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Diner

Dieser Artikel beschreibt die US-Amerikanischen Speisebetriebe namens Diner. Für die späte Tagesmahlzeit (französisch diner) siehe Abendessen. Für den Autor dieses Namens siehe Dan Diner

Ein Diner ist ein typisches nordamerikanisches Restaurantgebäude, das aus einer vorgefertigten Einheit besteht und vor allem in New Jersey und den nordöstlichen USA vorkommt. Vielen Amerikanern gelten Diner als nostalgisches Popkulturerbe.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Diner entwickelten sich aus mobilen Imbissbuden. Wie diese erlaubte auch ein Diner die schnelle Errichtung eines Bewirtungsbetriebes mit vorhandener Ausstattung. Die ersten vorhandenen Dinerwagen mit Sitzen erschienen im späten 19. Jahrhundert und bedienten geschäftige Innenstadtbereiche, ohne dass dafür der teure Erwerb eines Gebäudes notwendig war. Bis zur großen Depression waren die meisten Diner-Hersteller und ihre Kunden im Nordosten der USA angesiedelt. Mit der steigenden Verbreitung des Automobils stieg der Anteil der fest errichteten Dinergebäude.

Unter der wirtschaftlichen Depression litt auch das Dinergewerbe. Nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Wirtschaft zur zivilen Produktion zurückkehrte und die Vorstädte wuchsen, galten Diner als günstige Möglichkeit zur Errichtung eines Kleingewerbes. In dieser Zeit entstanden auch im Mittleren Westen zahlreiche Diner. Ab den 70er Jahren wurden die Diner jedoch zunehmend von Fast-Food-Ketten wie McDonald’s, Burger King, Wendy’s und Kentucky Fried Chicken verdrängt. Einige Fast Food Betriebe wie Dairy Queen sind eine Mixtur aus Dinern alten Stils und modernen Schnellrestaurants.

Architektur

Diner sind üblicherweise schmal und länglich geformt, was den Straßentransport zum Restaurantstandort ermöglichte. Der Innenbereich wird von der Bedienungstheke dominiert, mit einem Zubereitungsbereich entlang der hinteren Wand und hohen Stühlen für die Kunden an der Vorderseite. Die Dekorationsgewohnheiten änderten sich mit der Zeit. Die Diner der 20er bis 40er Jahre zeigten Art-Déco-Elemente oder kopierten das Interieur von Speisewaggons der Eisenbahnen (tatsächlich dienten vereinzelt auch ausgediente Eisenbahnwaggons als Diner). In den 50er Jahren dominierten rostfreier Edelstahl, Glasblöcke und Neonlicht das Innere. Moderne Diner sind eher wie normale Restaurants gestaltet, mit einigen Reminiszenzen an die traditionelle Diner-Architektur (üblicherweise Edelstahl- und Art-Déco-Elemente).

Kulturelle Bedeutung

In Fernseh- und Kinoproduktionen stehen Diner für die Periode des Wachstums und Optimismus im Amerika der 50er Jahre. Sie werden als Ort verwendet, an welchem sich Jugendliche nach der Schule treffen und als wichtiger Bestandteil eines Rendezvous. Der kulturelle Einfluss der Diner wirkt bis heute fort. Viele Restaurants (einschließlich Ketten wie Denny’s) haben das Aussehen der Diner aus den 50er Jahren übernommen, während die Häuser der Waffle-House-Kette die architektonische Innenstruktur der Diners kopierten.

Diners sind, ähnlich wie die Fast-Food-Ketten, Orte mit Wiedererkennungswert, die zum Essen und als Treffpunkt dienen. Das Speisen und die Preise sind üblicherweise (besonders innerhalb einer Region) recht einheitlich, abgesehen von Gebieten mit großer Immigrantenpopulation, in welchen oft ausländische Küche geboten wird. Diner sind oft 24 Stunden lang geöffnet, besonders in den Städten, was sie zu einem festen Bestandteil der Stadtkultur macht.

Dies und Das

In Teilen der Staaten New York, Ohio und Pennsylvania werden Diner häufig Dinor geschrieben. Dies betrifft einen Bereich mit etwa 50 Meilen Radius um Erie, Pennsylvania. Bisher gibt es keinen wissenschaftlichen Konsens über die Entstehung der abweichenden Schreibweise.

Literatur