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Lehrpfad

Ein Lehrpfad, auch Lernpfad, ist ein ausgebauter Wanderweg, der entlang von naturwissenschaftlich oder kulturell bemerkenswerten Objekten stationsartig durch die Landschaft führt. Er kann zum Beispiel Wissen über Flora und Fauna, Geologie, Ökologie und Kulturgeschichte vermitteln.

Zur besseren Anschauung der mit diesen Objekten in Zusammenhang stehenden Fakten sind an den Stationen – abhängig vom jeweiligen Thema – Schautafeln, Hinweis- und Erläuterungsschilder, Bilddarstellungen, Karten, Pläne, Schaukästen, Modelle, Dia-, Ton- oder Multimediawiedergabegeräte, Einrichtungen zum Experimentieren erarbeitet und aufgestellt.

Lehrpfade mit thematisch stark eingegrenztem Inhalt werden – unter anderem in Abhängigkeit vom regionalen oder landesüblichen Sprachgebrauch – auch „Themenwege“ oder „Themenpfade“ genannt. Der Sinn eines Lehrpfades besteht in der Wissensvermittlung und -erweiterung, verbunden mit Naturerlebnis, Erholung und der Stärkung des Umweltbewusstseins. Oft bieten die Stationen phantasievolle und interaktive Möglichkeiten zur Naturerfahrung. Gelegentlich werden auch geführte Touren mit fachkundigen Führern angeboten.

1957 wurde der erste Waldlehrpfad von dem Lehrer Rupprecht Bayer mit seinen Schülern angelegt [1], die aus ihrer Zwergschule in Ober-Schönmattenwag (Odenwald), wo sie nur ein Klassenzimmer hatten, lieber nach draußen gingen.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Geo-Naturpark bergstraße Odenwald