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Choresmier (Volk)

Ein antikes iranisches Volk in Zentralasien, im nach ihnen benannten Gebiet Choresmien, eine ehemalige Satrapie des Perserreichs. Die Choresmier (auch Chwarismier oder Khwarizmier) gehörten zu den ostiranischen Völkern und sprachen eine, mit dem Baktrischen eng verwandte, ostiranische Sprache. (siehe auch: Choresmische Sprache)

Geschichte

Die Choresmier siedelten im Zuge der Völkerwanderung der Indoiraner in Zentralasien. Ihre Selbstbezeichnung war, wie bei allen iranischen Völkern der Antike, Arier. Sie waren eng verwandt mit den benachbarten Sogdiern und Baktriern.

Die Choresmier unterstanden sehr lange dem persischen Weltreich, wurden dann von Alexander und die Makedonen besiegt und erobert.

Danach gab es viele kleinere Fürstentümer der Choresmier, bevor diese von den Arabern zum Islam bekehrt wurden. Nach der Islamisierung vermischte sich das Volk mit anderen iranischen Völkern der Region. Die choresmische Sprache war noch bis zum Einfall der Mongolen in Gebrauch, bevor sie langsam aus der Geschichte erlosch. An ihre Stelle trat die persische Sprache.

Die heutigen Tadschiken gelten u.a. als Nachkommen der Choresmier.

Bekannte Choresmier waren:

Siehe auch