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Bahnstrecke Leinefelde–Treysa

Bahnstrecke Leinefelde–Treysa
Streckennummer: 6710
Streckenlänge: 130,0 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Legende
Halle-Kasseler Eisenbahn von Eichenberg
0,0 Leinefelde
Halle-Kasseler Eisenbahn nach Nordhausen
3,4 Birkungen
8,2 Silberhausen Trennungsbahnhof
Bahnstrecke Gotha–Leinefelde nach Gotha
10,1 Dingelstädt (Eichsfeld)
12,7 Keffershausen
Unstrut-Viadukt 53 m
Brücke über die Landstraße 40 m
17,1 Küllstedt
Büttstedter-Viadukt 40 m
Küllstedter Tunnel 1530 m
Mühlenberg-I-Tunnel 155 m
Mühlenberg-II-Tunnel 343/345 m
23,8 Effelder
Heiligenberg-Tunnel 198 m
25,9 Großbartloff
Entenberg-Tunnel 288 m
Lengenfelder Viadukt
31,4 Lengenfeld unterm Stein
34,7 Geismar
37,4 ehemalige innerdeutsche Grenze
37,5 Sankt Frieda Bahnstrecke Heiligenstadt–Schwebda
38,8 Friedaviadukt 100m, 1945 gesprengt
39,3
40,4
Friedatunnel 1066 m
40,7 Bahnstrecke Schwebda–Wartha von Wanfried
41,3 Schwebda
43,3 Grebendorf
Werraquerung
45,9 Eschwege Stadt Wiedereröffnung geplant 08-09
48,3 Eschwege-Niederhone neuer Halt geplant 08-09
Wehrebrücke
zur Bahnstrecke Bebra–Göttingen Bau bis 08-09
49,3 Eschwege-West Keilbahnhof
zur Bahnstrecke Bebra–Göttingen
Bahnstrecke Bebra–Göttingen
51,2 Niddawitzhausen
53,7 Reichensachsen West
55,4 Oetmannshausen
57,1 Bischhausen
62,3 Waldkappel
Bahnstrecke Kassel–Waldkappel
66,1 Friemen-Mäckelsdorf
68,6 Burghofen
Bischofferoder Tunnel 1503 m
73,4 Bischofferode
75,1 Pfieffe
77,5 Beieröde
80,0 Spangenberg
81,2 Bergheim
84,2 Mörshausen
SFS Hannover–Würzburg
86,4 Adelshausen
Fuldaquerung
89,7 Malsfeld Turmbahnhof mit Bahnstrecke Bebra–Kassel
Bahnstrecke Bebra–Kassel
97,2 Niederbeisheim
101,3 Oberbeisheim
Oberbeisheimer Tunnel 917 m
103,9 Remsfeld
108,9 Homberg (Kr. Kassel)
112,4 Sondheim
113,5 Wernswig
117,6 Frielendorf
122,0 Leimsfeld
126,1 Ziegenhain Nord
Main-Weser-Bahn nach Kassel
130,0 Treysa

Die Bahnstrecke Leinefelde–Treysa war bzw. ist eine Bahnstrecke in Thüringen und Hessen, die die Städte Leinefelde, Eschwege, Spangenberg, Malsfeld, Homberg (Efze) und Treysa mit einander verband bzw. verbindet. Sie ist Teil der Kanonenbahn.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Abschnitt Leinefelde–Silberhausen Trennungsbahnhof wurde am 3.Oktober 1870 eröffnet. Er war Teil der Bahnstrecke Gotha–Leinefelde, die damals als Verbindung HannoverGöttingenGotha–Süddeutschland gedacht war und von Osten in den Bahnhof führt. So erklärt sich der Fahrtrichtungswechsel auf der späteren Kanonenbahn.

10 Jahre später wurde der Abschnitt Silberhausen Trennungsbahnhof–Eschwege eröffnet, nämlich am 15.Mai 1880. Am 31.Oktober 1875 wurde der kleine Abschnitt Eschwege–Eschwege West (damals „Niederhone“) zusammen mit Bebra–Eschwege West eröffnet.

Niederhone–Treysa folgte 1876.

Abgesehen von einigen Umleitern im Zweiten Weltkrieg hatte die Strecke jedoch nie überregionale Bedeutung. Dennoch musste sie nach dem Versailler Vertrag 1919 zu einer eingleisigen Nebenbahn herabgestuft werden.

Die Innerdeutsche Grenze unterbrach die Strecke 1945 zwischen Geismar und Schwebda.

In Hessen wurde die Strecke ab Mitte der 1970er Jahre schrittweise aufgegeben. Zuerst wurde 1974 der Verkehr Malsfeld–Waldkappel beendet. Der Personenverkehr Treysa–Malsfeld wurde am 30. Mai 1981 eingestellt. Am selben Tag fuhr der letzte Zug Eschwege–Schwebda (–Wanfried, siehe Bahnstrecke Schwebda–Wartha). Zum Ende des Winterfahrplanes 1984/85 erlebte am 31. Mai EschwegeWest–Waldkappel (–Kassel, siehe Waldkappeler Bahn) den letzten Personenzug, am 1. Juni Eschwege West–Eschwege Stadt.

Auf der thüringer Seite wurde Geismar noch bis zum 31. Dezember 1992 bedient, danach lief die Betriebsgenehmigung für den Lengenfelder Viadukt aus. Bis zum 28. Mai 1994 wurde noch bis Küllstedt gefahren, am 2. August 1996 wurde auch der Rest vom ehemaligen Trennungsbahnhof bis Dingelstädt aufgegeben. In den Wochen danach baute die Bahn die Strecke nach Gotha um, die Weiche Richtung Eschwege wurde nicht wieder eingebaut.

Betrieb heute

Es wird versucht, die Bauwerke der stillgelegten Abschnitte des Kanonenbahnnetzes zu erhalten.

Abschnitt Leinefelde–Eschwege

In Großbartloff wurde im Januar 2006 in Zusammenarbeit mit dem Kanonenbahnverein Lengenfeld unterm Stein das "Kanonenbahnmusem" eröffnet. Hier gibt es neben einem Miniaturnachbau des Teilabschnitts Dingelstädt–Lengenfeld unterm Stein auf Maßstäbe der Modelleisenbahn viele Antiquitäten (Uniformen, Fahrkarten, Instrumente und alte Bilder) aus und Informationen zu der Geschichte der gesamten Kanonenbahn zu entdecken.

Der gleiche Verein hat ebenfalls in Zusammenarbeit mit den Anrainerkommunen des Streckenabschnitts Dingelstädt–Geismar vor dieses stillgelegte Streckenstück zu kaufen, um auf ihr eine Draisinenstrecke, kombiniert mit einem Radweg auf dem ehemaligen zweiten Gleis der Kanonenbahn, einzurichten. Dazu soll eine gGmbH gegründet werden, an der sich zunächst der Verein und die Gemeinde Lengenfeld unterm Stein beteiligen. Seit 2003 wird die Strecke vom Verein im Rahmen eines Mietvertrags mit der Deutschen Bahn als Draisinenstrecke genutzt. Seit jenem Jahr findet dort auch alljährlich das "Kanonenbahnfest" statt. Nach langen Verhandlungen hat die Bahn im Juni 2006 das Durchfahren des Entenbergtunnels genehmigt. Somit sind nun Fahrten bis nach Großbartloff möglich. Das Überfahren des 24 m hohen Eisenbahnviadukts in Lengenfeld unterm Stein hatte die Bahn hingegen gleich von Anfang an genehmigt. Einschließlich der (separaten) Route nach Geismar können so von Lengenfeld unterm Stein aus ca. 10 km der historischen Kanonenbahnstrecke mit der Draisine befahren werden.

Abschnitt Eschwege–Eschwege West

Der Abschnitt Eschwege-West–Eschwege soll für den Regionalverkehr reaktiviert und elektrifiziert werden. Die Arbeiten sind von der Hessischen Landesbahn ausgeschrieben, sie sollen im August 2008 beginnen und etwa ein Jahr dauern. Der Bahnhof Eschwege-West wird aufgegeben und durch zwei neue Stationen Niederhone und Eschwege-Stadt ersetzt. Nach Abschluss der Arbeiten sollen die Regionalzüge aus Fulda nach Eschwege Stadt fahren, dort kopfmachen und weiter nach Göttingen fahren, in der Gegenrichtung entsprechend umgekehrt.

Abschnitt Homberg (Efze)–Treysa

Die Städte Schwalmstadt und Homberg, sowie die Gemeinde Frielendorf und der Schwalm-Eder-Kreis planen die Reaktivierung dieses Abschnittes. Genauere Daten sind noch nicht bekannt.

Bilder

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