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C-Sharp

Der korrekte Titel dieses Artikels lautet „C#“. Diese Schreibweise ist aufgrund technischer Einschränkungen nicht möglich.
Dieser Artikel behandelt die Programmiersprache C#. In der Musik bezeichnet C# (bzw. C♯) den Ton Cis.
C#
Paradigmen: Objektorientierte Programmierung
Erscheinungsjahr: 2001
Entwickler: Microsoft
Aktuelle Version: 3.0  (2008)
Typisierung: stark
Einflüsse: C++, Delphi, SQL, Java, Modula-3, Visual Basic
Betriebssystem: alle mit kompatibler CLR, real nur Systeme ab Microsoft ME und Microsoft Windows 2000

C# (lies engl. c sharp, Aussprache [ˌsiːˈʃɑːp]) ist eine vom Softwarehersteller Microsoft im Rahmen seiner .NET-Strategie entwickelte Programmiersprache. C# ist bei ECMA und ISO als Standard registriert.

Inhaltsverzeichnis

Konzept

C# greift Konzepte der Programmiersprachen Java, C++, SQL, C sowie der Programmiersprache Delphi auf. C# zählt zu den objektorientierten Programmiersprachen und unterstützt sowohl die Entwicklung von sprachunabhängigen .NET-Komponenten als auch COM-Komponenten für den Gebrauch mit Win32-Applikationen.

Einige der Elemente von C++, die im Allgemeinen als unsicher gelten, wie beispielsweise Zeiger, werden in C# nur für sogenannten „unsicheren Code“ erlaubt, der in Zonen mit eingeschränkten Rechten (z. B. bei Programmen, die aus Webseiten heraus ausgeführt werden) ohne die Zuteilung erweiterter Rechte nicht ausgeführt wird.

Als .NET-Sprache verfügt auch C# über Sprachunterstützung für Attribute und Delegaten. Attribute erlauben es, Informationen über eine Klasse, ein Objekt, oder eine Methode zu speichern, die zur Laufzeit ausgewertet werden können. Man spricht hierbei auch von Metadaten. Ein Delegat kann auf Methoden einer Klasse verweisen. Das Konzept lässt sich mit Funktionszeigern vergleichen. Im Unterschied zu diesen enthalten Delegaten zusätzlich auch Verweise auf die zu den Methoden gehörenden Objekte. Ein Aufruf eines Delegaten ruft also Methoden auf, denen implizit ein Objektzeiger als Parameter übergeben wird. Außerdem müssen Delegaten typensicher deklariert werden, was zur Folge hat, dass Inkompatibilitäten der Methodensignaturen zwischen aufrufendem Delegat und der aufzurufenden Methode schon während der Compilierung aufgelöst werden.

Ab der Version 2.0 von C#, das mit .NET-Framework 2.0 freigegeben wurde, unterstützt C# neben generischen Typen (engl. generics) auch anonyme Methoden, Generatoren und partielle Klassen. Generische Typen, Iteratoren und partielle Klassen sind Bestandteil des .NET-Frameworks 2.0 und stehen somit auch anderen .NET-Programmiersprachen, wie z. B. VB.NET, zur Verfügung.

Standardisierung

Microsoft reichte im August 2000 zusammen mit Hewlett-Packard und der Intel Corporation C# bei der Europäischen Normungsorganisation European Computer Manufacturers Association ECMA zur Normung ein. Im Dezember 2001 veröffentlichte die ECMA die Norm ECMA-334 C# Language Specification. 2003 wurde C# von der ISO genormt (ISO/IEC 23270).

Im Juni 2005 genehmigte die ECMA die dritte Version (C# 2.0) der C#-Spezifikationen und aktualisierte die bisherige Norm ECMA-334. Hinzu kamen die partiellen Klassen, anonyme Methoden, nullable types und Generics, die Ähnlichkeiten zu den C++-Templates aufweisen. Im Juli 2005 übergab die ECMA die Standards und zugehörigen TRs an die ISO/IEC JTC 1.

Die ECMA-Spezifikation 334 deckt nur die Sprache C# ab. Programme, die in C# geschrieben werden, nutzen gewöhnlich das .NET-Framework, welches teilweise durch andere Spezifikationen beschrieben wird und teilweise proprietär ist. Dennoch ist die Sprache C# prinzipiell plattformunabhängig. Das von Ximian (jetzt Novell) initiierte Projekt Mono ermöglicht beispielsweise auch Linuxnutzern C# für Entwicklungen auf ihrem Betriebssystem einzusetzen.

Microsoft veröffentlichte die dritte Version von C# mit dem .NET-SDK 2.0 und Visual Studio 2005 im November 2005.

Microsoft stellte klar, dass C#, genauso wie andere .NET-Sprachen ein wichtiger Bestandteil ihrer Softwarestrategie sowohl für den internen als auch für den externen Gebrauch darstellen. Das Unternehmen übernimmt eine aktive Rolle in der Vermarktung der Sprache als Teil ihrer gesamten Geschäftsstrategie.

Verfügbarkeit von integrierten Entwicklungsumgebungen

Neben der von Microsoft vertriebenen Entwicklungsplattform Microsoft Visual Studio .NET aus dem eigenen Hause gibt es inzwischen auch Entwicklungsumgebungen (IDEs) anderer Hersteller für C#:


Der Name C#

C ist ursprünglich ein Symbol für den in der Musik durch ein Kreuz () um einen Halbton erhöhten Ton C, das Cis – englisch C sharp. Da das Kreuz allerdings auf keiner Standardtastatur direkt eingegeben werden kann, wird bei der Schreibung des Namens in der Regel das typographisch ähnliche Rautenzeichen # als Ersatzdarstellung gewählt.

Siehe auch

Sprachderivate

Literatur