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Familiengericht

Dieser Artikel behandelt das Familiengericht. Für den gleichnamige Fernsehserie siehe Das Familiengericht.

Familiengericht ist nach § 23b des deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) eine Abteilung des Amtsgerichts, die für die Entscheidung von Familiensachen zuständig ist.

Entgegen der Darstellung in mancher Fernsehsendung entscheidet immer ein Einzelrichter (oder eine Einzelrichterin), ohne dass Laienrichter (Schöffen) beteiligt wären.

Mit Ausnahme von Unterhaltsstreitigkeiten und Verfahren über den Zugewinnausgleich sind alle Verhandlungen nicht öffentlich. Nur für die Verkündung eines Urteils muss die Öffentlichkeit zugelassen werden.

Rechtsmittelgericht ist ein Zivilsenat des Oberlandesgerichts, der als Senat für Familiensachen oder Familiensenat bezeichnet wird.

Reform 2008

Mit dem Gesetzentwurf der Bundesregierung werden die Zuständigkeiten des Familiengerichts reformiert. Zukünftig sollen alle Streitigkeiten über Trennung und Scheidung von einem Großen Familiengericht verhandelt werden. Dieses Gericht soll für Verfahren zur Pflegschaft für Minderjährige, Adoption oder Schutz vor Gewalt zuständig werden, die bislang vor dem Vormundschafts- oder Zivilgericht verhandelt wurden. [1]

Siehe auch

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