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Quintino Sella

Quintino Sella (* 7. Juli 1827 in Sella di Mosso, Provinz Biella; † 14. März 1884 in Biella) war ein italienischer Gelehrter, Politiker und Ökonom. Er war auch Minister in den Regierungen von Rattazzi, La Marmora und Lanza. Als Finanzminister sanierte er den Haushalt des neuen italienischen Staates und verlangte dabei vor allem der einfachen Bevölkerung enorme Opfer ab. Am 23. Oktober 1863 gründete er den C.A.I. Club Alpino Italiano (Italienischer Alpenverein). Er amtierte als Präsident der Accademia Nazionale dei Lincei.

Nachdem er mit zwanzig sein Studium der Hydrologie beendet hatte und in das Regio Corpo delle Miniere (Königlicher Bergbaudienst) eingetreten war, studierte er in Paris weiter und schaffte so die Grundlagen seiner Karriere, die besonders auf das Studium der Kristallographie ausgerichtet war. Nach seiner Rückkehr nach Turin unterrichtete Sella Geometrie am Institut für Technik, das später in die Schule für angewandte Ingenieurwissenschaften umgewandelt wurde. Zwischen 1854 und 1861 konzentrierte er seine Energien auf das Studium der theoretischen und morphologisch Kristallographie.

Während er an der Räumung (und der Erweiterung bis fast 18.000 Stück) von Mineralxemplaren von Bergwerken und Gruben des Königreich Piemont-Sardinien arbeitete, erfand er die elektromagnetische Auslesemaschine, die Kupferminerale vom Magnetit trennt.

Aus politische Gründen verließ er im Jahr 1860 den Mineralogielehrstuhl der Schule für angewandte Ingenieurwissenschaften. Kurz danach war er einer derer, die für Rom als Hauptstadt Italiens kämpften.

Personendaten
Sella, Quintino
italienischer Gelehrter, Politiker und Ökonom
7. Juli 1827
Sella di Mosso, Provinz Biella
14. März 1884
Biella