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Themar

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 50° 30′ N, 10° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Hildburghausen
Höhe: 330 m ü. NN
Fläche: 20,19 km²
Einwohner: 3098 (31. Dez. 2006)[1]
Bevölkerungsdichte: 153 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98660
Vorwahl: 036873
Kfz-Kennzeichen: HBN
Gemeindeschlüssel: 16 0 69 051
Stadtgliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 1
98660 Themar
Webpräsenz:
www.themar.de
Bürgermeister: Hubert Böse (CDU)
Lage der Stadt Themar im Landkreis Hildburghausen

Themar ist eine Kleinstadt im Süden Thüringens am Oberlauf der Werra, im Vorland des Thüringer Waldes.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind (im Uhrzeigersinn) Henfstädt, Oberstadt, Grub, Lengfeld, Kloster Veßra, Grimmelshausen und Beinerstadt im Landkreis Hildburghausen sowie Grabfeld und Leutersdorf im Landkreis Schmalkalden-Meiningen.

Stadtgliederung

Zur Stadt gehören die Ortsteile Wachenbrunn und Tachbach.

Geschichte

Hennebergisches Fachwerkhaus mit Gedenktafel für Schultes

Der Ort wurde im Jahre 796 als Tagamari erstmals erwähnt. 1317 wurden im die Stadtrechte verliehen. Im Dreißigjährigen Krieg (1634) wurde Themar von den Kroaten fast völlig zerstört. Ursprünglich im Besitz der Henneberger, kam die Stadt 1660 an Sachsen-Altenburg, das 1672 in Sachsen-Gothaischen Besitz überging. Nach der Teilung von 1680 kam sie an Sachsen-Römhild. Nach dem Aussterben dieser Linie 1710 wurde die Stadt zwischen Sachsen-Gotha und Sachsen-Coburg-Saalfeld aufgeteilt. 1826 fiel sie letztendlich an Sachsen-Meiningen, das 1920 im Land Thüringen aufging.

Während des Zweiten Weltkrieges mussten seit 1940 800 Kriegsgefangene aus den von Deutschland besetzten Ländern sowie Frauen und Männer vorwiegend aus der Sowjetunion und Polen Zwangsarbeit verrichten: im Kalkwerk, in den Holzfabriken August Möller, Wilhelm Stockmar, Julius Wilhelm, Alexander Schwarz, Greifzu & Co. und in der Ziegelei Julius Härter.[2]

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1994 31. Dezember):

1780 bis 1933

  • 1780: 1050
  • 1833: 1367
  • 1885: 1782
  • 1905: 2756
  • 1910: 2960
  • 1933: 2935

1939 bis 1998

  • 1939: 3218
  • 1994: 3500
  • 1995: 3428
  • 1996: 3410
  • 1997: 3385
  • 1998: 3365

1999 bis 2004

  • 1999: 3289
  • 2000: 3279
  • 2001: 3241
  • 2002: 3169
  • 2003: 3126
  • 2004: 3113
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik

Die Stadt besitzt den Status einer kreisangehörigen Gemeinde.

Stadtrat

Der Rat der Stadt besteht aus 16 Ratsfrauen und Ratsherren.

(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)

Wappen

Blasonierung: „In Silber eine rote hohe Zinnenmauer mit sieben verschiedengestaltigen Türmen dahinter, an der Torstelle ein gevierter goldener Schild, im 1. und 4. Feld auf grünem Dreiberg eine schwarze Henne; das 2. und 3. Feld geteilt: oben ein wachsender schwarzer Doppeladler, unten geschacht von Silber und Rot.“

Das älteste Siegel aus dem 15. Jahrhundert enthält bereits eine siebentürmige Mauer, deren Torstelle mit dem gevierten Hennebergischen Wappenschild belegt ist. Die Henne auf dem Dreiberg ist das Familienwappen der Hennberger, der Doppeladler über dem geschachten Feld charakterisiert diese als Reichsvögte und Burggrafen von Würzburg.

Städtepartnerschaften

Themar unterhält eine Partnerschaft mit Gerbrunn im Landkreis Würzburg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Bahnhof Themar

Themar ist als Unterzentrum eingestuft.

Verkehr

Die Stadt hat einen Bahnhof an der Werrabahn Eisenach - Meiningen - Sonneberg - Coburg und liegt an der B 89. Themar ist Ausgangspunkt der Eisenbahnstrecke nach Schleusingen, von wo aus die Rennsteigbahn weiter nach Schmiedefeld am Rennsteig - Bahnhof Rennsteig - Ilmenau führt, welche heute lediglich noch im Museumsbetrieb befahren wird.

In der Nähe des Ortsteils Wachenbrunn befindet sich eine große Sendeanlage für Mittelwellenrundfunk, die u.a. zur Verbreitung des Programms der Stimme Russlands dient.

Sonstiges

2001 wurde in Themar der Film Venus und Mars gedreht, u. a. mit Lynn Redgrave, Michael Weatherly und Hella von Sinnen.

Persönlichkeiten

Siehe auch

Quellen

  1. Einwohnerzahlen
  2. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 133, ISBN 3-88864-343-0