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Königsberg (Adelsgeschlecht)

Die von Königsberg waren eine reiche Ritterfamilie mit Besitzungen (14. bis 17. Jahrhundert) in der Buckligen Welt und Deutsch-Westungarn (dem heutigen Burgenland).

Im 14. Jahrhundert sind die ersten kleineren Besitzungen der Familie im westungarischen Raum bekannt. Die Burgherrschaften Bernstein, Aspang, Thomasberg, Ziegersberg, Schwarzenbach, Katzelsdorf und Seebenstein waren in den Händen der Königsberger.

Als Anhänger des Protestantismus waren sie nicht mehr, wie ihre Herrschaftsvorgänger, in der Landesverwaltung tätig. Im Militärdienst erwarben sie allerdings eine wichtige Stellung. Ab dem 16. Jahrhundert wurden sie neben anderen Herrschaftsinhabern verpflichtet, zum Schutz ihrer Region gegen die Türken bestimmte Kontingente an Militär unter Waffen zu halten. Unter anderem haben sie 1532 „ihre“ Burg Bernstein erfolgreich gegen den türkischen Ansturm verteidigt. Im Gegenzug für ihre militärischen Dienste bekamen sie Gelder aus staatlichen Steuern.

Im 16. Jahrhundert waren die Königsberger Ritter das mächtigste Adelsgeschlecht der Mark Pitten. 1585 wurden sie zu Freiherren erhoben.

Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges gerieten die Königsberger, wie viele andere Adelsgeschlechter, in finanzielle Schwierigkeiten und sahen sich gezwungen, Herrschaften zu verkaufen.

Quellen