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Gravitationsteleskop

Ein Gravitationsteleskop oder richtig Gravitationslinsenteleskop beruht auf der theoretischen Möglichkeit, ein sehr massereiches Objekt im Weltraum als Gravitationslinse zu nutzen. Es beruht auf der von Albert Einstein in der Relativitätstheorie aufgezeigten Krümmung des Raumes durch solche massiven Objekte, z.B. der Sonne. Die Lichtstrahlen weiter entfernter Objekte werden im Gravitationsbereich der Sonne umgelenkt, so dass diese als Objektiv fungieren kann. Dadurch könnte ein sehr hohes Auflösungsvermögen erreicht werden. Ein Gravitationslinsenteleskop ist im Prinzip ein normales Teleskop, welches den Namen nur aufgrund der beobachteten Objekte (Gravitationslinsen) erhält.

Ein Empfänger, der die optischen Signale auswertet, faktisch das Okular, könnte sich weit außerhalb des Sonnensystems befinden, um die entsprechende Brennweite zu realisieren und um störende Einflüsse des lokalen Systems zu vermeiden. Mit heutiger Raumfahrttechnologie ist eine solche Distanz (rund 550 Astronomischen Einheiten) allerdings noch nicht zu bewältigen.