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Erna Schneider Hoover

Erna Schneider Hoover (* 19. Juni 1926 in Irvington (New Jersey)) ist eine US-amerikanische Programmiererin und Erfinderin einer Prozesspriorisierung bei der computerisierten Telefonvermittlung.

Hoover erhielt 1948 einen Abschluss in klassischer und mittelalterlicher Philosophie und Geschichte am Wellesley College. Nach dem Erwerb des Doktorats in Philosophie und Grundlagen der Mathematik lehrte sie von 1951 bis 1954 am Swarthmore College, bis sie 1954 eine Forschungsstelle in den Bell Labs in New Jersey annahm. Dort programmierte sie in den 1960er Jahren ein computerisiertes System für Vermittlungsstellen, das die Gefahr einer Überbeanspruchung des Systems bei zu vielen Gesprächen ausschaltete.

Ihr Beitrag war eine Methode, die Prozesse zu priorisieren, nicht die Erfindung der Steuerung ("stored program control", SPC) selbst, die es schon seit 1958 gab und welche die mechanischen Schalteinrichtungen ersetzt hatte. Ihre Erfindung machte es möglich, die ankommenden Anrufe zu überwachen und die Rate der erfolgreich vermittelten Gespräche in Stoßzeiten zu erhöhen. Die weniger wichtigen Anrufe wurden dabei zurück gestellt. Die Arbeit machte sie teilweise, während sie nach der Geburt ihrer zweiten Tochter im Krankenhaus und zu Hause war. Für diese Entwicklung erhielt sie eines der ersten Softwarepatente. Es wurde ihr gemeinsam mit Barry J. Eckhart im November 1971 erteilt.

Die Prinzipien des Hoover'schen Schaltsystems sind auch heute noch in Anwendung, da die verschiedenen Kommunikationsunternehmen mit einer ständig wachsenden Flut von zu bewältigenden Gesprächen konfrontiert sind.

Personendaten
Hoover, Erna Schneider
Programmiererin, Erfinderin einer Prozesspriorisierung bei der computerisierten Telefonvermittlung
19. Juni 1926
Irvington (New Jersey)