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Aichi D3A

Die Aichi D3A Kanbaku (99式艦上爆撃機 – Typ 99 trägergestützter Bomber – Alliierter Codename: Val) war ein von Flugzeugträgern aus eingesetztes Sturzkampfflugzeug des japanischen Herstellers Aichi. Sie beruhte auf Studien der deutschen Heinkel-Muster Heinkel He 66, Heinkel He 70 und Heinkel He 77, war Japans erstes Sturzkampfflugzeug in Ganzmetall- und Eindeckerausführung und besaß Ähnlichkeit mit der berühmten Junkers Ju 87 Stuka. Der Erstflug erfolgte im August 1936. Die D3A blieb über den ganzen Zweiten Weltkriegs im Einsatz und wurde zuletzt auch zu Kamikaze-Einsätzen verwendet.


Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Entwicklung der Aichi D3A begann Anfang des Jahres 1936 auf der Grundlage von Studien der deutschen Heinkel-Muster Heinkel He 66, Heinkel He 70 und Heinkel He 77. Es war als einmotoriger Tiefdecker mit festem Fahrwerk ausgelegt, ähnlich wie die Junkers Ju 87 Stuka und war Japans erstes Sturzkampfflugzeug in Ganzmetall-Bauweise sowie Eindecker-Ausführung. Die Aichi D3A ergielt daraufhin die Bezeichnung der Kaiserlich Japanischen Marine (vollständig wörtlich übersetzt) „99 Typ aus Flugzeugträgern eingesetzter Bomber“. Der Erstflug fand noch im August 1936 statt. Diese erste Maschine wurde noch von einem Nakajima Hikari 1-Sternmotor mit einer Leistung von 710 PS (523 kW) angetrieben.

Im Januar 1938 begann die Produktion des Typs D3A1. Der Antrieb erfolgte in diesem Fall durch einen 1.075 PS (791 kW) leistenden Mitsubishi Kinsei 44-Doppelsternmotor. Von dieser ersten Serie wurden bis 1942 insgesamt 487 Flugzeuge hergestellt. Dann entstand der Nachfolger D3A2, der eine verbesserte Aerodynamik und einen stärkeren Motor vom Typ Mitsubishi Kinsei 54 mit 1.300 PS (957 kW) aufwies und von dem bis zum Jahre 1944 816 Stück gebaut worden sind.

In der Hand eines erfahrenen Piloten war dieses Flugzeug außerordentlich leistungsfähig und wendig. Sie konnte nach Abwurf ihrer Bombenlast – bis in die mittlere Phase des Pazifikkrieges hinein – durchaus einen Luftkampf mit einem Jagdflugzeug aufnehmen und bestehen.

Das Muster war maßgeblich an den Angriffen auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 beteiligt und wurde den ganzen Krieg hindurch eingesetzt.

In der letzten Phase des Krieges wurde die Aichi D3A in ihrer angestammten Rolle von moderneren Maschinen ersetzt und wurde in der Folge auch zu Kamikaze-Einsätzen verwendet.

Als modernerer Nachfolger wurde die im Dezember 1940 erstmals geflogene Yokosuka D4Y Suisei („Komet“ – Alliierter Codename: Judy) entwickelt, die ebenfalls bis Kriegsende zum Einsatz kam.

Technische Daten (D3A2)

Vergleichbare Typen

Nachbauten

Es existieren auch diverse Nachbauten (Replicas) der Aichi D3A, die vorwiegend auf Basis von ähnlichen zeitgenössischen US-amerikanischen Maschinen hegestellt wurden. Diese wurde vor allem zu Film- und Flugschau-Zwecken eingesetzt.


Siehe auch

 Commons: Aichi D3A – Bilder, Videos und Audiodateien