der Volksfront benannt - "Abu-Ali-Mustafa-Regimente". Als Rache für die Eliminierung von Mustafa leitete der neue Generalsekretär eine Einheit der Organisation bei der Ausübung eines Attentats auf den Tourismusminister Rehavam Zeevi (17. Oktober 2001). Infolge israelischen und internationalen Drucks wurden Saadat und die Mörder von Zeevi durch die Palästinenserführung verhaftet und in Jerocho unter internationale Haft gestellt. Infolge der gelockerten Bewachung von Saadat und der Absicht der Palästinenserführung unter Leitung der Hamas, ihn zu befreien, verließen die internationalen Aufseher das Gefängnis, in dem er eingesperrt war, am 14. März 2006. Einige Minuten, nachdem die Aufseher das Gefüngnis in Jericho verlassen ahtten, verhängte Zahal eine Sperre über den Ort und begann ihn mit Baumaschinen zu zerstören. Diese Aktion wird "Besuchsaktion" genannt. Einige Stunden später ergab sich Saadat mit den übrigen Mitgliedern der Einheit, die Rehavam Zeevi ermordet hatten. Die Männer der Volksfront wurden verhaftet und in israelische Gefängnisse überbracht, dort wurden sie durch den Schin Bet (israelischen Geheimdienst) verhört. Als Reaktion auf diese Aktion entführten Terroristen der Organisation 14-17 ausländische Bürger in den besetzten Gebieten, doch nach Ablauf eines Tages befreiten sie sie alle.

Mit Ausnahme von Saadat befindet sich die politische Führung der Volksfront in den besetzten Gebieten und in Syrien. Eine relativ kleine Aktionsbasis in den besetzten Gebieten ("Abu-Ali-Mustafa-Regimente"), hauptsächlich eine terroristische Aktion der Organisation in den Jahren seit der Verhaftung von Ahmad Saadat, ist die Absendung von Kassam-Raketen aus dem Gazastreifen.

Bildlegenden (von oben nach unten):

Liste der Attentate der Volksfront

...

Weblinks

Übersetzung: Amurtiger 19:15, 29. Mär. 2008 (CET), der einige Links nach freiem Ermessen eingefügt hat

Eine Frage ergab sich beim ersten Durchlesen für mich: Wer oder was ist "Zahal"? -- Ben-Oni 15:18, 30. Mär. 2008 (CEST)
Zahal, die israelische Armee. --Amurtiger 19:20, 30. Mär. 2008 (CEST)
Mein Eindruck: Die hebräische Version ergötzt sich mehr an Details der Aktionen zur Inhaftierung des alten Anführers, ansonsten scheint er mir erstaunlich wenig Schlagseite zu haben. Ganz erfreulich finde ich die genauere Erörterung der politischen Position und Ziele der Gruppierung, insbesondere, dass die nationalistische Komponente nicht ausgeblendet wird aber auch dass auf die Gegnerschaft gegenüber anderen (islamischen) Staaten der Region eingegangen wird. Natürlich wäre das noch jeweils durch Einzelnachweise zu belegen. -- Ben-Oni 01:35, 31. Mär. 2008 (CEST)

Änderungen von Orientalist

Zunächst ist es mir eine außerordentliche Ehre und Freude, Orientalist in den Niederungen der aktuellen Politik begrüße zu dürfen - normalerweise beschränken sich seine Beträge auf das 1. und 2. muslimische Jahrhundert. Wir wären ihm auch zu großem Dank verpflichtet, wenn er uns die arabische PFLP-Webseite übersetzen könnte. Falls er dazu keine Zeit oder Lust hat, kann ich mich auch an einen arabischen Kollegen - professionellen Übersetzer - wenden. Oder soll ich mich bei Arne List erkundigen? --Amurtiger 13:43, 31. Mär. 2008 (CEST)

Alfilein: der Abschnitt "Ideologie" hat keine Quellen. Keine einzige Fußnote dazu. Um mehr geht es bei mir nicht. Ich bin nicht der Kanalarbeiter für pol. Seiten, um dort irgendwelche Terroristenseiten zu übersetzen. Und unterlaß, bitte, die persönlichen Aspekte in Deinen zukünftigen Beiträgen! Schon deshalb [1] - und auch sonst.--Orientalist 13:53, 31. Mär. 2008 (CEST)

Wie wärs als Beleg mit dem, bereits für anderes als Beleg verwendeten, Text aus "trend"? Da ist insbesondere Kapitel 4.1 ganz gut geeignet. Aber auch die Einleitung mit Auch wenn im Nahen Osten von "linken" Gruppierungen die Rede ist kann dies nicht geschehen ohne das Wort "links" in diesem Kontext zu sehen und es vom Europäischen Begriff von "links" abzugrenzen. Im arabischen Kontext - insbesondere in Palästina und unter den ExilpalästinenserInnen sind progressive gesellschaftspolitische Vorstellungen und Antikapitalismus beinahe ausnahmslos mit Nationalismus und Panarabismus verbunden. untersteicht die nationalistische Komponente. (Turns out, dass anscheinend nicht primär die verwendete Quelle, sondern eher ihre Verwendung einseitig war... Die Auswertung zusätzlicher Quellen wäre im Sinne von Wikipedia:Meinungspluralismus dennoch weiterhin wünschenswert.) -- Ben-Oni 14:26, 31. Mär. 2008 (CEST)