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Synagoge (Mannheim)

Die Mannheimer Synagoge ist der Nachfolgebau früherer Synagogen in Mannheim. Bis zu den Novemberpogromen 1938 gab es in den Mannheimer Quadraten die Hauptsynagoge in F2, die Lemle-Moses-Klaussynagoge der Orthodoxen in F1 und eine Synagoge im Stadtteil Feudenheim.

Sie wurde in den Jahren 1985 bis 1987 als neues Gemeindezentrum im Quadrat F3 erbaut und beinhaltet ein Gemeindezentrum mit Festsaal, Mikwe, koscheren Küchen, Clubraum, Kindergarten, Schulraum, Gemeindebüros, Bibliothek, Sitzungszimmer und Wohnungen.

Die jüdische Gemeinde in Mannheim hat (2005) nur 600 Mitglieder, eine Zahl, die erheblich unter der Zahl vor der Shoa liegt. Sie bietet wieder ein reges kulturelles Programm, das auch Nichtjuden offen steht. Dementsprechend lautet auch eine der beiden hebräischen Portalinschriften auf deutsch: „Mein Haus wird ein Haus des Gebetes für alle Völker sein“.

Architektur

Das Gebäude ist von den vier gläsernen Außenwänden und der zentralen Kuppel bestimmt. Damit unterscheidet es sich von der jüdischen Bautradition in Deutschland und lehnt sich an die Jerusalemer Tradition und den Vorgängerbauten mit zentralen Kuppelbauten an. Der Grundriss der Synagoge hat die Form eines Quadrats mit einem Almemor, dem erhöhten Platz in der Mitte zum Vorlesen aus der Tora.

Siehe auch

Koordinaten: 49° 29′ 22" n. Br., 8° 27′ 54" ö. L.