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Heinrich Czerkus

Heinrich Czerkus (* 27. Oktober 1894, Ort nicht bekannt; † Ende März/Anfang April 1945 in Dortmund) war Kommunist und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Der gelernte Schlosser Heinrich Czerkus war bereits in der Weimarer Republik in der KPD tätig und wurde 1933 für die Partei in den Dortmunder Stadtrat gewählt. Beruflich arbeitete er für den heutigen Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund als Vereinswart auf dem damaligen zentralen Vereinssportplatz Weiße Wiese, bis dieser durch das Stadion Rote Erde 1937 abgelöst wurde.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten fertigte und verteilte Heinrich Czerkus illegale Schriften des kommunistischen Widerstands. Diese konnte er teilweise sogar auf der Vervielfältigungsmaschine von Borussia Dortmund herstellen. Bis kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges entging Helmut Czerkus den Versuchen der Gestapo, seiner habhaft zu werden.

Heinrich Czerkus wurde dann im Rahmen einer Verhaftungswelle, die sich 1945 gegen Widerstandskämpfer, Zwangsarbeiter und Deserteure richtete, von der Gestapo festgenommen. Zwischen dem 7. März und dem 12. April 1945 ermordete die Gestapo ihn und rund 300 andere Widerstandskämpfer, Deserteure und Zwangsarbeiter im Rahmen der Karfreitagsmorde. Die Opfer wurden in den letzten Kriegswochen in einem Auffanglager auf dem Gelände des Hörder Bergwerks- und Hütten-Vereins interniert und anschließend im Rombergpark, auf dem Eisenbahngelände zwischen Hörde und Berghofen und in der Bittermark ermordet.

Erinnerung

In Erinnerung und zur Ehrung fand in Dortmund am 21. März 2008 der vierte „Heinrich-Czerkus-Gedächtnislauf“ der Naturfreunde Dortmund statt. Dieser begann um 12:45 Uhr am Stadion Rote Erde und endete gegen 15 Uhr am Denkmal Bittermark.

Siehe auch

Literatur

Personendaten
Czerkus, Heinrich
Widerstandskämpfer gegen den NS
27. Oktober 1894
zwischen 7. März 1945 und 12. April 1945
Dortmund