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Allgemeine Zionisten

Allgemeine Zionisten waren eine Zentrumsbewegung innerhalb der Zionistischen Bewegung.

Der Begriff wurde verwendet, um Mitglieder des Zionistischen Weltkongresses zu bezeichnen, die zu Beginn der Spaltung zwischen Sozialisten und Revisionisten (letztere unter Führung von Jabotinsky) nicht Mitglieder einer bestimmten Fraktion waren. 1931 wurden an einem Kongress in Krakau die Allgemeinen Zionisten als Partei gegründet, der sich die "radikalen Zionisten" in Polen unter der Führung von Jizchak Grünbaum anschlossen. Diese Bewegung verzeichnete unter den Juden in Polen und weiteren europäischen Ländern großen Zulauf. Sie unterstützten zunächst die Idee des Zionismus, dazu aber auch europäische Mittelstandspositionen wie Privatbesitz und freie Marktwirtschaft. Zu Beginn der Dreißigerjahre ergab sich innerhalb der Allgemeinen Zionisten eine Spaltung in eine Gruppe, welche die Politik von Chaim Weizmann gegenüber Großbritannien im britischen Mandat sowie die Gewerkschaft Histadrut unterstützten und einer zweiten Gruppe, welche sich der Politik Weizmans entgegenstellte.

Nach der israelischen Unabhängigkeit im Jahre 1948 bewegten sich die Allgemeinen Zionisten, als Antwort auf die allgemeine politische Hegemonie der Regierungspartei Mapai und der sozialistischen Zionisten, nach rechts.

Die Allgemeinen Zionisten waren die ersten 13 Jahre nach der Gründung des Staates in der Knesset vertreten und einmal sogar zweitgrößte Partei. Im Jahre 1961 vereinigte sie sich mit anderen Zentrumsparteien zur Liberalen Partei und verschmolz im Gahal-Wahlbündnis mit der konservativen Herut, die schließlich zum Likud wurde.