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Kap Agulhas

Das Kap Agulhas (port. für Nadelkap; Afrikaans Kaap Agulhas; engl. Cape Agulhas) ist der südlichste Punkt des afrikanischen Kontinents, nicht, wie oft angenommen, das Kap der Guten Hoffnung. Es liegt bei 34°50'S 20°01'O. Der Meridian, der am Kap Agulhas verläuft, stellt die Grenze zwischen Atlantischem und Indischem Ozean dar.

Der Kontinentalschelf vor dem Kap erstreckt sich über 250 Kilometer seewärts; die Gewässer um das Kap zählen zu den fischreichsten der südafrikanischen Küste.

Kap Agulhas wurde 1488 erstmals von Bartolomeu Diaz erreicht. Cabo das Agulhas ist portugiesisch für „Kap der Nadeln“. Vermutlich gaben ihm die Seefahrer den Namen wegen seiner zahlreichen Felsen und Riffe. Das Aufeinandertreffen verschiedener Meeresströmungen führt oft zu hohem Wellengang, die Gewässer um Kap Agulhas gelten deswegen und wegen der Riffe als sehr gefährlich. Eine andere Theorie besagt, dass im 15. Jahrhundert dort die Kompassnadel genau zum geographischen Nordpol zeigte, d. h. die magnetische Deklination genau 0° groß war.

Nach dem Kap Agulhas ist unter anderem der warme Agulhasstrom benannt, den erstmals Vasco da Gama auf seiner ersten Indienreise 1497/98 beschrieb.

Panorama vom Leuchtturm aus

Koordinaten: 34° 49′ 38" s. Br., 20° 0′ 24" ö. L.