Heim

Oberleutnant zur See

Der Oberleutnant zur See (OLtzS/OLZS) bezeichnet in Deutschland einen Soldaten im zweitniedrigsten Offiziersdienstgrad bei der Bundeswehr innerhalb der Deutschen Marine. In den anderen Teilstreitkräften heißt dieser Dienstgrad Oberleutnant. Die Beförderung zum Oberleutnant zur See erfolgt im allgemeinen nach 30 Monaten im Dienstgrad Leutnant zur See.

Die Dienstgradabzeichen des Oberleutnants zur See, die auf beiden Unterärmeln des Dienstjacketts oder als Schulterstücken getragen werden, bestehen aus zwei goldgelben Streifen und einem fünfzackigen Stern. Der Stern entfällt, wenn Dienstgradschlaufen getragen werden. Der Mützenschirm zeigt einen stumpfgezackten, goldfarbenen Streifen aus handgesticktem Metallgespinst. Da diese Stickerei nach Form und Farbe Assoziationen mit dem Rand eines bekannten Butterkeksgebäcks hervorrufen kann, wird diese Stickerei im kameradschaftlichen Spaß auch als Keksrand bezeichnet.

Der Oberleutnant zur See wird nach der Bundesbesoldungsordnung (BBesO) mit A10 besoldet. Die mündliche Anrede lautet Herr Oberleutnant, in der weiblichen Form Frau Oberleutnant. In der Deutschen Marine, wie auch in den Marinen der angelsächsischen Länder, ist es zudem jedoch traditionell gebräuchlich, dass Soldaten in diesem Dienstgrad von dienstgradhöheren Soldaten ohne die Dienstgradbezeichnung angesprochen werden, also z. B Herr Müller anstelle von Herr (Dienstgrad).

Soldaten in diesem Dienstgrad können innerhalb der durch die Vorgesetztenverordnung (VorgV) gesetzten Grenzen Mannschaften, Unteroffizieren ohne Portepee und Unteroffizieren mit Portepee Befehle erteilen.