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Geballte Ladung

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Eine Beschreibung des Films mit Jean-Claude Van Damme findet sich unter Geballte Ladung – Double Impact.

Als geballte Ladung bezeichnete man seit dem Ersten Weltkrieg ein Hilfsmittel zur Panzerbekämpfung.

Konstruktion

Im zivilen Einsatzbereich meint eine geballte Ladung i.d.R. eine Sprengung, bei der der Sprengstoff (anders als im Steinbruch) ohne ein Bohrloch am Sprengobjekt außen angebracht wird und eine punktförmige Wirkung erzielen soll. Da der Sprenstoff offen liegt, bzw. nur durch losen Besatz verdämmt wird, wird ein Vielfaches der Lademenge benötigt, die für dieselbe Sprengung in einem Bohrloch benötigt würde. Diese Sprengmethode wird daher meist nur behelfsmäßig verwandt, z.B. beim Knäpper-Sprengen (große Blöcke im Steinbruch, die bei einer Sprengung unerwünscht entstanden sind), oder beim Sprengen von Bäumen (Windwurf der unter Spannung steht), etc.

Im militärischen Bereich bildete man eine geballte Ladung durch Aneinanderbinden mehrerer Handgranaten an ihren Töpfen, um eine gleichzeitige Detonation zu bewirken. Mit der so verstärkten Sprengkraft konnten schwächere Panzerungen oder Mauern durchschlagen werden. Dieses Behelfsmittel wurde auch noch im zweiten Weltkrieg gegen schwach gepanzerte Fahrzeuge eingesetzt.

vgl. auch Sprengtechnik, Anwendungsgebiete und Verfahren, 2 Auflage 1993, ISBN 3-342-00653-6, S. 107

Übertragene Wortbedeutungen

Im Zweiten Weltkrieg gab es auch eine Unterhaltungsbroschüre für die Wehrmacht mit dem Titel Geballte Ladung mit Proben von politisch gebilligtem "Front-" und "Landser-Humor".

Der Ausdruck "Geballte Ladung" hat sich als umgangssprachlicher Begriff für eine Anhäufung von schlechten Nachrichten, Vorwürfen, Schlägen oder Vergleichbarem gehalten.