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Simon Starling

Simon Starling (* 1967 in Epsom, Surrey/GB) ist ein englischer Künstler.

Leben

Seine Ausbildung erhielt er an der Glasgow School of Art. Danach arbeitete er an verschiedenen Museen und Galerien in Schottland als Fotograf zur Dokumentation der Sammlungen und Ausstellungen. 2005 erhielt er den renommierten Turner Prize. Seit 2005 lebt er in Berlin und Glasgow.

Werke

Starling arbeitet im Bereich der Konzeptkunst. Sein Interesse gilt Materialbeschaffenheit, Kontextualisierungen und der Idee von Effizienz i.S. von Leistungswirksamkeit (cycle efficiency).

Dies Konzept führte u.a. zu seiner Arbeit Tabernas Desert Run (2004), für die er auf einem mit einer Wasserstoffenergiezelle betriebenem Fahrrad 66 Kilometer weit durch Spaniens Wüstenlandschaft Tabernas fuhr. Als einzige Emission dieser Tour blieb Wasser zurück, das er benutzte, um in Wasserfarbe einen Kaktus zu malen, den er auf der Fahrt entdeckt hatte. Tabernas Desert Run war Bestandteil der Turner Prize Ausstellung.

Mit Shedboatshed (Mobile Architecture No 2) (2005) fand Starling größte Aufmerksamkeit in der Presse. Aus einem Holzschuppen baute er ein Boot, mit dem er den Rhein herauffuhr bis Basel, wo er im Museum aus dem Boot wieder den Holzschuppen rekonstruierte.

In One Ton, II (2005) thematisiert er Energieaufwand und Masseumsetzung, die zur Erzeugung von Platin führen. Starling zeigt fünf identische aus Platinkristallen überzogene handgefertigte Photoabzüge einer Erzmine in Südafrika. Zehn Tonnen Erz müssen gefördert werden, um 0,28 Gramm Platin zu produzieren.

2007 baut er für das Museum Folkwang in Essen nach Fotografien von Albert Renger-Patsch einen Ausstellungsraum aus den frühen 1930er Jahren nach und versieht ihn mit den originalen Ausstellungsstücken, soweit vorhanden, bzw. mit originalgetreuen fotografischen Reproduktionen (Nachbau).

Personendaten
Starling, Simon
englischer Künstler
1967
Epsom, Surrey/GB