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Bad Schlema

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 50° 37′ N, 12° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Aue-Schwarzenberg
Höhe: 357 m ü. NN
Fläche: 15,53 km²
Einwohner: 5451 (31. Dez. 2006)[1]
Bevölkerungsdichte: 351 Einwohner je km²
Postleitzahl: 08301
Vorwahl: 03772
Kfz-Kennzeichen: ASZ
Gemeindeschlüssel: 14 1 91 270
Adresse der Gemeindeverwaltung: Joliot-Curie-Str. 13
08301 Bad Schlema
Webpräsenz:
www.kurort-schlema.de
Bürgermeister: Jens Müller (parteilos)
Lage der Gemeinde Bad Schlema im Landkreis Aue-Schwarzenberg

Bad Schlema ist eine Gemeinde im Landkreis Aue-Schwarzenberg des Freistaats Sachsen in Deutschland und gehört zum Städtebund Silberberg. Durch sie führt die Silberstraße. Der Ort entwickelt den Tourismus insbesondere im Erholungs- und Gesundheitsbereich.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Ortsteile sind Oberschlema, Niederschlema und Wildbach.


Geschichte

Das heutige Bad Schlema setzt sich aus den ursprünglich selbstständigen Gemeinden Niederschlema und Oberschlema zusammen. Diese Zusammenlegung erfolgte erst 1958. Seit 1994 gehört auch die Gemeinde Wildbach zum Kommunalverband.

Beide etwa 800 Jahre alten Schlematalgemeinden wurden durch den jahrhundertelangen Bergbau auf Eisen, Kupfer, Silber und Uran bekannt. In der Zeit der Industrialisierung waren die Niederschlemaer Fabriken von Toelle, Ehrler, Leonhardt, Rostosky und Philipp und die Oberschlemaer Unternehmen von Wilisch, Leonhardt, Kenzler und Müller deutschlandweit ein Begriff. Nach der Entdeckung der Herstellung der blauen Farbe aus Cobalt durch Christoph Schürer entstand in Oberschlema mit 42 Gebäuden das größte Blaufarbenwerk der Welt. Als in den Jahren 1908 bis 1912 im Oberschlemaer Marx-Semmler-Stollen starke Radonquellen erschlossen werden konnten, entwickelte sich nach 1918 rasch das stärkste Radiumbad der Welt. Nur 10 Jahre nach seiner Gründung gehörte es zu den bedeutendsten deutschen Kurorten (1943 - über 17 000 Kurgäste). Mit der Aufnahme des Uranbergbaus der sowjetischen Besatzungsmacht nach 1946 wurden das Bad und der Ort Oberschlema ab 1952 völlig vernichtet. Bis 1990 förderte die SDAG Wismut fast 80 000 t reines Uran aus dem Schlema- und angrenzenden Muldetal.

Nach dem Ende des Bergbaus organisierte der Schlemaer Bürgermeister Konrad Barth die Wiederbelebung als Kurort, die 1998 mit der Eröffnung des neuen Kurhauses Wirklichkeit werden konnte. Die neu erschlossenen Radonquellen ermöglichen einen großzügigen Badebetrieb, den täglich 1 200 Gäste im Gesundheitsbad "Actinon" nutzen.

Am 18. Januar 2005 verlieh die sächsische Staatsregierung dem Kurort Schlema das Prädikat Bad, nachdem er bereits seit dem 29. Oktober 2004 anerkanntes Radonheilbad war. Der Ort ist der erste, dem diese Bezeichnung nach 1990 zuerkannt wurde.

Einwohnerentwicklung

Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres mit Gebietsstand Januar 2007:

1982 bis 1988

1989 bis 1995

1996 bis 2002

2003 bis 2006

Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Politik

Ortspartnerschaften

Bad Schlema unterhält eine Partnerschaft mit Rechberghausen in Baden-Württemberg.

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