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Diskussion:Fehlerhafte Gesellschaft

Die Bezeichnung "Faktische Gesellschaft" ist bereits seit 50 Jahren überholt. Reine "Faktizität" führt nicht zur Anwendbarkeit der beschriebenen Regeln. Es sollte deshalb durchgängig der Ausdruck "Fehlerhafte Gesellschaft" verwandt werden, wodurch auch deutlich wird, dass jedenfalls ein Gesellschaftsvertrag Voraussetzung ist (zumindest ein konkludent geschlossener). Wenn dieser Gesellschaftsvertrag Fehler aufweist, dann sind die Regeln über die fehlerhafte Gesellschaft anzuwenden. Der Fehler führt zur Kündigungsmöglichkeit aus wichtigem Grund. Insofern ist es auch nicht zutreffend, von einer Anfechtungswirkung ex nunc zu sprechen. Es handelt sich nicht um eine Anfechtung sondern um eine Kündigung, und die wirkt immer nur für die Zukunft.

  1. Ok, habe den Artikel nun verschoben! Bislang dachte ich, dass "faktisch" und "fehlerhaft" synonym gebraucht werden - der letztere Begriff scheint jedoch der gebräuchlichere zu sein.
  2. Zur Anfechtung: Ich meinte den Fall, dass ein Gesellschafter seine Willenserklärung zum Gesellschaftsvertrag anficht - nach Invollzugsetzung der Gesellschaft wirkt die Anfechtung ex nunc (Palandt/Heinrichs, § 142 Rn. 2). Wenn das nicht deutlich geworden ist, werde ich es noch umformulieren. Der grundsätzliche Unterschied zwischen Kündigung und Anfechtung ist mir bekannt. Zur Kündigungsmöglichkeit besteht tatsächlich noch ergänzungsbedarf.
  3. Nicht meckern, sondern editieren! It's a wiki! --Matthias-j-1975 01:01, 26. Mai 2006 (CEST)


Lemma?

Ist nicht eigentlich der Begriff "Fehlerhafter Verband" üblich? --Grüße, DINO2411FYI 23:59, 16. Nov. 2006 (CET)