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Landkreis Kelheim

Der Landkreis Kelheim ist der westlichste Landkreis des bayerischen Regierungsbezirks Niederbayern. Nachbarlandkreise sind im Norden und Osten der Landkreis Regensburg, im Südosten der Landkreis Landshut, im Süden der Landkreis Freising, im Westen die Landkreise Pfaffenhofen an der Ilm und Eichstätt und im Nordwesten der Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Das Kreisgebiet Kelheim wird von Südwesten nach Nordosten von der Donau durchflossen. Sie teilt es in zwei unterschiedlich große Teile. Der kleinere nördliche Teil, links der Donau, wird als Altmühlalb bezeichnet, benannt nach der Altmühl, die im Nordwesten das Kreisgebiet erreicht und dann in südöstlicher Richtung fließt, um bei Kelheim in die Donau zu münden. Die Altmühl ist im gesamten Kreisgebiet kanalisiert und damit Teil des Main-Donau-Kanals, über den die Schiffe bei Kelheim in die Donau einfahren können. Der südliche Teil des Kreisgebiets, rechts der Donau, ist die Hügellandschaft der Hallertau, die vor allem landwirtschaftlich genutzt wird.

Geschichte

Auf dem Gebiet des heutigen Landkreises Kelheim wurden 1803 die Landgerichte Abensberg, Kelheim und Riedenburg gebildet. Die beiden ersten gehörten zum Regenkreis, das Landgericht Riedenburg zunächst zum Altmühlkreis, ab 1810 ebenfalls zum Regenkreis. 1838 kamen die Landgerichte Abensberg und Kelheim zu Niederbayern, das bis dahin Unterdonaukreis hieß. Riedenburg verblieb beim Regenkreis, der dann als Oberpfalz bezeichnet wurde. 1854 gab das Landgericht Kelheim einige Gemeinden an die Gerichte Stadtamhof und Regensburg (beide Oberpfalz) ab. 1857 wurde aus 17 Gemeinden des Landgerichts Abensberg sowie einigen Gemeinden der benachbarten Landgerichte Moosburg und Pfaffenhofen ein eigenes Landgericht Mainburg gebildet. Dieses bildete 1862 mit dem 1838 eingerichteten Landgericht Rottenburg an der Laaber das Bezirksamt Rottenburg an der Laaber. Das Landgericht Riedenburg kam zum Bezirk Hemau. Die beiden Landgerichte Abensberg und Kelheim bildeten fortan das Bezirksamt Kelheim. 1879 wurde das Gebiet um Riedenburg dem Bezirksamt Beilngries zugeteilt. 1901 wurde das Gebiet um Mainburg aus dem Bezirksamt Rottenburg an der Laaber herausgelöst und ein eigenes Bezirksamt Mainburg errichtet. 1908 wurde schließlich auch in Riedenburg ein eigenes Bezirksamt gebildet. Aus den vier Bezirken wurden 1939 die Landkreise Kelheim, Mainburg, Riedenburg und Rottenburg an der Laaber.

Im Rahmen der bayerischen Landkreisreform 1972 wurde der heutige Landkreis Kelheim gebildet. Dem bisherigen Landkreis Kelheim wurden der Großteil des Landkreises Mainburg und der nördliche Teil des Landkreis Rottenburg an der Laaber sowie einige Gemeinden des Landkreises Riedenburg zugeordnet. Einige wenige Gemeinden des Landkreises Mainburg wurde auf die Landkreise Landshut, Freising und Pfaffenhofen verteilt. Der südliche Teil des Landkreises Rottenburg an der Laaber kam zum vergrößerten Landkreis Landshut, zwei kamen zum Landkreis Regensburg. Der nördliche Teil des Landkreises Riedenburg kam zu den Landkreisen Eichstätt und Neumarkt in der Oberpfalz.

Wappen

Unter einem Schildhaupt mit den bayerischen Rauten gespalten; vorne geteilt von Silber und Blau mit drei, zwei zu eins gestellten heraldischen Rosen in verwechselten Farben; hinten schräggeteilt von Silber und Schwarz.

Politik

Landräte

Kreistag

Der Kreistag besteht aus 60 Mitgliedern:

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Bayerische Staatsbahn eröffnete 1874 die dem Donautal folgende Strecke Regensburg–Ingolstadt, von der 1875 in Saal eine Stichbahn nach der Kreisstadt Kelheim abzweigte.

Aus der Nachbarschaft führten noch folgende Lokalbahnstrecken ins Kreisgebiet herein:

Alle diese Lokalbahnen und die Stichbahn nach Kelheim wurden für den Personenverkehr stillgelegt, sodass von den ursprünglich 79 Schienenkilometern nur noch 40 km mit Personenzügen befahren werden. Einige der Nebenstrecken werden jedoch auch heute (2006) noch für den Güterverkehr verwendet.

Die Zahlen in () beziehen sich auf die Streckenlänge im Kreisgebiet.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 31. Dezember 2006)

Städte

  1. Abensberg (14.532)
  2. Kelheim (15.656)
  3. Mainburg (13.882)
  4. Neustadt a.d.Donau (12.738)
  5. Riedenburg (5.689)

Märkte

  1. Bad Abbach (11.038)
  2. Essing (1.006)
  3. Langquaid (5.074)
  4. Painten (2.227)
  5. Rohr i.NB (3.296)
  6. Siegenburg (3.291)

Gemeinden

  1. Aiglsbach (1.647)
  2. Attenhofen (1.360)
  3. Biburg (1.199)
  4. Elsendorf (2.049)
  5. Hausen (2.039)
  6. Herrngiersdorf (1.186)
  7. Ihrlerstein (4.311)
  8. Kirchdorf (889)
  9. Saal a.d.Donau (5.484)
  10. Teugn (1.554)
  11. Train (1.775)
  12. Volkenschwand (1.616)
  13. Wildenberg (1.430)

Verwaltungsgemeinschaften

  1. Ihrlerstein
    (Markt Essing und Gemeinde Ihrlerstein)
  2. Langquaid
    (Markt Langquaid und Gemeinden Hausen und Herrngiersdorf)
  3. Mainburg
    (Gemeinden Aiglsbach, Attenhofen, Elsendorf und Volkenschwand)
  4. Saal a.d.Donau
    (Gemeinden Saal a.d.Donau und Teugn)
  5. Siegenburg
    (Markt Siegenburg und Gemeinden Biburg, Kirchdorf, Train und Wildenberg)


Gemeindefreie Gebiete (114,64 km²)

  1. Dürnbucher Forst (47,60 km²)
  2. Frauenforst (19,84 km²)
  3. Hacklberg (0,57 km²)
  4. Hienheimer Forst (23,54 km²)
  5. Paintner Forst (23,10 km²)