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Essen Hauptbahnhof

Essen
Essener Hauptbahnhof – 2007
Bahnhofsdaten
Kategorie Fernverkehrsknoten
Art

Durchgangsbahnhof

Bahnsteiggleise

13

Reisende

ca. 174.000 pro Tag (Stand: 09/2006)

Tägliche Zugfahrten
  • ca. 175 Fernverkehrszüge tägl.
  • ca. 226 Nahverkehrszüge tägl.
Abkürzung

EE

Webadresse

Bahnhof.de

Architektonische Daten
Eröffnung

1. März 1862

Architekt
Baustil
  • Vorkriegsbau: Neugotik
  • Nachkriegsbau: Neue Sachlichkeit
Stadt Essen
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten
51° 27′ 5″ N, 7° 0′ 50″ O7Koordinaten: 51° 27′ 5″ N, 7° 0′ 50″ O
Eisenbahnstrecken

Der Essener Hauptbahnhof ist ein wichtiger Haltepunkt für den Fern- und Regionalverkehr. Daneben verkehren hier auch S-Bahnen. Für den öffentlichen Personennahverkehr innerhalb Essens ist er der wichtigste Verkehrsknotenpunkt und gehört zu den 21 Bahnhöfen der höchsten Bahnhofskategorie der DB Station&Service. Er grenzt unmittelbar an das Südende der Essener Innenstadt.

Inhaltsverzeichnis

Bahnhofsanlage

Beim Essener Hauptbahnhof handelt es sich um einen Durchgangsbahnhof, dessen Bahnsteige einzelne Bahnsteigüberdachungen besitzen. Zusätzlich zu den Durchgangsgleisen besitzt der Bahnhof auch einige Stumpfgleise für den Verkehr in Richtung GelsenkirchenMünster, Hagen sowie Borken.

Quer und mittig unterhalb der Gleise befindet sich die Bahnhofshalle auf zwei unterschiedlichen Höhenniveaus, welche durch Treppen und Rolltreppen miteinander verbunden sind. Auf der unteren Ebene befinden sich Geschäfte und das Reisezentrum, auf beiden Ebenen dazu Gastronomie. Beide Ebenen ermöglichen den Durchgang von der nördlich des Bahnhofes gelegenen Essener Innenstadt in das Essener Südviertel. Die obere Ebene dient als Verteilerebene zu den Gleisen, ein direkter Zugang zu den Bahnsteigen ist von der unteren Ebene nicht möglich. Ein Fußgängertunnel am östlichen Ende der Gleise ermöglicht neben dem Gleiszugang ebenfalls den Durchgang von der Essener Innenstadt ins Südviertel. Ein zweiter Fußgängertunnel am westlichen Ende der Gleise verbindet nur einen Teil der Gleise und bietet nur von diesen einen indirekten Durchgang zur Innenstadt. Parallel und westlich zur Bahnhofshalle unterquert die Straße Am Hauptbahnhof samt Bushaltestellen die Gleisanlagen. Unterhalb des Essener Hauptbahnhofes befindet sich eine unterirdische Straßenbahn- und Stadtbahn-Station, die dominant blau beleuchtet ist.

Um Sicherheit im Bahnhof zu gewährleisten, unterstützt die Bundespolizei mit eigener Wache die Mitarbeiter der DB Sicherheit GmbH.

Umbau bis 2010

Da der Essener Hauptbahnhof als insgesamt eng und baufällig gilt und ihm wenige Ausdehnungsmöglichkeiten eingeräumt werden, wurde zwischenzeitlich eine Verlegung in den Bereich des Haltepunktes Essen-West ins Gespräch gebracht. Hiervon ist man aber wieder abgekommen. Stattdessen steht eine kostengünstigere Renovierung und Modernisierung des bestehenden Bahnhofes fest. Man plant die Fertigstellung eines sanierten, barrierefreien und vorzeigbaren Bahnhofes bis 2010, wenn Essen für das Ruhrgebiet zur Kulturhauptstadt wird. Dazu war ein NRW-Förderpaket angedacht, welches insgesamt 350 Millionen Euro für die fünf Städte Essen, Duisburg, Dortmund, Münster und Wuppertal vorsah. Im Juli 2007 hätte dann die DB Station & Service AG die ersten Arbeiten ausschreiben wollen.

Das tatsächliche Sanierungsvorhaben ist aber kein Paket für mehrere Städte geworden, sondern betrifft nur den Essener Hauptbahnhof. Er wird ab Juli 2008 komplett saniert und soll zum Kulturhauptstadtjahr 2010 fertiggestellt sein. Allein durch diesen Zeitdruck erlangte Essen den Zuschlag zur Sanierung. Die bisherige Finanzierungslücke von 18 Millionen Euro schließen nun gemeinsam Bund, Land und die Bahn. Von den Gesamtkosten von rund 60 Millionen Euro übernehmen das Land Nordrhein-Westfalen die Hälfte, weitere 16 Millionen Euro die Bahn und 14 Millionen Euro die Stadt. Zusätzlich investiert die Essener Verkehrs-AG (EVAG) knapp 5,3 Millionen Euro. Ab Juli 2008 ist vorgesehen, die gesamte Bahnhofshalle zu entkernen, wobei sie mindestens zehn Monate lang nicht genutzt werden kann. Zu den Gleisen kommt man dann durch den Zugang in der Bahnhofsunterführung oder den Nebeneingang zwischen Gildehof und Helbingstraße. Das Bahnhofsvordach zur Freiheit wird zu einer lichtdurchfluteten Halle umgebaut, in der auch das zukünftige Reisezentrum untergebracht wird. Mitte 2009 werden auf beiden Seiten des Bahnhofes barrierefreie Zugänge mit Aufzügen entstehen.

Seit 11. Februar 2008 baut die Essener Verkehrs-AG die etwa einhundert Meter lange, 1977 entstandene Passage zwischen Willi-Brand-Platz und Freiheit um und lässt dabei nicht nur neue Ladenlokale entstehen, sondern ersetzt auch die elektrischen Anlagen nach neuen Brandschutzbestimmungen und modernisiert die Lüftung. Die Passage soll Ende 2009 fertiggestellt sein.

Linien

Fernverkehr

Essen Hauptbahnhof ist Bahnhof des Fernverkehrs der Deutschen Bahn und wird im Fahrplanjahr 2007 von Zügen der folgenden Fernverkehrslinien bedient:

Linie Linienverlauf
10 BerlinHannoverDortmundEssenDuisburgDüsseldorfKöln/Bonn Flughafen
30 (Westerland (Sylt)–) Hamburg-AltonaBremenDortmundEssen-DuisburgKölnKoblenzMannheimStuttgart / (–Freiburg (Breisgau)Schweiz)
32 (BerlinHannover–) DortmundEssenDuisburgKölnKoblenzMannheimStuttgart (–Lindau/MünchenÖsterreich)
41 DortmundEssenDuisburgKölnFrankfurt (Main)WürzburgNürnbergMünchen
42 DortmundEssenDuisburgKölnFrankfurt (Main) FlughafenMannheimStuttgartMünchen
 /  51 BinzBerlin– / (DresdenLeipzig–) ErfurtKassel-WilhelmshöheDortmundEssenDuisburgKöln
55 LeipzigMagdeburgHannoverDortmundEssenDuisburgKöln

Einzelne, über die gewöhnlichen Laufwege der Linien hinausführende Züge sind ebenso wie Verstärkungszüge am Wochenende nicht aufgeführt.

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2007 verlor der Essener Hauptbahnhof die Halte der Nachtzüge, CityNightLine nach Wien und EN Jan Kiepura nach Warschau (mit Kurswagen nach Minsk und Moskau).

Regionalverkehr

In Essen Hauptbahnhof halten im Fahrplanjahr 2007 sechs Regional-Express-Linien, zwei Regionalbahn-Linien sowie fünf Linien der S-Bahn Rhein-Ruhr.

Linie Linienbezeichnung Linienverlauf
RE1 NRW-Express Aachen HbfKöln HbfDüsseldorf HbfDuisburg HbfEssen HbfDortmund HbfHamm (Westf)
RE2 Rhein-Haard-Express Mönchengladbach HbfViersenKrefeld HbfDuisburg HbfEssen HbfRecklinghausen HbfMünster (Westf) Hbf
RE6 Westfalen-Express Düsseldorf HbfDuisburg HbfEssen HbfDortmund HbfHamm (Westf)Bielefeld HbfMinden (Westf)
RE11 Rhein-Hellweg-Express Düsseldorf HbfDuisburg HbfEssen HbfDortmund HbfHamm (Westf)Paderborn Hbf
RE14 Der Borkener Essen HbfBottrop HbfDorstenBorken (Westf)
RE16 Ruhr-Sieg-Express Essen HbfBochum HbfWitten HbfHagen HbfLetmatheFinnentropSiegen oder Iserlohn (Zugteilung in Letmathe)
RB40 Ruhr-Lenne-Bahn Essen HbfWitten HbfHagen Hbf
RB42 Haard-Bahn Essen HbfRecklinghausen HbfMünster (Westf) Hbf
S 1 Düsseldorf HbfDuisburg HbfEssen HbfBochum HbfDortmund Hbf
S 2 Essen HbfWanne-Eickel HbfDortmund Hbf
S 3 Oberhausen HbfEssen HbfHattingen (Ruhr) Mitte
S 6 Essen HbfEssen-KettwigRatingen OstDüsseldorf HbfKöln HbfKöln-Nippes
S 9 Haltern am SeeBottrop HbfEssen HbfVelbert-LangenbergWuppertal Hbf

Geschichte

Am 1. März 1862 ging ein weiteres Teilstück der Bergisch-Märkischen-Eisenbahn-Gesellschaft zwischen Bochum und Mülheim an der Ruhr in Betrieb. Dazu wurde der Essener Bahnhof 1862 eröffnet. Er war allerdings nicht der erste Bahnhof in Essen, denn bereits im Jahr 1847 wurde der Bahnhof Essen – der heutige Bahnhof Essen-Altenessen – durch die Köln-Mindener Eisenbahn in Betrieb genommen[1]. Das erste, hölzerne Bahnhofsgebäude von 1862 wurde durch ein repräsentatives Bahnhofsgebäude des Architekten Fritz Klingholz, unter der Leitung von Alexander Rüdell, ersetzt und die Verkehrsanlagen niveaufrei über die Straßen gelegt. Baubeginn war im Jahre 1900, eröffnet wurde der Bahnhof dann zum Ende des Jahres 1902. Durch die Bombardierung im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude erheblich beschädigt, so dass es in der Nachkriegszeit durch einen schlichten Neubau ersetzt wurde.

Aktuelle Zahlen

Stand September 2006.[2]

Quellen

  1. ruhr-guide.de
  2. Fakten auf Bahnhof.de