Heim

Aimée du Buc de Rivéry

Aimée du Buc de Rivéry (* 19. Dezember 1768 in in Trois-Îlets bei Fort-de-France auf Martinique; † 28. August 1817 in Istanbul) war eine französische Adlige und Mätresse von Sultan Abdülhamid I.

Leben

Aimée du Buc de Rivéry

Aimée du Buc de Rivéry war die Tochter eines wohlhabenden Plantagenbesitzer auf der Insel Martinique, sowie eine Cousine (zweiten Grades) von Joséphine de Beauharnais (1763−1814), spätere Kaiserin der Franzosen. Nachdem Aimée in einer Klosterschule nach Nantes geschickt wurde, sollte sie im Jahre 1781 per Schiff zurück nach Hause fahren. Auf dem Weg dorthin wurde das Schiff von ottomanischen Piraten angegriffen und versenkt. Aimée du Buc de Rivéry wurde versklavt und später als Geschenk des Bey von Algier an den osmanischen Sultan nach Istanbul geschickt.

Aimée kam in den Harem des Sultan Abdülhamid I. (1725−1789) und soll den Namen Nakşidil (Nakshidil) angenommen haben. Dieses neue Leben sei Aimée so fremd gewesen, dass sie vor Sehnsucht nach ihrer Heimat zu zerbrechen drohte. Tulip, einer der Eunuchen, habe sich daher ihrer angenommen und sie behutsam in die Welt des Harems eingeführt. Um sie an ihre Heimat zu erinnern, soll der Sultan einige Räume im Topkapı-Palast in einem französisch eleganten Rokoko-Stil eingerichtet haben. Aus der Beziehung mit dem Sultan sei ein Sohn hervorgegangen, der späteren Sultan Mahmud II. (1785−1839).

Auch soll sie verantwortlich dafür gewesen sein, dass das Osmanische Reich eine ständige Botschaft in Paris unterhielt.

Literatur

Personendaten
Buc de Rivéry, Aimée du
Nakşidil, Nakshidil
französische Adlige, Haremsdame und Mätresse von Sultan Abdülhamid I.
19. Dezember 1775
Martinique
28. August 1817
Istanbul