Heim

Haueneberstein

Haueneberstein
Stadt Baden-Baden
Koordinaten: 48° 48′ N, 8° 13′ OKoordinaten: 48° 48′ 23″ N, 8° 13′ 18″ O
Höhe: 130 m ü. NN
Fläche: 9 km²
Einwohner: 4247
Eingemeindung: 1. Jan. 1974
Postleitzahl: 76532
Wappen der ehemaligen Gemeinde Haueneberstein

Haueneberstein ist ein Stadtteil von Baden-Baden. Es wurde 1974 eingemeindet und hat ca. 4.247 Einwohner. Es liegt ca. 130 m ü. NN

Die urkundlich belegte Ersterwähnung im März 1245 erfolgte in der Gründungsurkunde des Klosters Lichtenthal. Doch Spuren gehen bis ins 1. Jahrhundert zurück.

Um 1283 kommen die Markgrafen von Baden in den Besitz der Siedlung. Über eine Kirche wird 1348 berichtet. Schon 1433 wird eine markgräfliche Erblehnmühle verliehen, die später ein Wasserrad von 9,10 m Durchmesser besaß. Französische Truppen zerstörten 1689 den Ort. Aus dem Wiederaufbau sind im alten Ortsbereich schöne Ensemble alter Fachwerkhäuser mit Schlusssteinen in Bogenfeldern von Kellereingängen zu sehen. Kleindenkmale, darunter viele Hochkreuze und Bildstöcke aus dem 18. und 19.Jh. zeugen in beeindruckender Weise von der Ortsgeschichte und der kulturellen Vergangenheit. Die kath. Barock-Kirche St. Bartholomäus wurde 1799 erbaut, das heutige Schulhaus 1907. Das aus gelblichem Sandstein 1889 im Neorenaissancestil errichtete Rathaus steht im Zentrum des alten Ortskerns. Vor der Eingemeindung am 1. Januar 1974 ist das Dorf von verschiedenen Städten verwaltet worden.

Der Ortsname geht auf Hafeneberstein (in Urkunden mit Schreibweise Haveneberstein) zurück und deutet darauf hin, dass die Dorfbewohner vor hunderten von Jahren Hafnerware, d. h. mit Blei glasiertes Steingut, hergestellt haben. Früher soll auch der Lauf des Altrheines näher an Haueneberstein gelegen haben.

Die Bewohner der 900 ha große Gemarkung, nordwestlich der Kurstadt in der Vorgebirgszone des Schwarzwaldes gelegen, lebten noch in den 1930er Jahren vorwiegend von der Landwirtschaft und von Handwerksbetrieben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, der auch Haueneberstein nicht verschonte, erfuhr das Dorf einen wirtschaftlichen Aufschwung durch die Ansiedlung einer Vielzahl verschiedenartiger Industriebetriebe aus den Bereichen der Metallbe- und -verarbeitung, der Arzneimittelherstellung, des Druck- und Verlagswesens. Handels-, Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe bieten den Einwohnern zusätzliche Arbeitsplätze und Versorgung.

Sehenswürdigkeiten