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Quaden

Die Quaden waren ein suebischer Volksstamm der Germanen. Sie wurden 21 v. Chr. erstmals an der March bezeugt. Ihr Siedlungsgebiet erstreckte sich später über die westliche Slowakei. Ihr erster namentlich bekannter König hieß Vannius (19-50 n. Chr.), er war gleichzeitig auch König der Markomannen. Seine Nachfolger wurden seine Neffen Sido und Vangio. Kaiser Antoninus Pius setzte bei den Quaden um die Mitte des 2. Jahrhunderts einen romfreundlichen König ein (Münzprägungen "rex Quadis datus"), um auf diese Weise Einfluss auszuüben. Dennoch waren sie in den Markomannenkriegen (166-180) wichtige Verbündete der Markomannen.

Im 4. Jahrhundert wurden die Quaden zusammen mit den Sarmaten erwähnt und wurden von den Römern mehrmals besiegt (siehe auch Valentinian I.). Danach zunächst unter hunnischer Herrschaft, besiegten die Quaden die Hunnen in der Schlacht am Nedao 454. Man nimmt an, dass sie größtenteils in den Langobarden aufgegangen sind. Ein Teil der Quaden war im 5. Jahrhundert als Donausueben bekannt und ging in den Alamannen auf. Auch die Sueben in Portugal dürften Reste der Quaden aufgenommen haben.

Könige der Quaden

Literatur