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Diskussion:Annette von Droste-Hülshoff


Inhaltsverzeichnis

Ballade oder Novelle?

Ich denke, "Der Knabe im Moor" ist eher ein Gedicht oder eine Ballade und keine Novelle. Wollte das aber erstmal zur Diskussion stellen, da ich hier auch nicht die Expertin bin.

Dem würde ich zustimmen!! Es ist eine Ballade.
Ballade, da es ein Gedicht ist, welches eine komplettte Handlung darstellt. --Schreibschaf 12:29, 17. Sep 2006 (CEST)



'Der Knabe im Moor'


Oh schaurig ists übers Moor zu gehn, Wenn es wimmelt vom Heiderauche, Sich wie Phantome die Dünste drehn Und die Ranke häkelt am Strauche, Unter jedem Tritte ein Quellchen springt, Wenn aus der Spalte es zischt und singt, O schaurig ists übers Moor zu gehn, Wenn das Röhricht knistert im Hauche!


Fest hält die Fibel das zitternde Kind Und rennt, als ob mann es jage; Hohl über die Fläche sauset der Wind - Was raschelt drüben am Hage? Das ist der gespenstische Gräberknecht, Der dem Meister die besten Torfe verzecht; Hu, hu, es bricht wie ein irres Rind! Hinducket das Knäblein zage.


Vom Ufer starret Gestumpf hervor, Unheimlich nicket die Föhre, Der Knabe rennt, gespannt das Ohr, Durch Riesenhalme wie Speere; Und wie es rieselt und knittert darin! Das ist die unselige Spinnerin, Das ist die gebannte Spinnlenor´, Die den Haspel dreht im Geröhre!


Voran, voran! nur immer im Lauf, Voran, als woll es ihn holen! Vor seinem Fuße brodelt es auf, Es pfeift ihm unter den Sohlen Wie eine gespenstische Melodei; Das ist der Geigemann ungetreu, Das ist der diebische Fiedler Kanuf, Der den Hochzeitheller gestohlen!


Da birst das Moor, ein Seufzer geht Hervor aus der klaffenden Höhle; Weh, weh, da ruft die verdammte Margret: "Ho, ho, meine arme Seele!" Der Knabe springt wie ein wundes Reh; Wär nicht Schutzengel in seiner Näh, Seine bleichenden Knöchelchen fände spät Ein Gräber im Moorgeschwele.


Da mählich gründet der Boden sich, Und drüben, neben der Weide, Die Lampe flimmert so heimatlich, Der Knabe steht an der Scheide. Tief atmet er auf, zum Moor zurück Noch immer wirft er den scheuen Blick: Ja, im Geröhre wars fürchterlich, O schaurig wars in der Heide!

Geburtstag

Da ich selbst am 10.Januar geboren bin, ist mir kürzlich aufgefallen, dass Droste-Hülshoff nicht am 10.01.1797, sondern erst am 12.01. geboren wurde.In der rororo-Bildmonografie von Herbert Kraft (Reinbek 2003) ist eine dies belegende Abbildung ihres Grabsteins.

Das genaue Geburtsdatum der Droste ist nicht festzulegen.

Bei der Angabe des Gebrutstages vonn AvD-H stütze ich mich auf die Biografie von Doris Maurer Annette von Droste-Hülshoff. Sie - wie z.B. auch die Droste-Gesellschaft - gibt den 12. Januar 1797 an.--Leonce49 17:29, 4. Dez 2005 (CET)

Der 10. Januar wird heute als ihr Geburtsdatum erachtet. Ich konnte darüber bisher nichts finden, aber wäre es möglich, dass der 12. ihr Taufdatum war und dieses Datum aus diesem Grund auf ihren Grabstein geschrieben wurde?-- 08. Apr 2006 >> Ergänzung: mittlerweile habe ich eine Kopie des Taufregisters in dem Buch von Gödde gefunden und die Angaben entsprechend ergänzt. -- 20.04.2006

Einziger Ausbruchsversuch?

"Ihr einziger Ausbruch aus dem Käfig von Anstand und Sitte waren ihre Reisen an den Bodensee, wo sie auch nur Verwandte besuchte." - heißt es in dem Artikel. Ich habe da Zweifel - sie hat neben dem Besuch der Schwester am Bodensee auch mehrere Besuche in Bonn (Bruder?) gemacht und dort Kontakt zu einem Kreis selbstbewusster Frauen gehabt. Sollte mal überprüft werden --RoseB 18:23, 14. Nov 2005 (CET)

Dieses Stelle habe ich jetzt (nach dem Lesen von zahlreichen Biographien und Briefen) geändert. Annette hatte er den Fehler, dass sie selbstbewußter war als die Frauen ihrer Zeit. Daher wollte sie immer eigene Wege gehen. Einerseits konnte sie dies, da die adeligen Verhältnisse, aus denen sie stammte ihr diesbezüglich die Türen öffneten, andererseits war es nicht möglich, weil sich genau dieses für eine Frau der damaligen Zeit nicht schickte und sie oft sehr kränkelte, dass Wenn ich mehr Zeit habe, dann ergänze ich das später noch mal. -- 22. Apr 2006

Spökenkiekerei

Annette von Droste-Hülshoff wurde zeit ihres Lebens geplagt von Visionen und Vorahnungen, wir in Westfalen nennen diese Gabe "Spökenkiekerei". So soll sie von "eisernen Vögeln" geträumt haben, welche "Feuer vom Himmel fallen lassen". Die Frage ist nun: wie geht man damit um? Dass sie solche Vorahnungen hatte, ist unbestritten. Andererseits ist die Frage, wie und ob man diese Information verwertet. Meinungen? --Pantau 17:09, 25. Nov 2005 (CET)


Beziehungen

Hat diese Frau intime Beziehungen gehabt? Wenn ja zu wem, Männern oder Frauen? Die Lesebn in Münster sehen Anette gerne als eine der Ihrigen, stimmt das?

Meines Wissens nur mit einer Person (kA wie der jetz heißt); dies Beziehung ist aber Opfer einer Familienintrige geworden.. --Schreibschaf 12:30, 17. Sep 2006 (CEST)

Ich glaube, sie war in Levin Schuecking verliebt. 22. 11. 2006

Also ich denke, mit Frauen hatte sie wirklich nichts am Hut. Das scheint mir nur ein gerade "modernes" Forschungsthema zu sein, weil Lesben gerade "in" sind. Der gesuchte Geliebte hieß Heinrich Straube (1794-1847) Ein Treffen in Hülshoff ist für April 1819 belegt. Durch ein wohl nicht mehr ganz rekonstruierbares Kuddelmuddel und auch den Einfluss eines der Grimm-Brüder, kam diese Verbindung aber nach einer Vereitelung durch nahe Verwandte nie mehr zustande. August von Arnswald hatte den Anspruch seinen Freund vor Annette "zu retten" und fuhr mit der Absicht zu Annette, um ihre Liebe "auf die Probe" zu stellen, indem er ihr selbst sein Interesse an ihr bekundete. In der Folge wurden unter anderem Briefe, die Annette an Straube schrieb nicht weitergeleitet. Bisher konnte ich nur herausfinden, dass hier auch noch eine Tante (etwa gleichaltrig zu Annette, Halbschwester ihrer Mutter von den Haxthausens bei Paderborn) mitspielte, die später selbst August von Arnswald heiratete (1830). Zuvor hatte Annette den Kontakt zu ihrer Tante 1827 endgültig abgebrochen. Was einer Verbindung mit Straube auch im Wege gestanden haben mochte, war, dass Straube aus eher armen Verhältnissen stammte und sein Studium von Haxthausens zum Teil finanziert bekam. - Wenn man dann noch bedenkt, dass sie auch an Levin Schücking ein gewisses Interesse bekundete (der war allerdings der Sohn einer verstorbenen und von ihr bewunderten Schriftstellerfreundin, die sich allein um ihr Kind kümmern musste, da ihr Mann zuvor das Vermögen durchgebracht hatte und damit auch sonst in einem sehr schlechten Ansehen stand), denke ich, es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass Annette eine Lesbe gewesen ist. Wie gesagt, nach allem, was ich von Annette so gelesen habe, denke ich, dass sie äußerst resolut, aber dennoch ausschließlich Männern zugeneigt war. 28.01.2007

Italienische Seite

Hallo! Ich habe die Italienische Seite geschrieben, so bitte schriebt it:Annette von Droste-Hülshoff in die Seites Ende.

Vielen Dank!

Ist passiert--Leonce49 14:50, 16. Apr. 2007 (CEST)

Die Judenbuche

Es gibt inzwischen einen Artikel über die Novelle "Die Judenbuche", kann das jemand korrekt verlinken?(Der vorstehende, nicht signierte Beitrag stammt von 77.24.90.45 (Diskussion • Beiträge) 21:11, 2. Mai 2008)

Der Artikel Die Judenbuche ist zweimal korrekt verlinkt. -- Stf 22:14, 2. Mai 2008 (CEST)