Heim

Fred Othon Aristidès

Fred Othon Aristidès (* 5. März 1931 in Paris), bekannt als Fred, ist ein französischer Comiczeichner, der vor allem durch seine Serie Philémon bekannt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

Als Sohn griechischer Immigranten begann er seine Karriere mit einen Cartoon, den er 1954 in dem Magazin Zéro veröffentlichen konnte. In den folgenden Jahren wurden seine Zeichnungen in verschiedenen französischen und internationalen Magazinen gedruckt, darunter France Dimanche, Punch and The New Yorker. 1960 gründete er gemeinsam mit Georges Bernier und François Cavanna das satirische Monatsblatt Hara-Kiri. Als künstlerischer Leiter gestaltete er die ersten 60 Titelblätter des Magazins und zeichnete verschiedene Strips, darunter auch Le Petit cirque, das er später wieder aufgriff. Daneben arbeitete er auch als Szenarist für andere Zeichner wie Jean-Claude Mézières, Georges Pichard, and Alexis.

1965 verließ er das Magazin und widmete sich seiner eigenen Serie Philémon. Die märchenhafte Erzählweise führt er 1973 mit Le Petit Cirque, Geschichten aus einem Wanderzirkus, weiter.

Benoît Peeters widmete Freds Bilderwelt 2004 eine Folge seiner Dokumentationsreihe für den Fernsehsender ARTE [1] und beschreibt sie als ein eigenes Universum, in das er seine Leser entführt.[2]

Philémon

Freds Serie Philémon startete 1965 mit einer 15-seitigen Geschichte, die er für Spirou schrieb. Die fantastisch-realistische Serie traf nicht den Geschmack des Magazins und wurde abgelehnt. René Goscinny wollte sie in Pilote veröffentlichen. Das Angebot nahm Fred unter der Bedingung an, dass er weiterhin selbst die Zeichnungen anfertigen konnte. Die erste Folge, Le mystère de la clairière des trois hiboux, erschien im Pilote Nr. 300. Das letzte von insgesamt 15 auf die Magazinveröffentlichungen folgenden Alben wurde 1987 veröffentlicht.

Philémon ist ein Jugendlicher, der durch ein Portal eine Parallelwelt erreichen kann, in der er in unterschiedliche Abenteuer verstrickt wird. In dieser Welt existieren Inseln, die aus Buchstaben geformt sind, und fantastische Lebewesen wie Papiertiger und ein wildes Klavier. Aber auch die Mona Lisa und Don Quichote, der auf einem Fisch reitend ein Schiff angreift, das er für eine Windmühle hält, werden in die Geschichten eingebunden.[3]

Auszeichnungen

1980 erhielt er den Grand Prix de la Ville d'Angoulême auf dem Internationalen Comicfestival in Angoulême. L'Histoire du Corbac aux baskets wurde auf dem Festival 1994 mit dem Prix du meilleur album ausgezeichnet.

Werke

Einzelnachweise

  1. Fred - Zeichnen was keiner sieht (arte.tv).
  2. Interview mit Benoît Peeters auf arte.tv.
  3. Thierry Groensteen (Hrsg.): Asterix, Barbarella & Co. Geschichte des Comic im französischen Sprachraum. Somogy Editions D’Art 2000, S. 182.
Personendaten
Aristidès, Fred Othon
Fred
französischer Comiczeichner
5. März 1931
Paris