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Vertrag von Königsberg

Der Vertrag von Königsberg vom 17. Januar 1656 war ein zwischen Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg-Preußen und König Karl X. Gustav von Schweden in Königsberg geschlossener Lehns- und Unterwerfungsvertrag.

Nachdem die Schweden die faktische Kontrolle über das Herzogtum Preußen (bis auf Königsberg) errungen hatten, unterstellte sich der preußische Herzog Friedrich Wilhelm der Lehnshoheit von König Karl Gustav, wodurch er seinen Vasalleneid gegenüber den polnischen König Johann II. Kasimir brach und wenig später in einer persönlichen Unterredung in Bartenstein mit dem Schwedenkönig auf „Bruderschaft“ trank. Ab da bis 1657, dem Jahr des Vertrages von Wehlau, nahm er aktiv am Schwedisch-Polnischen Krieg, unter anderen in der Schlacht von Warschau teil. Außerdem erhielt der brandenburgische Kurfürst das schwedisch eroberte Fürstbistum Ermland zu Lehen, das jedoch ein Jahr später im Zuge des Bündniswechsels wieder an Polen-Litauen zurückgegeben wurde.

Literatur