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Braunschweiger Zeitung

Braunschweiger Zeitung
Beschreibung Deutsche Tageszeitung
Verlag Braunschweiger Zeitungsverlag GmbH und Co. KG
Erstausgabe 8. Januar 1946
Erscheinungsweise Montag bis Samstag
(Verkaufte) Auflage
(IVW Q1/2008)
168.750 Exemplare
Chefredakteur Paul-Josef Raue
Weblink newsclick.de

Die Braunschweiger Zeitung ist eine regionale Tageszeitung, die in Braunschweig erscheint und auch unter anderen Titeln im östlichen Niedersachsen verbreitet ist. Sie wird in der Braunschweiger Zeitungsverlag GmbH und Co. KG verlegt, welche seit Ende Januar 2007 zur WAZ-Mediengruppe gehört.

Die Braunschweiger Zeitung erscheint sechs Mal wöchentlich, werktags, morgens, im "Berliner Format" und erreicht eine tägliche (verkaufte) Gesamtauflage von Montag bis Freitag von 164.855 Exemplaren und samstags von 187.329 Exemplaren (Stand 1. Quartal 2008, nach Angaben der IVW).

Inhaltsverzeichnis

Lokal erscheinende Ausgaben der Braunschweiger Zeitung

Die Goslarsche Zeitung in Goslar übernimmt den Mantel der Braunschweiger Zeitung, produziert aber einen eigenen Lokalteil und ist ein eigenständiges Unternehmen, das zum Verlag Medienhaus Krause gehört.

Angehörige Zeitungen

Geschichte

Am 1. Oktober 1945 wurde im Verlagshaus der ehemaligen Braunschweiger Landeszeitung die Braunschweiger Neue Presse, „Herausgegeben von der britischen Militärregierung“, gegründet. Deren erste Ausgabe (vier Seiten Text ohne Anzeigen) erschien am 12. Oktober 1945. Die erste Ausgabe der Braunschweiger Zeitung war am 8. Januar 1946 erhältlich. Der Verleger Hans Eckensberger bekam die dafür notwendige Zeitungslizenz am 6. Januar 1946 als zweiter Verleger in der Britischen Besatzungszone. In dieser Zeit erschien die Braunschweiger Zeitung aufgrund des herrschenden Papiermangels nur zweimal wöchentlich. Ab November 1947 dreimal wöchentlich und seit September 1949 täglich.

Bis Juni 1981 wurde die Braunschweiger Zeitung am Hutfiltern in der Innenstadt Braunschweigs gedruckt. Heute sind alle Abteilungen im Pressehaus zwischen Hamburger Straße und Mittelweg im Norden Braunschweigs ansässig. Das alte Pressehaus wurde in ein Einkaufszentrum umgewandelt. In der Innenstadt ist eine BZ-Geschäftsstelle ansässig, in den Schloss Arkaden die Konzert Kasse.

Seit Ende Januar 2007 gehört der Braunschweiger Zeitungsverlag zur WAZ-Mediengruppe, nachdem alle Gesellschafter, hauptsächlich die Hamburger Verlegerfamilie Voigt, ihre Anteile verkauft hatten. Mit den noch nicht übertragenen 25 % der Norddeutschen Landesbank wird der gesamte Kaufpreis auf 210 Mio. Euro geschätzt.

Vorläufer

Als Vorläufer der Braunschweiger Zeitung gelten mehrere vom Druckhaus Limbach herausgegebene Zeitungen: die zweimal in der Woche herausgegebene "Braunschweiger Reform" (1867 bis ?), die 1880-1936 erschienene "Braunschweigische Landeszeitung" und der 1886-1941 herausgegebene "Braunschweiger Stadtanzeiger", der 1906 in "Braunschweiger Allgemeiner Anzeiger" umbenannt wurde.

Weitere Braunschweiger Zeitungen

Bereits im 17. Jahrhundert wurde in Braunschweig von Andreas Duncker eine wöchentlich erscheinende Zeitung verlegt. Sie bestand unter wechselnden Titeln bis 1785.

1745 gründete Herzog Karl I. die Zeitung "Braunschweigische Anzeigen", die 1923 in "Braunschweigische Staatszeitung" umbenannt wurde und 1934 unter politischem Druck in die nationalsozialistische, von 1931 bis April 1945 erscheinende "Braunschweiger Tageszeitung" überging.

1848-1866 erschien in Braunschweig die "Deutsche Reichszeitung" des Verlegers Eduard Vieweg, der von 1831 bis 1840 die „Deutsche Nationalzeitung aus Braunschweig und Hannover“ vorausgegangen war.

1865-1897 gab es das "Braunschweiger Tageblatt".

1871 gründete Wilhelm Bracke als SPD-Organ den "Braunschweiger Volksfreund", der 1933 von den Nationalsozialisten verboten wurde. Im selben Jahr verboten wurde auch die seit 1920 erscheinende "Neue Arbeiter-Zeitung".

Beschwerden beim Presserat

Für ihre Berichterstattung im Zusammenhang mit der teilweisen Wiederherstellung des Braunschweiger Schlosses hat die Braunschweiger Zeitung am 3. März 2005 vom Deutschen Presserat eine Rüge erteilt bekommen:

„Die BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG verstieß mit der Berichterstattung über den Neubau eines Einkaufszentrums gegen die journalistische Sorgfaltspflicht nach Ziffer 2 [des Pressekodex]. Sie hatte über einen längeren Zeitraum über die geplante Wiederherstellung der Fassade des abgerissenen Braunschweiger Schlosses vor einem dahinter geplanten Einkaufszentrum berichtet. Dabei hatte sie immer wieder von einer Rekonstruktion und einer Kopie des Schlosses gesprochen. Dies ist aus Sicht des Presserats falsch und für die Leser irreführend, weil die geplante Wiederherstellung eines eher zweidimensionalen Bauobjekts tatsachenwidrig als dreidimensionaler historischer Baukörper dargestellt wird.“

Im selben Zusammenhang sprach der Presserat zwei Missbilligungen aus für die beiden Artikel „Schloss-Pläne sind fertig“ vom 10. April 2004 und „Rechtsstreit über Schloss-Arkaden“ vom 20. September 2004, in denen tatsachenwidrig behauptet wurde: „Mit dem Einkaufszentrum soll auch das 1960 abgerissene Braunschweiger Residenzschloss zu großen Teilen rekonstruiert werden“.

Literatur