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Großer-Belt-Bahntunnel

Der Großer-Belt-Bahntunnel verbindet die dänische Insel Sprogø mit der dänischen Stadt Korsør auf Seeland im Osten und ist Teil der festen Querung (Brücken- und Tunnelverbindung für sowohl Straßen- als auch Schienenfahrzeuge) Großer-Belt-Querung nach Nyborg auf Fünen im Westen.

Die Entscheidung, die Strecke durch einen Tunnel zu bauen, ist in schwingungstechnischen Problemen begründet, die sich bei einer Führung über die 1624 m lange Straßen-Hängebrücke ergeben hätten. Der Eisenbahntunnel ist als Zweiröhrentunnel mit zwei Einspurröhren angelegt, die durch 31 Querstollen miteinander verbunden sind und die sich jeweils gegenseitig als Rettungstunnel dienen können. Der Tunnel wurde mit vier Tunnelbohrmaschinen von 1988 bis 1996 im Rohbau erstellt, die Tunnelröhren sind 8024 m lang. Die Bahnstrecke hat eine maximale Neigung von 22 ‰, ist elektrifiziert und wurde am 1. Juni 1997 für den Eisenbahnverkehr eröffnet. Der tiefste Punkt im Tunnel liegt 75 m unter der Meeresoberfläche. Der Tunnel ersetzt die frühere Fährverbindung von Korsør nach Nyborg und verkürzt die Bahnreisezeit von Kopenhagen nach Jütland um 60 Minuten.