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Johann Gottfried Eichhorn

Johann Gottfried Eichhorn (* 16. Oktober 1752 in Dörrenzimmern im Fürstentum Hohenlohe-Öhringen; † 25. Juni 1827 in Göttingen) war ein Orientalist und Historiker und wird zur Gruppe der supranaturalistischen Rationalisten der Zeit gerechnet.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Eichhorn studierte in Göttingen, wurde Rektor zu Ohrdruf, 1775 Professor der orientalischen Sprachen zu Jena und 1788 zu Göttingen, wo er namentlich auch über die politische Geschichte alter und neuer Zeiten und über Literaturgeschichte las. Er ward daselbst 1813 Mitdirektor der königlichen Societät der Wissenschaften, 1819 Geheimer Justizrat und starb 25. Juni 1827.

Werke

Von seinen Werken sind zu nennen:

In seinen Bearbeitungen der "Historisch -kritischen Einleitung in das Alte Testament" (Leipz. 1780-83, 3 Bde.; 4. Aufl., Götting. 1824, 5 Bde.) und der "Einleitung in das Neue Testament" (das. 1804-14, 3 Bde.; neue Aufl. 1820-27, 5 Bde.) lieferte er das erste Beispiel einer rein literarhistorischen, auf Kenntnis des Altertums und Morgenlandes gegründeten Behandlung der biblischen Urkunden im Zusammenhang. Gleichwohl haben seine berühmtesten Entdeckungen, wie die kühne Urevangeliumshypothese, jetzt meist nur noch historischen Wert. Er gab auch das "Repertorium für biblische und morgenländische Literatur" (Götting. 1777-86, 18 Bde.) und die "Allgemeine Bibliothek der biblischen Literatur" (Leipz. 1787-1801, 10 Bde.) heraus.

Sein Sohn, der spätere Jurist Karl Friedrich Eichhorn, wurde 1781 in Jena geboren.

Literatur

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Personendaten
Eichhorn, Johann Gottfried
Orientalist
16. Oktober 1752
Dörrenzimmern
25. Juni 1827
Göttingen