Heim

Hard

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter Hard (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Karte
Basisdaten
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bregenz (B)
Fläche: 17,46 km²
Koordinaten: 47° 28′ N, 9° 40′ OKoordinaten: 47° 28′ 0″ N, 9° 40′ 0″ O
Höhe: 398-400 m ü. A.
Einwohner: 12.001 (31. Dez. 2005)
Bevölkerungsdichte: 687 Einwohner je km²
Postleitzahl: 6971
Vorwahl: 05574
Gemeindekennziffer: 8 02 15
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktstr. 18
6971 Hard
Offizielle Website:
www.hard.at
Politik
Bürgermeister: Hugo Rogginer (ÖVP)
Gemeinderat: (2005)
(33 Mitglieder)
13 ÖVP, 6 SPÖ, 4 Grüne,
3 FPÖ, 7 Andere

Blick auf Hard von Norden

Die Marktgemeinde Hard liegt am Ufer des Bodensees, eingebettet zwischen der Bregenzer Ache und der Mündung des Neuen Rheins in den Bodensee, und gehört zum österreichischen Bundesland Vorarlberg.

Inhaltsverzeichnis

Nachbargemeinden

Am südlichen Bodensee-Ufer gelegen, grenzt Hard im Osten an die Landeshauptstadt Bregenz, im Süden an Lauterach und im Westen an Fußach.

Geschichte

Um 700 n. Chr. kam es zur ersten Ansiedlung von Alemannen im Gebiet der heutigen Mittelweiherburg. Ca. 1200 wurden Waldungen in der Nähe des Bodensees gerodet. Das neue Dorf erhielt den Namen Hard (althochdeutsch: Wald). 1249 wurde Hard zum ersten Mal in einem Schutzbrief von Papst Innozenz IV. an das Kloster Mehrerau erwähnt.

Markgräfin Elisabeth geb. Montfort verkaufte die halbe Grafschaft Montfort-Bregenz an den Habsburger Erzherzog Siegmund. Hard gelangte dadurch 1451 zu Österreich. In der Schlacht bei Hard im Jahre 1499 besiegen die Eidgenossen die Ritter des Schwäbischen Bundes. 1620 wurde die erste Dorfschule erwähnt, 1646 wurde Hard eine selbständige Pfarrei. 1794 eröffnete die erste Textilmanufaktur, gegründet von dem Elsässer Samuel Vogel, ihre Pforten, die zugleich das Zeitalter der Industrialisierung einleitete. An ihre Stelle trat später das Unternehmen Schindler & Jenny, dessen führende Köpfe aus dem schweizerischen Kanton Glarus stammten (darunter auch Friedrich Wilhelm Schindler) und zu den Mitbegründern der ersten evangelischen Gemeinde in Vorarlberg gehörten.

1806 kam es durch die bayerische Regierung zur Auflösung des Gerichtes Hofsteig. Damit wurde Hard erstmals selbständige Gemeinde. 1905 erhob Kaiser Franz Joseph I. Hard zur Marktgemeinde und verlieh ihr ein Gemeindewappen.

Bevölkerungsentwicklung

Volkszählung Einwohner
2006 12.001
2001 11.471
1991 10.747
1981 10.103
1971 8887

Quelle: Bevölkerungsentwicklung 1869 - 2007 der Statistik Austria

Politik

Die Bürgermeister der Marktgemeinde:

Der Gemeinderat besteht aus 33 Mandataren und setzt sich derzeit (Stand: April 2005) wie folgt zusammen:

Die Gemeindeeinnahmen aus Steuern und sonstigen Abgaben lagen 2001 bei 12.305.445 Euro, die gemeindlichen Ausgaben bei 22.822.932 Euro. Der Schuldenstand betrug 2001 10.312.085 Euro.

Städtepartnerschaften

Hard unterhält Gemeindepartnerschaften mit:

Sehenswürdigkeiten

Kultur


Soziale Einrichtungen

Bildung

Sport und Freizeit

Vereine:

In Hard bieten sich das ganze Jahr viele Möglichkeiten, Sport zu betreiben:

Eislaufplatz, Eisstockschützenplatz (auch auf Beton), FKK-Strand, Kegelbahn (für internationale Turniere tauglich, 8 Bahnen), Minigolfplatz, Schützenheim (Union Schützengilde Hard), Seesportanlage, Segel- und Motorsportschule, Skaterplatz (größter in Vorarlberg), Sporthalle am See (die Heimhalle des HC Hard), Strandbad (von der Fläche her das größte am Bodensee), Tennisplätze, Waldstadion (Heimstadion des FC Hard), Windsurfingschule Surf-Max

Persönlichkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Am Ort gab es im Jahr 2003 252 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 3.541 Beschäftigten und 213 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 5.274.

Bedeutende Industriebetriebe

Einzelnachweise

  1. Naturschutzgebiet Rheindelta
  2. Geschichte des Naturschutzes in Vorarlberg – Eine Betrachtung aus ökologischer Sicht
 Commons: Hard – Bilder, Videos und Audiodateien