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Wadim Abramowitsch Sidur

Dieser Artikel behandelt den russischen Bildhauer Sidur. Für das jüdische Gebetsbuch, siehe Siddur.

Wadim Abramowitsch Sidur (russisch Вадим Абрамович Сидур, wiss. Transliteration Vadim Abramovič Sidur; * 28. Juni 1924 in Dnjepropetrowsk, Ukraine; † 26. Juni 1986 in Moskau) war ein russischer Bildhauer.

Im Zweiten Weltkrieg wurde er von der Schulbank weg an die Front geschickt. Nach dem Krieg arbeitete er bis zu seinem Tode als Künstler. Seine Werke behandeln vorwiegend Themen wie Krieg, Totalitarismus und Invalidität. Besonders seine Bronze-Skulpturen aus der Zyklus-Reihe sind bekannt. Einige stehen auch in deutschen Städten, zum Beispiel Der Mahner in Düsseldorf und Treblinka in Berlin-Charlottenburg.

Am Rande des Friedrichsplatzes in Kassel befindet sich Sidurs Skulptur Den Opfern der Gewalt. Die Aufstellung dieser Skulptur im Jahre 1974 wurde von einer Bürgerinitiative ermöglicht, die das Geld dafür aufbrachte, den kleinformatigen Entwurf als Skulptur im Stadtraum zu verwirklichen. In Russland waren seine Arbeiten erst nach dem Fall des Eisernen Vorhangs Ende der 1980er Jahre zu sehen.

Werkabbildungen

Personendaten
Sidur, Wadim Abramowitsch
russischer Bildhauer
28. Juni 1924
Dnjepropetrowsk
26. Juni 1986
Moskau