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Diskussion:Anthroposophische Medizin

Inhaltsverzeichnis

Zur Wiederherstellung der letzten Version vom 9. Mai 2004 wegen nicht-neutraler Formulierung

Ich habe die vorherige Version wieder hergestellt, da durch die Änderungen von 141.76.1.122 mehrere subjektive Formulierungen in dem vorher eigentlich ganz gut abgewogenen Artikel auftauchten, die m.E. so nicht in die WikiPedia passten.

Ohne hier gleich einen allg. Pro-und Contra-Anthroposophie-Streit vom Zaun zu brechen, möchte ich - abgesehen von zu bemängelnder fehlerhafter Rechtschreibung - einige Punkte näher erläutern, weshalb ich die Änderungen wieder rückgängig gemacht habe.

Als Vorbemerkung vielleicht noch Folgendes: Die Anthroposophie mit allen ihren Zweigen ist definitiv umstritten, das war bereits im 1. Satz des ehem. Artikels deutlich hervorgehoben. Eine von 141.76.1.122 zusätzlich vorgenommene subjektive Begriffsverwendung wie dogmatisch zeigt aber lediglich die ablehnende Haltung des Schreibers, erfasst jedoch nicht die zu erläuternde Begrifflichkeit "A. Medizin". Denn auch die Schulmedizin ist in vielen Punkten dogmatisch, hier wird dies natürlich nicht hervorgehoben. Schließlich: Welche Wiss.disziplin ist in gewissen Bereichen nicht dogmatisch (selbst die freigeistige Philosophie hat Lehrsätze!)? Und die A. Medizin sollte als in erster Linie klinisch und damit pragmatisch ausgeübte Wissenschaft klar von der zugegeben eher "esoterischen" Anthroposophie (als geisteswiss. Lehre oder Lebenshaltung) unterschieden werden. Die beiden Themenfelder sollten nicht in einen Topf geschmissen werden!

Zu den einzelnen Punkten
(kursiv gesetzt sind die eingebrachten Änderungen von 141.76.1.122):

Soweit erstmal, hoffentlich habe ich niemanden vor den Kopf gestoßen. --217.81.228.187 20:35, 28. Mai 2004 (CEST)

Heilungschancen ...

Ich stehe der anthroposophischen Medizin skeptisch gegenüber. Mich würden daher, anstatt um den heißen Brei zu reden, und sich über subjektive / wertende Aussagen hier zu streiten, viel mehr statistische Ergebnisse über Heilungschancen einerseits der klassischen Schulmedizin, andererseits der anthroposophischen Medizin interessieren. Danke, --Abdull 13:59, 31. Dez 2004 (CET)

Wirksamkeitsnachweis der Anthroposophischen Medizin

Die Formulierung: "In Gegensatz zu anderen Arzneimitteln, dürfen die Päparate der besonderen Therapierichtungen verordnet werden, auch ohne daß Wirksamkeitsnachweise nach den Kriterien der Schulmedizin, nämlich doppelblind randomisierte Studien, erbracht wurden." ist z.B. auf folgenden Gründen nicht richtig: 1. Die doppelblind randomisierte Studie ist zwar der sog. Goldstandard aber natürlich nicht die einzige Erkenntnismöglichkeit. Ich verweise auf die sog. Evidenz-basierte-Medizin in der ausführlich Kriterien für wissenschaftliche Evidenz diskutiert werden. 2. Es geht nicht um Wirksamkeitsnachweise nach den Kriterien irgendeiner "Schulmedizin", was immer das auch sein mag, sondern um Wirksamkeitsnachweise im Sinne der empirischen Wissenschaft, die sich u.a. auch statistischer Methoden bedient und nach der sich klassische, konventionelle und auch alternative Behandlungsmethoden in ihrer Wirksamkeit überprüfen lassen (müssen). Alles andere ist Meinung, Weltanschauung wie immer man es auch bezeichnen mag. Aus diesem Grunde habe ich meine Version wiederhergestellt. Bitte nur mit Begründung ändern! --CS99 12:32, 12. Feb 2005 (CET)

Hallo CS99, ich habe Deine Änderung rückgängig gemacht (mit "Zusammenfassung" [1] übrigens *g*), weil es mir doch als eine arge Verkürzung erschien. Denn Deine bloße Ausschlussformulierung nach wissenschaftlichen Kriterien anstatt nach den Kriterien der Schulmedizin, nämlich doppelblind randomisierte Studien war doch etwas allgemein und implizierte ziemlich deutlich "Unwissenschaftlichkeit" - ein altes Pauschalurteil.
Begründung? Das war doch genau bei Deinem ersten edit Fehlanzeige:
[2] 23:42, 11. Feb 2005 CS99 --
Also pack Dich da bitte an die eigene Nase ;-) Die nachträgliche Erläuterung hier ist gut und die konkretere Formulierung empirisch-wissenschaftlichen Kriterien ist auch schon besser, mal schauen, ob noch wem was dazu einfällt. Gruß --:Bdk: 13:34, 12. Feb 2005 (CET)
Ich kann mit „Schulmedizin“ sowie mit „wissenschaftlichen Kriterien“ leben. Um die Begriffe zu vertiefen, sollte man Wiki-Links auf die verwendete Begriffe setzen, ob Schulmedizin, Evidenzbasierte Medizin, oder Randomisierte, kontrollierte Studie. Entscheidend ist die Frage, welchen Standard im Arzneimittelgesetz (Deutschland) von den nicht-besonderen Therapierichtungen verlangt wird? Weiß es einer von euch?
Wenn man gar nichts sagt, könnte der Eindruck entstehen, dass die Hervorhebung der besonderen Therapierichtungen eine offizielle Anerkennung der Effektivität ist, während das Gegenteil der Fall ist.
Art Carlson 21:30, 12. Feb 2005 (CET)

Der Satz (Revert von Nina, die Wert auf diese Formulierung legt): "Ein Wirksamkeitsnachweis wurde bis heute nicht erbracht" ist unklar: Ein Wirksamkeitsnachweis für welches Medikament/welche Therapie wurde bis heute nicht erbracht? Ein Wirksamkeitsnachweis für die anthroposophisch erweiterte Medizin (als Ganze) kann doch wohl nicht gemeint sein? -- Michael 01:44, 15. Jun 2005 (CEST)

Neutralität

Wenn jemand Ahnung von hat bitte mal ansehen. "anerkannt" ist zB fett markiert, als sei das hier ein Werbeprospekt. Homöopathische Mittel (irgendwas wird tausendfach verdünnt, "potenziert") sind ebenfalls irgendwie anerkannt, irgendwie. Und nach dem Treiben in Anthroposophie, wer weiß.--Stoerte 16:39, 18. Feb 2005 (CET) Dass Steiner aus einem vermeintlich hoffnungslosen Fall einen weltbekannten Arzt macht hört sich für mich auch komisch an, aber bei Medizin hört der Spaß auf.--Stoerte 17:05, 18. Feb 2005 (CET)

Bin ebenfalls der Ansicht, dass der Artikel eine parteiliche, deutliche positive Voreingenommenheit gegenüber einer umstrittenen, allenfalls als Außenseitermethode zu bezeichnenden Richtung einnimmt. Habe versucht einige der krassesten Einseitigkeiten im Abschnitt "Rechtlicher Status" abzumildern. Zahlreiche weitere Veränderungen sind erforderlich, bevor der Artikel als neutral gelten kann!--CS99 12:44, 19. Feb 2005 (CET)

So mancher IP-Benutzer gleicht die mangelnde Neutralität lieber mit paranoiden Links aus. Stelle die beiden Links zur Diskussion:

"lebensgefährlicher Unfug von Sektierern", "Patienten werden misshandelt", "menschenverachtender Sektenkult"

"belogene Opfer", "Sektenarbeit ist heimlich .. man darf ihre wahren Ziele nicht erkennen", "wie grausam und bösartig Anthroposophen die Abtragung von karmischer Schuld durchsetzen"

Das ist Verunglimpfung unter Vortäuschung falscher Tatsachen, statt kritischer Behandlung der Inhalte. Meines Erachtens der Wikipedia nicht würdig.

Die Frage der Wirksamkeit ist berechtigt, doch die verteufelungen finde ich überzogen. Beide Links sind www.kidmed.de Exporte. Dann 09:34, 9. Mär 2005 (CET)

PS: Ich wünsche mir zu diesem Thema kritische Links, die sachlich auf Fehler und Unwirksamkeiten eingehen, die auch vor möglichen Gefahren warnen. Links werden meist ja ausgebracht, um ein Thema zu vertiefen- da sollte ersichtlich sein, dass sich die Autoren der gelinkten Seiten auch mit dem Thema beschäftigt haben und nicht tendenziös berichten. Dann 09:38, 9. Mär 2005 (CET)

Habe einiges verkürzt und umformuliert. Ich bitte um konstruktive, polemikfreie Bemerkungen, damit der Neutralitätshinweis in absehbarer Zeit wieder entfernt werden kann, der nun seit zuweieinhalb Monaten steht, ohne daß jemand was geändert hätte. --Bagradian 22:34, 6. Mai 2005 (CEST)

Finde den Artikel so ganz in Ordnung. Wobei man natürlich eins sagen muss: es gibt viele Kliniken und daneben anthroposophisch praktizierende Ärzte, Heilpraktiker und was weiss ich. Gibt es da möglicherweise auch einen nicht-offiziellen, nicht-legitimierten Bereich? -- Simplicius 02:49, 20. Mai 2005 (CEST)

Kommt drauf an, was legitimiert meint. Strenggenommen, also gegenüber dem Gesetzgeber: Klinikärzte und niedergelassene Ärzte dürfen behandeln, da sie eine Approbation haben, Heilpraktiker, da sie eine Prüfung bestanden haben. Innerhalb der anthroposophischen Medizin gibt es Berufsverbände der Ärzte, Heileurythmisten, Pflegenden und Kunsttherapeuten. Man muß ihnen aber nicht angehören um behandeln zu dürfen, genausowenig wie man Mitglied einer Landesgesellschaft für Chirurgie, sondern "lediglich" Chirurg sein muß, um operieren zu dürfen (Auch wenn sich ersteres aus Fortbildungs- und Qualitätssicherungsgründen empfiehlt!). Bagradian 09:02, 21. Mai 2005 (CEST)

Es gibt also kein Segment von Hinterzimmerokkult, das eventuell gesondert aufgenommen werden muss? Dann sehe ich keinen Grund für die Neutralitätswarnung. Die Medizin wird dargestellt. Kritik gibt es auch. Wo ist noch das Problem? -- Simplicius 06:19, 26. Mai 2005 (CEST)


Tja, wer mit dieser Medizin arbeitet, macht, soweit mir bekannt, kein Geheimnis daraus. Die Grundlagen sind alle öffentlich zugänglich und wer mehr wissen will, kann die Links benützen, einen entsprechenden Therapeuten kontaktieren, um sich ein Bild zu machen und in die angegebene Literatur schauen. Soweit die obige Definition der Anwender sich auf etablierte Gesundheitsberufe beschränkt und dies von Rudolf Steiner so intendiert war - er legte ausgesprochenermaßen Wert auf eine vorangegangene staatlich anerkannte Ausbildung z.B. bei Ärzten und Krankenschwestern - spielt ein (mir im übrigen nicht bekanntes) Segment von, wie du es sagst "Hinterzimmerokkult" keine die Präsenz dieser Medizin in der Öffentlichkeit beeinflussende Rolle. Vielleicht sollte man noch ein paar Tage Zeit für Einwände geben und dann evtl. den Neutralitätsvermerk mal entfernen. --Bagradian 14:15, 27. Mai 2005 (CEST)

Ich habe den Neutralitätsvermerk, wie angekündigt, entfernt. Ich bitte, künftige Änderungen zunächst hier zu diskutieren. --Bagradian 18:13, 8. Jun 2005 (CEST)

fälschlicherweise

"fälschlicherweise oft dem Spektrum der sogenannten Alternativmedizin zugerechnet" - wieso ist das denn keine Alternativmedizin? Und wenn nicht, was dann? --Hob 12:03, 29. Aug 2006 (CEST)

Ich fand die Entscheidung, das "fälschlicherweise" ohne Diskussion herauszunehmen, falsch, aber nicht so falsch wie es ohne Diskussion wieder reinzutun. Warum lasst ihr nicht einfach eure Finger von dem Wort, egal, wo es gerade ist, und sagt lieber hier, warum ihr es drinnen oder draußen haben wollt? Das wäre konstruktiver und sinnvoller. --Hob 21:19, 29. Aug 2006 (CEST)
Alternativmedizin ist unzutreffend, da es sich nicht um eine Alternative handelt. Vergleichsweise gesagt: Relativistische Physik ist nicht eine "Alternative" zur klassischen Physik sondern enthält diese als Teilmenge. Ebenso kann Anthroposophisch erweiterte Medizin keine "Alternativmedizin" sein, insofern sie die (vermeintlichen) "Alternativen" umfasst. -- Michael 00:55, 30. Aug 2006 (CEST)
Aber dann gibt es doch Alternativmedizin überhaupt nicht, oder? Mir scheint, das ist einfach nur dein POV. --Hob 19:06, 30. Aug 2006 (CEST)
Das Wort ist überflüssig, die Sichtweise der Anthorposophen wird dargestellt, der Unterschied ist also ersichtlich. --Nina 19:11, 30. Aug 2006 (CEST)
Ich habe etliche Jahre als Biologe im Bereich der Anthroposophischen Medizin gearbeitet und dabei insbesondere versucht, dem Anspruch, diese alternative Medizin sei eigentlich nur eine "erweiterte", ein Stück weit besser einzulösen. Meine Versuche, eklatante Widersprüche zwischen der anthroposophisch-medizinischen Theorie und der Schulmedizin durch eine wissenschaftshistorisch kritische Neuinterpretation einzelner "Angaben" Rudolf Steiners zu beheben, stieß auf heftigen Widerstand. Ich habe das teilweise auf meiner Website dokumentiert. Nach meiner Wahrnehmung als langjähriger Insider will das anthroposophisch-medizinische Establishment keineswegs die Schulmedizin "erweitern". Es lehnt diese ab und versucht nur vereinzelt, wo wirtschaftliche Interessen gefährdet sind, sich als scheinbare Erweiterung darzustellen. - Aus meiner Sicht ist dieser Artikel keineswegs neutral. Er kolportiert völlig unkritisch, was auch in Verlautbarungen der Firma Weleda stehen könnte. Und wenn es um Ärzte und Heilmittel geht, sollte man damit nicht so leichtsinnig umgehen. Ich würde hier - auch als langjähriger Patient anthroposophischer Ärzte - sofort eine Neutralitätswarnung setzen, wenn ich wüsste, wie man das macht. --Klaus Frisch 02:21, 15. Okt. 2006 (CEST)

Akademie für Heilkunde und Anthroposophie (AHA) in Heidelberg

hab ich gelöscht, da es inadäquat prominent als erste namentliche Einrichtung plaziert ist und auf mich wie Werbung wirkt. Wenn man jedes kleine Seminar aufzählen wollte... Das gehört m.E. nicht in die Wikipedia. Daneben wird außerdem - entgegen den Wikipedia-Gepflogenheiten - direkt verlinkt. Bagradian 22:47, 30. Sep 2006 (CEST)

Ganz und gar nicht neutral!

Dieser Artikel wirkt wie ein Werbeprospekt der Weleda AG! Hier wird eine Fassade errichtet, die mit der Wirklichkeit wenig zu tun hat. Kritik kommt nicht vor, nicht einmal neutrale Positionen. Und es wird sogar gelogen. Konkret beanstande ich da zwei Punkte:

Lemma neu formuliert

Da sich hier seit drei Wochen niemand zu Wort gemeldet hat, habe ich erst mal das Lemma "richtiggestellt". Hier meine Begründungen:

Kapitel "Anthroposophisch-medizinische Lehre"

Dieses Kapitel enthält fast nur hohles Geschwafel, kaum echte Informationen:

Ich gebe ein paar Tage lang Gelegenheit, diese Mängel zu beheben. Mit "anthroposophisch-medizinischer Lehre" hat das alles rein gar nichts zu tun. Wenn hier nicht "Futter bei die Fische" kommt, werde ich das Kapitel erst mal löschen. Und es ggf. demnächst mal inhaltlich fundiert wieder einfügen. --Klaus Frisch 23:27, 14. Nov. 2006 (CET) Ich habe diesen Werbetext jetzt durch lexikalische Informationen ersetzt. Das Kapitel "Besonderheiten" habe ich gleich mit entfernt. Das waren alles nur "Verbraucherinformationen", also Eigenwerbung. --Klaus Frisch 17:42, 16. Nov. 2006 (CET)

Rechtlicher Status, „Wissenschadftspluralismus“

Ich werde folgenden Satz entfernen: „Seit 1978 bekennt sich der deutsche Gesetzgeber im Arzneimittelgesetz zum Wissenschaftspluralismus der Medizin.“ Begründung: „Wissenschaftspluralismus“ ist in diesem Zusammenhang Unfug. Im genannten Gesetz ist davon keine Rede. Es gibt nicht einmal ein klares „Bekenntnis“ zur Berechtigung der „besonderen Therapierichtungen“. Diese werden nur ziemlich versteckt (§ 25, Abschn. 5 und 6 AMG) erwähnt, indem bei der Zulassung von Arzneimitteln Angehörigen dieser Richtungen ein besonderes Mitspracherecht zugesprochen wird. Das ist das Ergebnis massiver Lobbyarbeit und keinesfalls eine Anerkennung der postulierten Wissenschaftlichkeit der Anthroposophischen Medizin per Gesetz, wie es hier suggeriert wird. --Klaus Frisch 21:13, 16. Nov. 2006 (CET)

Viel zu vage Angaben zur Verbreitung

Ich beabsichtige, die äusserst vagen Angaben zur Verbreitung der A.M. zu entfernen. "Zehntausende" oder "mindestens einige hundert" sind nur äusserst grobe Abschätzungen und eines Lexikons nicht würdig. Wenn es keine genaueren Erkenntnisse gibt, dann hat die Wikipedia dazu halt nichts zu sagen. Die Umfrage, wie viele Patienten Komplementärmedizin wünschen, gehört m.E. nicht in diesen Artikel, denn hier geht es speziell um eine Richtung. Vergleicht man übrigens die beiden genannten groben Abschätzungen miteinander, dann würde A.M. nur etwa 1 % der Komplementärmedizin ausmachen. So bliebe nur noch die Angabe "60 Länder" übrig, die aber allein ganz unwesentlich ist. Deshalb lösche ich das Thema "Verbreitung" komplett. Es kann ja jederzeit mit konkreten Angaben wieder eingefügt werden. --Klaus Frisch 21:52, 17. Nov. 2006 (CET)

Was man im Artikel vielleicht noch erwähnen könnte

Auch wenn es in diesem Wikipedia-Artikel nicht um die Anthroposophie im Allgemeinen geht, sondern um die medizinische Dimension, so bin ich doch der Meinung, dass die Charakteristika der Steinerschen Lehre angemessen behandelt werden sollten, zumindest was die Punkte Menschenbild und Krankheitsverständnis angeht. Dies ist nicht unwesentlich, da diese Grundlagen auch Einfluss auf medizinische Entscheidungen im Rahmen anthroposophischer Behandlungen haben und die anthroposophische Medizin zum Teil auch von der GKV finanziert wird. Der Leser des WP-Artikels sollte nach dem Lesen des Artikels in Grundzügen wissen, was er beim anthroposophisch arbeitenden Arzt zusätzlich erwarten kann, was es beim Otto-normal-Mediziner vielleicht nicht gibt. Wikimed 00:14, 25. Dez. 2006 (CET)

Ich-lose Menschen

Da wären zuerst einmal die Ich-losen Menschen, die von Naturdämonen besessen sind. Es scheint ein sensibles Thema zu sein, wie bereits im ersten Satz zu lesen ist. Gibt es Einwände diesen Gedanken mit ein oder zwei Sätzen im Artikel zu würdigen? Gibt es dafür konkrete Vorschläge?

Zur Einführung:

Quelle: http://wiki.anthroposophie.net/Ichlose_Menschen

Autoren: http://wiki.anthroposophie.net/Benutzer:Odyssee

Lizenz: http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html

Zitat:

Ichlose Menschen, also Menschenformen, die nur als Menschen in menschlicher Gestalt erscheinen, aber eigentlich keine Menschen sind, da sie kein menschliches Ich in sich tragen, sind ein Phänomen, über das zweifellos nur mit größter Vorsicht gesprochen werden kann. Doch handelt es dabei sich gerade in unserer Zeit um eine geistige Tatsache von größter Bedeutung, vor der man nicht ungestraft die Augen verschließen darf. Rudolf Steiner sah sich in den Konferenzen mit den Lehrern der Waldorfschule darum genötigt, darauf hinzuweisen, dass bereits seit den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts sehr viele ichlose Menschen geboren werden. Da in ihnen kein Ich im menschlichen Sinn wohnt, liegt hier keine Reinkarnation vor, sondern die Menschenform ist erfüllt von einem Naturdämon, von einem Elementarwesen, das als solches wahre moralische Verantwortung nicht übernehmen kann.

"Das sind diese Fälle, die immer häufiger vorkommen, daß Kinder geboren werden und Menschenformen da sind, die eigentlich in bezug auf das höchste Ich keine Menschen sind, sondern die ausgefüllt sind mit nicht der Menschenklasse angehörigen Wesenheiten. Seit den neunziger Jahren schon kommen sehr viele ichlose Menschen vor, wo keine Reinkarnation vorliegt, sondern wo die Menschenform ausgefüllt wird von einer Art Naturdämon. Es gehen schon eine ganze Anzahl alte Leute herum, die eigentlich nicht Menschen sind, sondern naturgeistige Wesen und Menschen nur in bezug auf ihre Gestalt. Man kann nicht eine Dämonenschule errichten." Lit GA 300c, S 70

Auf die Frage, wie so etwas überhaupt möglich sei, antwortete Rudolf Steiner:

"An sich ist nicht ausgeschlossen, daß im Kosmos ein Rechenfehler geschieht. Es sind doch lange füreinander determiniert die hinuntersteigenden Individualitäten. Es geschehen auch Generationen, für die keine Individualität Lust hat hinunterzukommen und sich mit der Leiblichkeit zu verbinden, oder die sie auch gleich am Anfang verlassen. Da treten dann andere Individuen ein, die nicht recht passen. Aber dies ist wirklich jetzt sehr häufig, daß ichlose Menschen herumgehen, die eigentlich keine Menschen sind, die nur menschliche Gestalt haben, naturgeistähnliche Wesen, was man nicht erkennt, weil sie in menschlicher Gestalt herumgehen. Sie unterscheiden sich auch sehr wesentlich von den Menschen in bezug auf alles Geistige. Sie können es zum Beispiel nie zu einem Gedächtnis bringen in den Dingen, die Sätze sind. Sie haben eigentlich nur Wortgedächtnis, kein Satzgedächtnis.

Die Rätsel des Lebens sind nicht so einfach. Wenn eine solche Wesenheit durch den Tod geht, dann geht sie zurück in die Natur, woher sie gekommen ist. Der Leichnam zerfällt; eine richtige Auflösung des Ätherleibes ist nicht da, und das Naturwesen geht in die Natur zurück.

Es könnte sein, daß irgendwie automatisch etwas geschehen könnte. Der ganze Apparat des menschlichen Organismus ist da. Man kann unter Umständen in den Gehirnautomatismen eine Pseudomoral züchten.

Man redet sehr ungern über diese Dinge, nachdem wir ohnedies vielfach gegnerisch angefallen werden. Denken Sie, was die Leute sagen, wenn sie hören, hier wird erklärt, daß es Menschen gibt, die keine Menschen sind. Aber es sind Tatsachen. Wir würden auch nicht solchen Niedergang der Kultur haben, wenn ein starkes Gefühl dafür vorhanden wäre, daß manche Leute herumgehen, die gerade dadurch, daß sie rücksichtslos sind, etwas werden, daß die keine Menschen sind, sondern Dämonen in Menschengestalt." Lit GA 300c, ebd.

An anderer Stelle hat Rudolf Steiner ein prominentes Beispiel gegeben, das ebenfalls in diese Richtung weist. Dort charakterisiert er Napoleon I. als Leib ohne Seele:

"Ich habe mir wirklich viel Mühe gegeben - manche wissen, wie ich da oder dort darüber eine Andeutung gegeben habe -, die Seele Napoleons zu finden. Sie wissen, solche Seelenstudien können in der mannigfaltigsten Weise mit den Mitteln der Geistesforschung gemacht werden. Sie erinnern sich, wie Novalis' Seele in früheren Verkörperungen gesucht worden ist. Ich habe mir redlich Mühe gegeben, Napoleons Seele, zum Beispiel bei ihrer Weiterwanderung nach Napoleons Tod, irgendwie zu suchen - ich kann sie nicht finden, und ich glaube auch nicht, daß ich sie je finden werde, denn sie ist wohl nicht da." Lit GA 185, S 42

In gewissem Sinn hat schon Goethe dieses Phänomen der ichlosen Menschen im zweiten Teil seiner Faust-Tragödie angedeutet. Dort erscheint im dritten Akt Helena begleitet von einem Chor gefangener Trojanerinnen. Diese scheinen ihrer Gestalt nach Menschen zu sein, in Wahrheit aber sind sie, abgesehen von der Chorführerin Panthalis, in menschliche Hüllen gekleidete Elementarwesen. Als Helena am Ende wieder in der Unterwelt versinkt, gehen sie, die keinen Namen, d.h. kein Ich sich erworben haben, wieder in die das Reich der Elemente über, dem sie entstammen:

PANTHALlS. Wer keinen Namen sich erwarb noch Edles will,
Gehört den Elementen an: so fahret hin!
Mit meiner Königin zu sein, verlangt mich heiß;
Nicht nur Verdienst, auch Treue wahrt uns die Person. Ab.

ALLE. Zurückgegeben sind wir dem Tageslicht,
Zwar Personen nicht mehr,
Das fühlen, das wissen wir,
Aber zum Hades kehren wir nimmer!
Ewig lebendige Natur
Macht auf uns Geister,
Wir auf sie vollgültigen Anspruch.

Waren es in vorchristlicher Zeit vor allem luziferische Elementarwesen, die sich in menschliche Hüllen kleiden konnten und dadurch der Inkarnation Luzifers den Weg bahnten, so sind es heute vorwiegend ahrimanische Elementarwesen, die in menschlicher Gestalt erscheinen und dadurch die Inkarnation Ahrimans vorbereiten. Man wird nicht fehlgehen, manche der schrecklichen Ereignisse, die das 20. Jahrhundert geprägt haben, in dieser Richtung zu deuten.

Literatur:

  1. Rudolf Steiner: Geschichtliche Symptomatologie, GA 185 (1982), Zweiter Vortrag, Dornach, 19. Oktober 1918
  2. Rudolf Steiner: Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule in Stuttgart. Dritter Band, GA 300c (1995), Konferenz vom 5.7.1923


Zitat Ende. Wikimed 00:14, 25. Dez. 2006 (CET)

Hallo Wikimed, wie wäre es mit einer Fußnote zu dem Satz „Ein Ich hat jeder Mensch“? Allerdings wäre das eher im „Anthroposophie“-Artikel angebracht als hier. Es ist nicht klar, ob dieser Aspekt der Anthroposophie in der Anthroposophischen Medizin eine Rolle spielt. Zu bedenken wäre auch die Quelle, vgl. WP:QA: „Andere Schwesterprojekte fallen nicht unter den hier verwendeten Quellenbegriff: Sie gelten nicht als zuverlässige Quelle, weil sie nach dem selben Prinzip wie die Wikipedia arbeiten.“ Vielleicht im Edit-Kommentar die AnthroWiki nennen, im Edit (Fußnote) selber aber die Steiner-Stellen - mal vorausgesetzt, dass sie korrekt sind. Gruß --Klaus Frisch 10:03, 25. Dez. 2006 (CET)
Hallo Hr. Frisch, es freut mich, dass hier ein Fachmann unterwegs ist. Die Steiner-Zitate reichen auch vollkommen, das Wiki brauchen wir nicht zu zitieren. Meiner Meinung reicht es vollkommen aus, wenn der Patient weiß, dass die anthroposophische Medizin die Idee der Reinkarnation beinhaltet und den Glauben an die Besessenheit von Menschen durch „Naturdämonen“ oder „Elementarwesen“. Wikimed 01:22, 26. Dez. 2006 (CET)

Ablehnung von Impfungen

Der nächste Punkt, der mir am Herzen liegt ist das Impfen. Es ist kein Geheimnis, dass viele anthroposphische Ärzte dem Impfen „kritisch“ gegenüberstehen. Siehe dazu z.B. hier: http://www.anthroposophischeaerzte.de/aktuell.html

Da ist dann z.B. von einer "differenzierten Impfentscheidung" (Dr. Steffen Rabe) oder "freier, selbst verantworteter Impfentscheid des Patienten bzw. seiner Eltern" die Rede in Kombination mit vielen mehr oder weniger rationalen Argumenten, warum Impfungen unwirksam oder gefährlich („Impfschäden“) seien, die an dieser Stelle nicht erörtert werden sollen.

Was ich hingegen gerne errötern würde, ist die Frage, ob hinter diesen „differenzierten Impfentscheidungen“ nicht noch mehr steckt, was der WP-Leser wissen sollte, wenn er seine Kinder zum anthroposophischen Kinderarzt bringt. Und da kommen wir auch wieder zum ersten Punkt zurück: Reinkarnation, Karma, Dämonen u.s.w.

Hr. Frisch, kennen Sie das Buch "Kindersprechstunde" von Michaela Glöckler und Wolfgang Goebel (Verlag Urachhaus)? Können Sie bestätigen, dass die in diesem Link aufgeführten Zitate der anthroposophischen Lehre entsprechen?:

http://fieber.blogg.de/eintrag.php?id=2

Vertritt die Anthroposophie die Ansicht, dass Kinder vermeidbare Erkrankungen und vermeidbare Schmerzen mit allen Konsequenzen (bleibende Behinderung, Tod) durchleben sollten, um das Karma (wenn vielleicht nicht für dieses Leben, dann eben für das nächste) zu verbessern? MfG Wikimed 01:22, 26. Dez. 2006 (CET)

Auf der folgenden Seite gibt die "babyclub.de Fachautorin Michaela Glöckler" jungen Eltern Tips zu Impfungen, die im Kern eher undifferenziert die Botschaft beinhalten, dass Kinder möglichst spät geimpft werden sollten (wenn es denn schon unbedingt sein muss).
http://www.babyclub.de/CMS~ID~8717506~Mode~Master.asp
Je später man impft, desto eher hat das Kind die Chance, doch noch zu erkranken und sein Karma durch Schmerz und Siechtum zu verbessern. Warum sagt sie das den Eltern nicht, wenn sie es meint?
Weitere Zitate aus ihrem Buch findet man hier http://fieber.blogg.de/eintrag.php?id=1 Nebenbei, den warnenden Hinweis zur "Neigung zur Lügenhaftigkeit" würde man etwas moderner vielleicht „differenzierten Umgang mit der Wahrheit“ nennen. Wikimed 02:49, 26. Dez. 2006 (CET)
Mit dem Inhalt des Buches „Kindersprechstunde“ bin ich nicht vertraut. Beim aktuellen Stand des Artikels wäre es mE auch noch nicht angemessen, auf das spezielle Thema Impfen einzugehen. Es könnte erst mal näher ausgeführt werden, wie Krankheit überhaupt betrachtet wird - und infolgedessen die Bedeutung der Therapie oder auch Nicht-Therapie. Dafür bräuchten wir aber ordentliche Quellen. Ich bin nicht der „Fachmann“, der das einfach parat hat. Ich weiss aber, dass es da in der anthroposophischen Ärzteschaft keine feste Lehrmeinung gibt. Frau Glöckler vertritt eine Richtung, die allerdings besonderes Gewicht hat, da sie die Leiterin der Medizinischen Sektion am Goetheanum ist. - Mit weniger Rücksicht auf die Ausgewogenheit des Artikels könnte man natürlich auch aktuelle (seriöse!) Pressestimmen zitieren, möglichst unter einer extra Überschrift wie „Aktuelles“. fieber.blogg ist keine seriöse Quelle, die ich als hier zitierfähig betrachte. --Klaus Frisch 12:21, 26. Dez. 2006 (CET)

Toter Weblink

Bei mehreren automatisierten Botläufen wurde der folgende Weblink als nicht verfügbar erkannt. Bitte überprüfe, ob der Link tatsächlich unerreichbar ist, und korrigiere oder entferne ihn in diesem Fall!

--Zwobot 23:20, 26. Jan. 2007 (CET)

Korrigiert!--Bosta 13:48, 21. Mai 2007 (CEST)

Behandlung/Therapie

Wie sieht denn konkret die Behandlung/Therapie im Sinne der Anthroposophische Medizin aus? Hierzu schweigt sich der Artikel aus. Sollte am besten mittels Beispielen verdeutlicht werden. --Troll Sockenpuppe 01:35, 29. Mai 2007 (CEST)