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Dilruba

Dilruba, Delroba in der Sprache Urdu bzw. (persisch دلربا‎) ist ein indoiranisches Instrument, das Überlieferungen zufolge in der Zeit von Amir Khusro als Kreuzung zwischen Sitar und Sarangi entstanden ist. Das Instrument gehört zu den Musikinstrumenten der nordindischen Khyal-Richtung (persisch خيال‎) - eigentlich Chaial, oft transkribiert (Khyal) bedeutet so wie "Einbildungskraft", "Traum", "Phantasie".

Was den doppelten Korpus anbelangt, haben Dilruba wie Rubab einen ähnlichen Klangkörper und die gleiche Anzahl von Saiten bzw. Wirbeln nämlich zwischen 19 bis 21 Saiten. Der Resonanzkörper der beiden Instrumente wir mit Fell bespannt. Anzumerken ist, dass der zweifache Korpus der Sitar sich im Laufe der Zeit voneinander entfernt hat und der zweite Korpus ganz geschrumpft am Halsende befestig ist und die heutige Sitar nicht mehr mit Fell bespannt und nicht mehr aus getrocknetem Kürbis gebaut wird.

Amir Khusro wird in Nordindien und Afghanistan u.a. als Begründer der nordindischen Dari-Richtung der Musik und als "Vater" der indischen Khyal-Richtung (Einbildung, Traum) bezeichnet.

Insbesondere Musiker wie "Das Licht von Punjab", Ashiq Ali Khan und sein Kabuler Kharabatschüler Mohamed Hussein Sarahang waren Khyal-Virtuosen.

Der afghanische Sänger Hafizullah Khyal wählte gleich seinen Künstlernamen nach dem Begriff Khyal.

Das Kabuler Künstlerviertel Kharabat war Geburtsort von manchen Dilruba- und Sarangi-Spielern. Der hervorragende Meister der Dilruba war Nazer und der Sarangi Ghulam Gailani. Nazar spielte unter der Leitung von Qasem Jo, Sohn von Sitarjo, der eine Musikgruppe für den neugegründeten afghanischen Rundfunk Radio Kabul gründete.

Das Orchester bestand aus folgenden Instrumentalmusikern ab den 30er Jahren:

Siehe auch

Iranische Musik, Indische Musik, Afghanische Musik Patialaschule