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Thum

Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt im Erzgebirge, der Ortsteil der Gemeinde Kreuzau in Nordrhein-Westfalen findet sich unter Thum (Kreuzau).
Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 50° 40′ N, 12° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Annaberg
Höhe: 550–630 m ü. NN
Fläche: 18,89 km²
Einwohner: 5814 (31. Dez. 2006)[1]
Bevölkerungsdichte: 308 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09419
Vorwahl: 037297
Kfz-Kennzeichen: ANA
Gemeindeschlüssel: 14 1 71 320
Stadtgliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Rathausplatz 4
09419 Thum
Webpräsenz:
www.stadt-thum.de
Bürgermeister: Michael Brändel
Lage der Stadt Thum im Landkreis Annaberg

Thum ist eine Stadt im Landkreis Annaberg in Sachsen mit knapp 5900 Einwohnern.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Thum, Markt

Geografische Lage

Die Stadt Thum liegt am Jahnsbach. Nach Westen schließt sich das gleichnamige Waldhufendorf an. Im Osten liegt der Ortsteil Herold, ebenfalls ein Waldhufendorf. Im Süden grenzt an die Stadt das Waldgebiet der Greifensteine.

Nachbargemeinden

Nördlich von Thum liegt Gelenau, im Nordosten Venusberg, im Osten Drebach, im Süden Ehrenfriedersdorf und im Westen Hormersdorf und Auerbach

Stadtgliederung

Ortsteile von Thum sind:

Geschichte

Thum wurde 1389 erstmals urkundlich erwähnt. 1445 wurde die Siedlung als „Bergstädtlein“ bezeichnet und für 1469 werden die Verleihung der Stadtrechte angesetzt. Am 15. Januar 1648 fand auf Thumer Flur das letzte Gefecht des Dreißigjährigen Krieges in Sachsen statt.

Aus historischer Sicht gliedert sich Thum selbst in die Stadt Thum, den Thumer Teil der Rittergutsgemeinde „Dorfthum“, sowie das bis 1822 verwaltungsmäßig eigenständige Dorf Oberdorf. Der Thumer Teil der Rittergutsgemeinde „Dorfthum“ kam 1879 bei deren Auflösung zur Stadt Thum. Zum Rittergut gehörte ursprünglich auch das Dorf Herold.

Im Zuge der Gemeindegebietsreform erfolgte zum 1. Januar 1999 der Zusammenschluss der Orte Herold und Jahnsbach sowie der Stadt Thum zur „neuen“ Stadt Thum.

Dampfbrauerei

Das alte Thumer Brauhaus wurde bereits im 14. Jahrhundert gegründet und befand sich bis 1546 im Besitz der Kirche und wurde anschließend der Gemeinde übergeben.

1882 löste sich die bürgerliche Braugenossenschaft auf und der Braumeister William Böttger kaufte die Gebäude sowie das gesamte Inventar. Im Jahre 1898 ließ Böttger eine neue Brauerei bauen und konnte somit die Produktion von 10.000 Hektoliter auf 15.000 Hektoliter steigern.

Am 30. Juli 1926 verkaufte die Witwe von William Böttger das Brauhaus an die Stadt, die aber keinen neuen Käufer finden konnte. Somit endete die fast 600jährige Braugeschichte in Thum.

Im Jahre 2000 wurde die Marke wiederbelebt und seitdem wieder nach altem Original Rezept der Thumer Dampfbrauerei und unter dem alten Namen „Thumer Lager“ im Einsiedler Brauhaus Chemnitz gebraut.

Einwohnerentwicklung

Am 3. Oktober 1990 zählte Thum 6551 Einwohner. Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres:

1993 bis 1997

  • 1993 – 6195
  • 1994 – 6209
  • 1995 – 6277
  • 1996 – 6206
  • 1997 – 6217

1998 bis 2002

  • 1998 – 6190
  • 1999 – 6213
  • 2000 – 6184
  • 2001 – 6166
  • 2002 – 6070

2003 bis 2006

  • 2003 – 5981
  • 2004 – 5906
  • 2005 – 5829
  • 2006 – 5814
Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Gedenkstätten

Politik

Stadtrat

Bürgermeister

Bürgermeister ist seit 2006 Michael Brändel (parteilos).

Wappen

Das heutige Wappen wurde am 2. Mai 2000 durch den Stadtrat nach Eingemeindung von Jahnsbach und Herold angenommen.

Der Herold im linken Wappenteil steht für den Ortsteil Herold. Der Turm im unteren Teil steht für die Stadt Thum. der Baum im linken Feld steht für Jahnsbach und soll einen Gerichts- oder Lebensbaum darstellen. Schlegel und Eisen auf weißem Grund stehen für den früheren Bergbau.

Sehenswürdigkeiten

Verkehr

Durch Thum führt die B 95.

Zwischen 1886 und 1975 war Thum Zentrum mehrerer Schmalspurbahn-Strecken im Erzgebirge.

Freizeitangebote

Sport

Volkskunst

Treffs und Freizeitgestaltung

Vereine

Sport

Die größten Vereine des Ortes sind der SV Jahnsbach, der Herolder SV, der TBV 08 Thum und der LV 90 Thum. Mit der Saison 2007/08 begeht der „Turn- und Ballspielverein“ (TBV), sein 100-jähriges Fußball-Jubiläum. Des Weiteren gibt es noch einen Tischtennis-, Schach- und einen Kegelverein, die in Ligabetrieben mitwirken.

Kultur

Neben Schnitz- und Klöppelvereinen sowie den traditionellen Bergmannsverein und die Bergmannskapelle, ist der, weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte, „Verein des Jugendblasorchesters“ zu erwähnen.

Söhne und Töchter der Stadt

Sonstiges

Die Fernsehserie Spuk von draußen wurde 1987 teilweise in Thum gedreht.

Literatur