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Franz Leitner

Franz Leitner (* 12. Februar 1918 in Wiener Neustadt; † 20. Oktober 2005) war ein österreichischer KPÖ-Politiker. Er war der letzte KPÖ-Landtagsabgeordnete in der Steiermark und Landesobmann der dortigen KPÖ.

1936 beendete Leitner seine Schulausbildung an der Staatsgewerbeschule für Maschinenbau mit Matura. In dem Jahr wurde er auch wegen seine Mitgliedschaft im damals illegalen kommunistischen Jugendverband zu vier Monaten Haft und einer 15-monatigen Polizeistrafe verurteilt. Zu Beginn des zweiten Weltkrieges, am 1 September 1939 wurde Leitner verhaftet und ins KZ Buchenwald deportiert.

Dort setzte er sich als Blockältester des „Kinderblocks“, in dem bis zu 400 Kinder gefangen waren, erfolgreich für bessere Lebensbedingungen für seine Mitgefangenen ein und rettete zahlreichen jüdischen Kindern das Leben. Franz Leitner war an der Selbstbefreiung der KZ-Häftlinge in Buchenwald beteiligt.

Im Mai 1945 kehrte Leitner nach Wiener Neustadt zurück un wurde dort Bezirkssekretär der KPÖ, 1946 erreichte er das Amt des Vizebürgermeisters und 1950 einen Sitz im Stadtrat. 1953 übernahm Leitner Parteiämter in Graz, zuerst als Landessekretär und ab 1958 bis 1979 als Landesobmann der steirischen KPÖ. Von 1961 bis 1970 war er Abgeordneter zum Steiermärkischen Landtag.

1999 erhielt Franz Leitner den Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ der Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem.

Bis ins hohe Alter setzte sich Leitner für die Aufklärung Jugendlicher über den Rechtsextremismus ein. Er wurde mit hohen Auszeichnungen der Republik Österreich bedacht, unter anderem mit dem steirischen Menschenrechtspreis.

Personendaten
Leitner, Franz
österreichischer Politiker (KPÖ) und "Gerechter unter den Völkern"
12. Februar 1918
Wiener Neustadt
20. Oktober 2005