Engerwitzdorf
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Engerwitzdorf

Wappen Karte
Basisdaten
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Urfahr-Umgebung (UU)
Fläche: 41 km²
Koordinaten: 48° 20′ N, 14° 26′ OKoordinaten: 48° 20′ 23″ N, 14° 25′ 32″ O
Höhe: 333 m ü. A.
Einwohner: 8600 (1. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 210 Einwohner je km²
Postleitzahl: 4209
Vorwahlen: 0 72 35
Gemeindekennziffer: 4 16 05
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Leopold-Schöffl-Platz 1
4209 Engerwitzdorf
Offizielle Website:
www.engerwitzdorf.at
Politik
Bürgermeister: Johann Schimböck (ÖVP)
Gemeinderat: (2003)
(37 Mitglieder)
22 ÖVP, 11 SPÖ, 3 BfE, 1 FPÖ

Engerwitzdorf ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Urfahr-Umgebung im unteren Mühlviertel mit 7.986 Einwohnern. Der zuständige Gerichtsbezirk ist Urfahr-Umgebung. Engerwitzdorf, eine ursprünglich rein bäuerliche Gemeinde rings um Gallneukirchen ohne eigenen Kernort, setzt sich zusammen aus 31 Ortschaften, nur ein kleiner Teil der Bewohner lebt in der namensgebenden Ortschaft.

Aufgrund der Nachbarschaft zu Linz und der attraktiven naturräumlichen Lage im sanftwelligen Hügelland des Mühlviertels gehört Engerwitzdorf zu den am schnellsten wachsenden Gemeinden Österreichs. In Schweinbach und Mittertreffling haben sich zwei Kerne mit dichterer Bebauung (auch Wohnungen) und entsprechender Infrastruktur (Schulen, Einkaufszentren, etc.) gebildet, ansonsten herrschen Einfamilienhäuser und traditionelle bäuerliche Ortschaften vor. Große Teile des Gemeindegebiets sind weiterhin von der Land- und Forstwirtschaft bestimmt und verfügen über zahlreiche Wanderwege für Erholungssuchende.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Engerwitzdorf liegt auf 333 m Höhe im unteren Mühlviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,5 km und von West nach Ost 11,0 km. Die Gesamtfläche beträgt 41 km².

Flächenverteilung:

Ortsteile

  • Aigen
  • Amberg
  • Au
  • Außertreffling
  • Bach
  • Edtsdorf
  • Engerwitzberg
  • Engerwitzdorf
  • Gallusberg
  • Gratz
  • Haid
  • Hohenstein
  • Holzwiesen
  • Innertreffling
  • Klendorf
  • Langwiesen
  • Linzerberg
  • Mittertreffling
  • Niederkulm
  • Niederreitern
  • Niederthal
  • Oberreichenbach
  • Oberthal
  • Schmiedgassen
  • Schweinbach
  • Simling
  • Steinreith
  • Unterreichenbach
  • Weingraben
  • Wolfing
  • Zinngießing

Nachbargemeinden:

Altenberg bei Linz Alberndorf in der Riedmark
Gallneukirchen
Unterweitersdorf
Linz Katsdorf
Wartberg ob der Aist
Steyregg Luftenberg an der Donau Sankt Georgen an der Gusen

Wappen

Blasonierung: Durch einen silbernen Schräglinksbalken, belegt mit einem grünen Leistenstab, geteilt; oben in Grün ein goldenes Hirschgeweih, unten in Rot eine goldene, heraldische Rose mit silbernen Kelchblättern. Die Gemeindefarben sind Rot-Weiß-Grün.

Das Hirschgeweih verweist auf die langjährige Jagdtradition in der Gemeinde. Seit 1900 gibt es zwei selbständige Jagdreviere mit insgesamt über 4.000 ha. - Die heraldische Rose ist dem Familienwappen der Engelpoldsdorfer entlehnt; der Sitz dieses freien Geschlechtes befand sich im Bereich der Ortsgemeinde, kann jedoch nicht sicher lokalisiert werden. - Die Mühlkreisautobahn A 7 vom Knoten Linz (A 1) nach Unterweitersdorf - im Wappen als silberner Schrägbalken mit grüner Mittelleiste - durchquert in einer Länge von 9,5 km das Gemeindegebiet und hat hier zwei Vollanschlüsse (in Mittertreffling und Engerwitzdorf) und einen Halbanschluss (in Schweinbach).

Geschichte

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt, ist seither wieder bei Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 wurde Oberösterreich zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Veränderung prozentuelle
Veränderung
2001 7.533 +1.519 +25,3 %
1991 6.014    

Politik

Zusammensetzung des Gemeinderates

Zeitleiste Bürgermeister seit 1850

Ergebnis der Wahl von 2003

Wahlberechtigt: 5939 +789, Gültige Stimmen: 5117 +1072, Wahlbeteiligung: 80,4% -1,3%

Partei Prozent Stimmen Mandate
ÖVP 55,9% +0,4% 2556 +313 22 +1
SPÖ 30,2% +5,9% 1381 +400 11 +2
FPÖ 3,7% -8,8% 171 -334 1 -3
BfE
Grüne
10,1% +2,3% 463 +147 3 +-0


Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Das Gemeindegebiet wird durch die A7 (Mühlkreisautobahn) geteilt. Im Gemeindegebiet befinden sich drei Auf-/Abfahrten (Treffling, Gallneukirchen, Engerwitzdorf). Die A7 soll durch die S10 bis zur Tschechischen Grenze verlängert werden, um die Anrainergemeinden an der B125 zu entlasten. Weiters führt die B125 (Freistädter Bundesstraße) durch das Gemeindegebiet. Aufgrund der Nähe zu Linz und des gut ausgebauten Anschlußes für den Individualverkehr kann die Gemeinde Engerwitzdorf einen überdurchschnittlichen Zuzug verzeichnen. Früher führte die Pferdeeisenbahn Linz-Budweis ebenfalls über das Gemeindegebiet von Engerwitzdorf. Entlang eines Wanderweges kann man der alten Trasse folgen. Die Trasse führte von Linz über Engerwitzdorf nach Freistadt und dann über die Grenze nach Budweis.