Heim

Kosovo

Republika e Kosovës
Република Косово / Republika Kosovo

Republik Kosovo
Flagge Wappen
Amtssprache Albanisch, Serbisch [1]
Hauptstadt Prishtina/Priština
Staatsform Republik
Regierungsform Protektorat der UNO/EU/OSZE
Parlamentarische Demokratie
Staatsoberhaupt Staatspräsident Fatmir Sejdiu
Regierungschef Premierminister Hashim Thaçi
Fläche 10.887 km²
Einwohnerzahl 2.126.708[2]
Bevölkerungsdichte 195 Einwohner pro km²
BIP 2.711.552.700 € (2006)[3]
BIP/Einwohner 1.275 € (2006)[3]
Währung Euro1
Unabhängigkeit 17. Februar 2008 (Proklamation)2
Nationalhymne Evropa
Zeitzone UTC+1 MEZ
UTC+2 MESZ (März–Oktober)
Internet-TLD noch nicht vergeben
Telefonvorwahl +381 (vorläufig, entspricht der Vorwahl von Serbien)

+37744 (vorläufig, entspricht der Vorwahl des Mobilnetzes von Monaco)

Die völkerrechtliche Gültigkeit der Unabhängigkeitserklärung ist international umstritten.
1 siehe Währung
2 Die Unabhängigkeit wurde bislang nur von einzelnen Staaten anerkannt.

Der Kosovo (auch das Kosovo oder artikellos;[4] albanisch Kosova oder Kosovë, kyrillisch Косово) ist ein Land in Südosteuropa, das sich am 17. Februar 2008 als Republik Kosovo von Serbien loslöste und die staatliche Unabhängigkeit erklärte.

Serbien sieht den Kosovo weiterhin als seine Autonome Provinz Kosovo und Metochien (Autonomna pokrajina Kosovo i Metohija/Аутономна покрајина Косово и Метохија, kurz Kosmet/Космет; albanisch Krahina Autonome e Kosovës dhe Metohisë) an.

International ist die Unabhängigkeit umstritten. Eine Reihe von Staaten erkennen den Kosovo als souveränen Staat an, andere lehnen diese Anerkennung ab. Die meisten Staaten verhalten sich abwartend.

Im Kosovokrieg verlor Serbien 1999 die faktische Kontrolle über das Gebiet. Es kam zunächst – unter formeller Wahrung der Zugehörigkeit zu Serbien – durch die UN-Resolution 1244 unter UN-Verwaltung. Die weitere Entwicklung nach der Unabhängigkeitserklärung soll durch die Rechtsstaatlichkeitsmission der Europäischen Union im Kosovo („EULEX Kosovo“) überwacht werden. Diese wird aber bis auf Weiteres von der UNMIK kontrolliert werden.

Inhaltsverzeichnis

Name und Etymologie

„Kosovo“ denotiert in der Regel das Gesamtgebiet. Auch im Serbokroatischen wird Kosovo bedeutungsgleich verwendet, obwohl sich insbesondere im Serbischen die Bezeichnung Kosmet, eine Wortkombination aus Kosovo und Metochien, daneben etabliert.

Kosovo

Kos bezeichnet im Serbokroatischen die Amsel. Die Region ist nach Kosovo Polje, dem Amselfeld, bei Priština benannt. Das Wort kosovo ist ein besitzanzeigendes Adjektiv (dt. zur Amsel gehörig) und ist daher ohne zusätzliches polje (dt. Feld) eigentlich unvollständig, hat sich jedoch in dieser Form als Abkürzung eingebürgert.

Metochien

Die serbische Bezeichnung Metohija leitet sich vom griechischen μετοχή (metochí „Gemeinschaft“) ab. Diese Bezeichnung wurde in Jugoslawien von staatlicher Seite seit 1974 nicht mehr gebraucht. Metochien beschreibt eine von vielen Kirchen und vor allem mit überdurchschnittlich vielen Klöstern geprägte Landschaft mit ihren vielen Mönchsgemeinschaften, auf die man sich mit der Bezeichnung letztendlich bezieht.

Dardanien

Im Oktober 2000 präsentierte Ibrahim Rugova, damaliger Chef der albanischen Demokratischen Liga von Kosovo (LDK) seinen Vorschlag für eine zukünftige Flagge des Kosovo. Auf ihr befand sich ein Spruchband mit der Bezeichnung „Dardania“, die Rugova als Landesnamen eines unabhängigen Kosovos vorschlug. Dardanien ist unter Albanern eine verbreitete Bezeichnung für Kosovo. Er leitet sich vom antiken illyrischen Volk der Dardaner ab, die im Gebiet des heutigen Kosovos lebten.[5]

Geographie

Der Kosovo liegt in Binnenlage im Zentrum der Balkanhalbinsel. Es grenzt im Südwesten an Albanien, im Nordwesten an Montenegro, im Norden und Osten an Serbien bzw. das Engere Serbien und im Südosten an Mazedonien. Tektonisch sind die Einebnungen des Amselfeldes und Metochiens gänzlich von Gebirgen begrenzt. Die Gebirgsgruppen des Prokletije grenzen den Kosovo zu Montenegro und Albanien, der Kopaonik zu Serbien und die Šar Planina zu Mazedonien ab. Durch diese räumliche Struktur einer von Hochgebirgen umgebenen Senke war der Kosovo zum einen schon immer eine wichtige ackerbaulich genutzte Region – bekannt ist der Amselfelder Wein – sowie Zentrum der balkanischen Fernweidewirtschaft, in dem insbesondere die Niederung Metochiens als Winterweidegebiet genutzt wurde und noch im 19. Jahrhundert von thessalischen und nordserbischen Wanderhirten aufgesucht wurde. Eine Besonderheit der Viehzucht stellt die zum Teil bis heute andauernde Nutzung von Wasserbüffeln dar.

Siedlungsgeographisch ist das höher gelegene Amselfeld (albanisch: Fushë Kosovë, kyrillisch Косово поље) mit der Hauptstadt Priština, das sich zwischen dem Ibar und der Južna Morava als langgezogen Senke hinzieht, heute die ökonomisch wichtigere Region. Historisch war Metochien (albanisch: Rrafshi i Dukagjinit, serbisch: Metohija/Метохијa) mit den ältesten städtischen Zentren von Prizren, dem alten römischen Verwaltungszentrum und späteren serbischen Kaiserstadt sowie Peć bedeutender.

Die Ebenen sind durch ein hügeliges großteils von lockeren Eichenwäldern bewachsenen Mittelgebirgsland voneinander getrennt, was die Kommunikationswege erschwert.

Mit 10.877 km² hat Kosovo etwa zwei Drittel der Größe Schleswig-Holsteins und ist mit 195 Einwohnern pro Quadratkilometer vergleichsweise dicht besiedelt.

Die Hochgebirgslandschaften an den Grenzen zu Albanien, Montenegro und Mazedonien erreichen durchweg 2.500 m. Höchste Berge sind Gjeravica/Djeravica (in der Großgemeinde Pejë/Peć) 2.656 m Bistra (Ferizaj/Uroševac) 2.640 m Marjash/Marjaš (Pejë/Peć) 2.530 m Luboteni/Ljuboten (Ferizaj/Uroševac) 2.496 m und Koproniku/Koprivnik (Pejë/Peć) 2.460 m. Großteils aus Silikatgesteinen aufgebaut, sind die Gebirge meist auch wasserreich und gut für Vieherdenhaltung geeignet. Aus kreidezeitlichen Kalken sind Karstgebirge wie der Koprivnik sowie die zentralen Teile der Šar Planina mit der Bistra aufgebaut, damit auch weniger zugänglich und wasserärmer.

Zahlreiche Glazialseen finden sich insbesondere in der Šar Planina. Im Metochischen Prokletije sind drei kleine Seen um die Djeravica als Zeugnisse eiszeitlicher Vereisung der Gebirge übriggeblieben.[6]

Durch das Land fließt der Weiße Drin, welcher in der Nähe von Peja/Peć entspringt. Der Drin ist der wichtigste und mit 122 km der längste Fluss in Kosovo.[6] Einige Seen und Stauseen befinden sich im Landesinneren sowie an den Grenzen zu Serbien und Albanien. Der größte von ihnen ist der Gazivodesee 11.9 km², gefolgt von Radonjić-See und Batlava-See.

53 % der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, 41 % sind Waldgebiet und 5 % bebaut bzw. Stadtgebiet.

Klima

Kosovo verfügt über gemäßigtes kontinentales Klima mit ausgeprägten, jahreszeitlich bedingten Temperaturschwankungen. Die Temperaturen können im Sommer bis auf 40 °C steigen und im Winter auf unter −20 °C fallen, starke Schneefälle sind dabei keine Seltenheit.[7]

Bevölkerung

Die Bevölkerung des Kosovo wird auf circa 1,9 bis 2,2 Millionen Einwohnern geschätzt. Sie ist sehr jung: 33% sind unter 16 Jahre alt, über die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 25 Jahre, nur 6% über 65 Jahre. Die Geburtenrate übertrifft die Sterberate derzeit deutlich: 23 Geburten pro 1000 Einwohnern standen im Jahr 2003 sieben Todesfälle pro 1000 Einwohner gegenüber, sodass die Bevölkerung wächst. Die kosovarische Bevölkerung hat sich seit 1982 verdoppelt. Die Lebenserwartung für Frauen beträgt 71, die der Männer 67 Jahre. Der Anteil der Landbevölkerung liegt zwischen 60 und 65%. Schätzungsweise 350.000 bis 400.000 Kosovaren leben im Ausland, vor allem in Deutschland, den Vereinigte Staaten, Österreich und der Schweiz.

Die Kosovo-Albaner wuchsen im Laufe des letzten Jahrhunderts zur Mehrheit. Seit 1981 hat sich ihr Anteil von 77,4 % auf 88 % erhöht.[8]

Ethnien

Hauptartikel: Ethnische Minderheiten in Kosovo

Das Kosovo wird mehrheitlich von Kosovo-Albanern bewohnt; Schätzungen der Weltbank aus dem Jahre 2000, denen das statistische Amt von Kosovo bis heute folgt, gehen von 88 % Albanern, 7 % Serben und 5 % der übrigen ethnischen Gruppen aus. Zu letzteren gehören Türken, Bosniaken, Torbeschen, Goranen, Janjevci (Kroaten), Roma, Aschkali und Kosovo-Ägypter.[6]

Die Mehrheit der Kosovo-Albaner sind sunnitische Muslime, die Mehrheit der Serben gehören der serbisch-orthodoxen Kirche an. Es gibt unter den Albanern aber auch Katholiken und Orthodoxe, ebenso gibt es unter den slawischen Ethnien auch Muslime. Der Anteil der Konfessionslosen ist im europäischen Vergleich hoch.

Alphabetisierung

Bei Frauen ist der Anteil an Analphabeten signifikant höher als bei Männern: 13,4 % in ländlichen Gebieten (3,8 % bei Männern) und 10,4 % in städtischen Siedlungen (Männer 2,3 %). Analphabetismus ist nicht nur vom Geschlecht, sondern auch vom Alter abhängig – in der Gruppe bis 39 Jahre liegt die Rate weit unter dem Durchschnitt, bei Frauen zwischen 55 und 59 Jahren sind knapp 20 %, bei Frauen zwischen 70 und 74 Jahren knapp 60 % Analphabeten.

Familie und Wohnung

Das Zusammenwohnen in einer Großfamilie ist in Kosovo weitverbreitet; die Durchschnittsgröße eines Haushalts liegt bei 6,5 Personen. Dies ist auf dem Land deutlich ausgeprägter als in der Stadt.

Die Bewohner von Kosovo sind zu 99 % Eigentümer der Räumlichkeiten, in denen sie wohnen, nur 1 % lebt zur Miete. 10 % der Haushalte verfügen über ein Zimmer, 36 % über zwei, 25 % über drei und 20 % über vier Zimmer. 93 % heizen in der Regel mit einem Holzofen, 3 % in der Regel mit Elektroöfen, nur 4 % mit Fernwärme oder einer Zentralheizung. In den Städten sind 94 % der Haushalte mit fließendem Wasser ausgestattet, in ländlichen Gegenden müssen dagegen 44 % ihr Wasser vom Brunnen holen.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte des Kosovo

Ursprünglich von Illyrern besiedelt (das an einem Seitenzweig der Via Egnatia gelegene römische Theranda (das heutige Prizren) war usrprünglich eine illyrische Siedlung), kam das Gebiet des heutigen Kosovos nach der Zerschlagung des von Königin Teuta regierten Illyrischen Reichs der Labeaten im ersten Illyrischen Krieg 229/228 v. Chr. unter römische Herrschaft. Erst nach weiteren Jahrzehnten militärischer Auseinandersetzungen zwischen Römern und Illyrern wird die Region im Jahre 168 v. Chr. als Protektorat Teil des Römischen Imperiums. Seit 59 v. Chr nominell als Illyrische Provinz bezeichnet wird diese nach den Kriegen Octavians in Illyrien 35-33 v. Chr. offiziell Römische Provinz. Durch weitere Eroberungen der Römer und der Etablierung der Provinz Moesia verbleibt das heutige Gebiet Metohijens Teil Illyricums während das Amselfeld zu Moesia superior zugeschlagen wird. Neben Theranda ist das in der Nähe von Pristina gelegene Ulpiana wichtigste römische Siedlung im Gebiet des Kosovo. Durch die Reorganisation des Reiches und der Reichsteilung unter Theodosius I. wird die Region Teil Ostroms.

Mit der Völkerwanderung der Awaren und der Plünderung und Einnahme der wichtigsten byzantinischen Städte in Mösien und Illyrien (Balkanfeldzüge des Maurikios) siedeln sich in deren Gefolge Slawen an. Der nachfolgenden Zugehörigkeit zum Großbulgarischem Reich wird die Region erst wieder unter Basileios II. von den Byzantinern zurückerobert. Die byzantinische Herrschaft dauert danach 200 Jahre an und wird mit der Schlacht bei Sirmium unter Manuel I. Komnenos auch gegenüber Ungarn gefestigt. Die Einbindung des serbischen Großžupans Stefan Nemanja als byzantinischem Vasall und der von Ostrom erfolgten Missionierung und kulturellen Prägung des serbischen Hofes folgt die Bildung des ersten serbischen Reichs auch auf ehemals byzantinischen Gebieten im Kosovo und Mazedonien. Mit Anerkennung der Autonomie durch das Byzantinische Reich nach den katastrophalen Ereignissen des Vierten Kreuzzuges und der resultierenden Vormachtstellung der Nemanjiden im Hochmittelalter auf dem Balkan, dehnen die Serben ihr Imperium (Raszien) zeitweilig bis nach Griechenland und Albanien aus. Mit der Niederlage des serbischen Königreichs in der Schlacht an der Maritza 1371 dringen die Türken endgültig in den Balkanraum ein. Das serbische Reichszentrum im 14. Jahrhundert im Kosovo gelegen, ist 1389 Schauplatz der Schlacht auf dem Amselfeld. Die serbisch-bosnische Allianz unter Lazar Hrebeljanovic wird von den Osmanen geschlagen und die Gegen Ende des 14. Jahrhunderts begonnene Eroberung des heutigen Serbiens sowie Bosnien und Herzegowinas kann im Jahr 1459/1461 unter Mehmet II. vollendet werden. Serbien und Bosnien werden für die folgenden vier Jahrhunderte zu Provinzen des Osmanischen Reiches. Der Mythos der Kosovo-Schlacht begründete das Trauma und die emotionale Bindung der Serben an die heute mehrheitlich von Albanern bewohnte Region. Die unter türkischer Herrschaft islamisierten Albaner rückten in das von Serben verlassene Kosovo-Gebiet nach.[9]

Nach dem 1. Balkankrieg wurde Kosovo 1912 größtenteils Serbien die Gegend um Pec Montenegro zugeschlagen. In der Zeit zwischen den Weltkriegen gehörte er zum ersten jugoslawischen Staat, nach dem Zweiten Weltkrieg zur Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien als Teil Serbiens. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebiet Albanien zugeschlagen, das zu dieser Zeit ein italienischer Vasallenstaat war. Mit einer Änderung der Jugoslawischen Verfassung 1974 wurden die zuvor schon bestehenden Autonomierechte erheblich erweitert, aus dem zuvor autonomen Gebiet wurde eine autonome Provinz innerhalb Serbiens.

Die Autonomie wurde 1989 im Rahmen der sogenannten Antibürokratischen Revolution auf Betreiben von Slobodan Milošević durch einen Beschluss des serbischen Parlaments aufgehoben. Schon während der Jugoslawienkriege flohen auch viele Kosovaren, obwohl es im Kosovo selbst nicht zu Kriegshandlungen gekommen war. Die Kosovo-Albaner baten in verschiedenen europäischen Ländern um Asyl, weil ihre Menschen- und Bürgerrechte missachtet wurden. Es gab seit 1989 kein albanischsprachiges Schulwesen mehr, Albaner wurden willkürlich enteignet, ihre Vereine und politischen Parteien waren verboten. Die meisten im Staatsdienst beschäftigten Albaner wurden nach 1989 aufgrund ihrer Nationalität entlassen.

Nachdem die internationale Gemeinschaft die Rückerlangung der Autonomie des Kosovo aus der Friedenskonferenz von Dayton im Jahr 1995 ausgeklammert hatte, verschärften sich die Konflikte zwischen den Volksgruppen weiter und mündeten schließlich in der Forderung nach staatlicher Souveränität. Sezessionistische Gruppen, darunter die Kosovarische Befreiungsliga LDK, errichteten mit der „Republik Kosova“ einen Schattenstaat, dessen Parallelinstitutionen unter anderem Schulbildung und medikamentöse Versorgung der Albaner sicherstellen sollten. Der anfangs gewaltfreie Widerstand ging ab etwa 1996 unter Führung der UÇK in kämpferische Auseinandersetzungen zwischen albanischen Freischärlern und den serbischen Streitkräften über. Bis zum Jahr 1999 vervielfachten sich die Zahlen albanischer Flüchtlinge aus dem jugoslawischen Staatsgebiet [10], besonders in Richtung der Nachbarländer Albanien und Mazedonien sowie in die Europäische Union und die Schweiz [11].

Mit der Begründung, eine humanitäre Katastrophe abwenden zu wollen, begann die NATO nach dem Scheitern der Verhandlungen von Rambouillet am 24. März 1999 mit der Bombardierung strategischer Ziele in Jugoslawien. Im Zuge des Krieges wurde der Kosovo von den internationalen Truppen besetzt und ein UN-Protektorat (UNMIK) errichtet. Während des Krieges stiegen die Flüchtlingszahlen noch einmal sprunghaft an, ebbten anschließend aber ab und viele Kosovaren kehrten in ihre Heimat zurück oder wurden in sie abgeschoben. Die Region wurde militärisch befriedet. Jedoch kam es im März 2004 zu konzertierten Gewalttätigkeiten überwiegend gegen Serben und ihre religiösen Stätten, aber auch gegen Roma und Aschkali; etwa 50.00 Personen nahmen an diesen Gewalttätigkeiten teil, bei denen 19 Menschen getötet, knapp 1.000 verletzt und rund 4.100 vertrieben wurden.[12] Die NATO verstärkte daraufhin ihre Präsenz.

Seit Beginn der UN-Mission im Kosovo stand dessen zukünftiger politischer Status regelmäßig auf der internationalen Tagesordnung. Auch nach dem Scheitern des Versuchs, mit Serbien zu einer einvernehmlichen Lösung zu gelangen, und der darauf folgenden einseitigen Unabhängigkeitserklärung des kosovarischen Parlaments vom 17. Februar 2008, ist das Thema noch immer nicht vollständig geklärt. Die Position jener Nationen, die von Beginn an eine Unabhängigkeit des Kosovo befürwortet haben, darunter das Vereinigte Königreich und die USA, wird mittlerweile von einem Großteil der westeuropäischen Staaten mitgetragen. [13] Bereits zuvor hatte die Europäische Union den Start der EULEX-Mission gebilligt, bei der 1.800 Polizisten und Juristen die Aufgaben der bisherigen UN-Verwaltung des Kosovo übernehmen sollen. [14]. Die dauerhaften Sicherheitsrats-Mitglieder Russland, China sowie zahlreiche weitere Staaten, vor allem in Südamerika und Asien, lehnen die Unabhängigkeit des Kosovo ab und unterstützen Serbiens Anspruch auf dessen Wiedereingliederung in das serbische Staatsgebiet.

In den Wochen nach der Ausrufung der Republik Kosovo kam es - überwiegend im mehrheitlich von Serben bewohnten Norden des Landes - erneut zu gewalttätigen Ausschreitungen, die erst durch ein Eingreifen der KFOR-Truppen beendet werden konnten. [15]

Politik

Der völkerrechtliche Status von Kosovo ist umstritten. Nach dem Ende des Kosovo-Krieges kam das Gebiet unter Verwaltung der Vereinten Nationen, blieb aber formell Teil Serbiens. Seit der Unabhängigkeiterklärung vom 17. Februar 2008 ist Kosovo aus Sicht seiner Institutionen ein souveräner Staat. Bis jetzt haben 43 von 192 UNO-Staaten die Unabhängigkeit des Kosovo anerkannt. Andere halten die Unabhängigkeit für rechtswidrig und betrachten Kosovo weiterhin als einen Teil Serbiens, auch wenn die serbische Regierung de facto keine Kontrolle mehr über das Gebiet ausübt.[16] Die Unabhängigkeit soll international überwacht werden, zur Sicherung der Rechtsstaatlichkeit wird die Europäische Union die Mission EULEX Kosovo entsenden.

Vier Monate nach der Unabhängigkeitserklärung trat am 15. Juni 2008 die neue Verfassung des Kosovo in Kraft.[17] Eine Woche zuvor war vom Parlament in Priština bereits eine neue Nationalhymne und die Gründung einer eigenen 2.500 Mann starken Sicherheitsgruppe verabschiedet worden. Die neue Verfassung definiert das Land als demokratisch regierten, laizistischen „Staat aller seiner Bürger“, der die Rechte seiner Minderheiten und die internationalen Menschenrechte respektiert. In der neuen Verfassung werden die Gleichheit der Volksgruppen und die Bedeutung des Minderheitenschutzes besonders hervorgehoben. Autonomierechte werden den serbischen dominierten Regionen zugesprochen.[18] Als „rechtlich nicht existent“ bezeichnete die Verfassung dagegen Serbiens Präsident Boris Tadić.[17]

Die Sicherheit wird von der durch ein UN-Mandat legitimierten Friedenstruppe „Kosovo Force“ (KFOR) unter Führung der NATO garantiert. Die politische Arbeit teilen sich die UN-Mission Kosovo UNMIK und die von ihr gegründeten lokalen „Institutionen der provisorischen Selbstverwaltung“ (PISG). Daneben gibt es in serbischen Enklaven von Kosovo, insbesondere im Norden, von Serbien finanzierte und kontrollierte parallele Verwaltungsstrukturen (Schulen, Gerichte, Behörden). Diese werden von der UNMIK zwar toleriert, aber nicht anerkannt; umgekehrt erkennen die serbischen Verwaltungen ihrerseits nicht die Entscheidungen der UNMIK an.

Nordkosovo

Der überwiegend von Serben bewohnte Nordkosovo entzieht sich de facto der Kontrolle der Institutionen in Priština, da die Einwohner die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkennen.

Die Übergangsverwaltungsmission der Vereinten Nationen im Kosovo (UNMIK)

Karte der UNMIK-Stützpunkte

Die UNMIK besteht aus vier Säulen, die von unterschiedlichen internationalen Organisationen gebildet werden:

Wichtige Funktionen sind dem Leiter der UNMIK vorbehalten: Genehmigung des (von der lokalen Selbstverwaltung erstellten und verwalteten) Haushalts, Recht und Ordnung (Internationale UN-Polizei und lokale Kosovo-Polizei), Ernennung von Richtern, Schutz ethnischer Minderheiten, Außenbeziehungen wie der Abschluss von Verträgen mit anderen Staaten oder internationalen Organisationen, Verwaltung des Eigentums der Öffentlichen Hand, Zoll- und Geldpolitik.

Als Leiter der UNMIK und Sonderbeauftragter des UN-Generalsekretärs fungiert seit 2006 Joachim Rücker.

Institutionen der provisorischen Selbstverwaltung (PISG)

Repräsentanten der PISG sind der am 10. Februar 2006 vom Parlament gewählte Präsident Fatmir Sejdiu (LDK) und der kosovo-albanische Premierminister Hashim Thaçi (PDK), das Parlament und die lokalen Selbstverwaltungen. Dieser Regierung wird von amnesty international mangelnde Implementation von Minderheitenrechten sowie die Nichtverfolgung an an Serben begangenen Kriegsverbrechen vorgeworfen.[19]. Aufgrund langdauernder Verbindungen zwischen politischem Extremismus und organisierter Kriminalität[20]bestehen enge Beziehungen zwischen Teilen des aus der UÇK hervorgegangenen politischen Establishments und kriminellen Strukturen[21].

Parlament

Parlamentswahl 2008
Partei
(Nationalität)
Prozent Sitze
im Parlament
PDK (alb.) 30.83% 37 
LDK (alb.) 20,83 % 25 
AKR (alb.) 10,83 % 13 
AAK (alb.) 10,83 % 13 
LDD (alb.) 9,17 % 11 
SLS (serb.) 5,83 %
7+ (alb.) 5,83 %
Ohne Partei (alb. + serb.) 5,83 %
Quelle: Kosovarisches Parlament

Im 120-köpfigen Parlament sind 10 Sitze für Vertreter der Kosovo-Serben, vier Sitze für Roma, Aschkali und Ägypter, drei für Bosniaken, zwei für Türken und einer für Goranen reserviert.

Parteien

Die Zivilgesellschaft von Kosovo ist entlang ethnischer Linien in die einzelnen Gruppen aufgespalten; dies setzt sich in der kosovarischen Parteienlandschaft fort. Die Parteienlandschaft ist zersplittert, es gibt viele kleine instabile Parteien. Die politischen Parteien von Kosovo, so der UN-Sondergesandte Kai Ede in einem Bericht über die Lage von Kosovo, betrachteten Institutionen und öffentlichen Dienst als ihren Besitz; Politiker fühlten sich nicht der Allgemeinheit verpflichtet; Posten würden auf Grund politischer oder Clan-Zugehörigkeit besetzt.

UNMIK und PISG

Die Kompetenzverteilung zwischen UNMIK und PISG belässt die letzte Verantwortung beim Leiter der UNMIK und Sonderbeauftragten der UN für Kosovo. Er bestimmt die Richtlinien der Politik nach innen – zum Beispiel über die Genehmigung des Haushalts – und vertritt Kosovo international nach außen. Innerhalb des von ihm festgelegten Rahmens trifft die PISG Entscheidungen.

Problemfelder

Nach einer vom UNDP (United Nations Development Programme) unter den Bewohnern von Kosovo in der zweiten Jahreshälfte 2005 durchgeführten Umfrage bezeichneten die einzelnen ethnischen Gruppen als jeweils größtes aktuelles Problem (Angaben in Prozent der ethnischen Gruppe):

Albaner
Arbeitslosigkeit (33,8 %), Ungewissheit über den künftigen Status von Kosovo (28,3 %), Armut (19,4 %), Korruption (4,8 %), das Schicksal der Vermissten (4,3 %), Stromversorgung (3,6 %), Preise (1,2 %) ungelöste Morde (1,0 %).
Serben
Öffentliche und persönliche Sicherheit (30,7 %), Armut (15,3 %), Beziehungen zwischen den Volksgruppen (12,9 %), Arbeitslosigkeit (12,4 %), Ungewissheit über den künftigen Status von Kosovo (9,9 %), Organisierte Kriminalität (6,4 %), Schicksal der Vermissten (3,0 %), Stromversorgung (1,5 %).
Andere Minderheiten
Arbeitslosigkeit (43,5 %), Ungewissheit über den künftigen Status von Kosovo (20,4 %), Armut (17,6 %), Stromversorgung (9,3 %), Preise (2,8 %), Beziehungen zwischen den Volksgruppen (2,8 %), Korruption (1,9 %), soziale Probleme und Gesundheitsversorgung (jeweils 0,9 %).

Soweit die Binnensicht. In einem Bericht des UN-Sondergesandten Kai Eide werden aus Sicht westlicher Helfer folgende Probleme angesprochen:

Symbole

Viele Kosovo-Albaner verwenden die Flagge Albaniens, während die meisten Serben die Flagge Serbiens bevorzugen. Da Kosovo aber derzeit unter der Verwaltung der Vereinten Nationen steht, wurde bisher bei offiziellen Anlässen die Flagge der Vereinten Nationen verwendet. Seit der Unabhängigkeitserklärung durch das kosovarische Parlament verwendet die Regierung die neue Flagge von Kosovo.

Am 5. Juni 2008 gab der Vorsitzende der Verfassungskommission des kosovarischen Parlamentes Hajredin Kuqi bekannt, dass die Arbeitsgruppe zur Findung der künftigen Nationalhymne sich auf die Komposition "Evropa" ("Europa") von Mehdi Menxhiqi geeinigt hat. Die Nationalhymne ist mit der Verabschiedung der Verfassung des Kosovo am 15. Juni 2008 in Kraft getreten und damit die bisher provisorisch verwendete Europahymne ablösen. Die neue Nationalhymne hat keinen Text.

Verwaltungseinheiten

Kommunale Körperschaften im Kosovo
Großgemeinde
(alb./serb.)
Zahl
der Einwohner
Zahl der
Siedlungen
Fläche
in km²
Deçan/Dečani 50.500 42 180
Dragash/Dragaš 34.562 37 434
Gjakovë/Đakovica 153.000 85 521
Gllogovc/Glogovac 70.400 36 k. A.
Gjilan/Gnjilane 129.690 63 515
Istog/Istok 44.610 51 k.A.
Kaçanik/Kačanik 43.009 42 306
Kamenicë/Kamenica 63.000 74 k.A.
Klinë/Klina 54.900 53 k.A.
Fushë Kosovë/Kosovo Polje 40.000 18 k.A.
Leposaviq/Leposavić 18.500 72 750
Lipjan/Lipljan 76.143 71 422
Malishevë/Mališevo 65.520 43 k.A.
Mitrovicë/Mitrovica 107.045 49 350
Novobërdë/Novo Brdo 3.751 28 k.A.
Obiliq/Obilić 28.653 20 k.A.
Rahovec/Orahovac 78.297 35 276
Pejë/Peć 91.112 95 k.A.
Podujevë/Podujevo 131.300 78 633
Prishtinë/Priština 564.800 k.A. 854
Prizren/Prizren 221.374 76 k.A.
Skenderaj/Srbica 70.414 52 k.A.
Shtërpcë/Štrpce 13.633 16 k.A.
Shtime/Štimlje 29.000 22 k.A.
Suharekë/Suva Reka 80.460 41 361
Ferizaj/Uroševac 143.842 48 345
Viti/Vitina 59.810 k.A. 300
Vushtrri/Vučitrn 102.662 66 344
Zubin Potok/Zubin Potok 14.800 64 335
Zveçan/Zvečan 16.600 45 104
k.A.: keine Angaben
Quelle: OSZE-Regionalberichte 2005

Kosovo ist in 30 Großgemeinden aufgeteilt (siehe Tabelle). Zu den Einwohnerzahlen gibt es derzeit nur Schätzungen oder Fortschreibungen älterer Angaben. Genauere Daten sind derzeit nicht verfügbar, 2008 soll in Kosovo eine Volkszählung durchgeführt werden.

Wirtschaft

Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (Literatur, Webseiten oder Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst gelöscht. Hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Währung

Offizielles Zahlungsmittel ist der Euro. Kosovo ist jedoch kein Mitglied der Europäischen Währungsunion. Die damals bereits als Zweitwährung etablierte D-Mark wurde 1999 von der UNO-Verwaltung als Währung eingeführt und später vom Euro abgelöst.

Ärmste Region Jugoslawiens

Innerhalb Jugoslawiens war Kosovo die ärmste Region. Ursache dafür war – neben der allgemeinen Rückständigkeit der Region – auch eine verfehlte Wirtschafts- und Strukturpolitik der Ära Tito: in Kosovo wurde überwiegend rohstofferzeugende und wenig weiterverarbeitende Industrie angesiedelt. Zwar wurde Kosovo von anderen jugoslawischen Republiken subventioniert, trotzdem lagen die Investitionen in den sechziger und siebziger Jahren bei etwa 50 % des jugoslawischen Durchschnitts. Die Subventionen gingen darüber hinaus zu einem guten Teil in den nichtproduktiven Bereich. Das Bruttosozialprodukt pro Kopf sank so von 44 % des jugoslawischen Durchschnitts im Jahr 1952 auf 27 % im Jahr 1988.[22]

1989 lag das monatliche Durchschnittseinkommen in Kosovo bei 454 Dinar (Slowenien: 1180; Kroatien: 823; Zentralserbien: 784). In den frühen neunziger Jahren wurde die wirtschaftliche Produktivität von Kosovo noch einmal halbiert. Gründe waren der Zerfall des früheren Wirtschaftsraumes Jugoslawien im Gefolge der innerjugoslawischen Bürgerkriege, internationale Sanktionen und mangelnder Zugang zu auswärtigen Märkten und Finanzen. Durch den serbisch-albanischen Konflikt kam es 1998/99 noch einmal zu einem Rückgang von 20 % – auf einem ohnehin schon sehr niedrigen Niveau.

Die Wirtschaft von Kosovo stützt sich zum einen auf kleinbäuerliche Familienbetriebe sowie Privatunternehmen im Handels- und Bausektor, die nach dem Krieg gegründet und teilweise aus Fonds der EU gefördert werden, jedoch oft unterkapitalisiert sind. Die Finanztransfers aus dem Ausland gingen seit 2003 erheblich zurück[23] Daneben gibt es 18 Agrarkombinate, 124 staatliche Unternehmen und 150 genossenschaftliche Betriebe (Stand: 2005)[24]. Diese Unternehmen befinden sich in gesellschaftlichem Eigentum („socially owned“), eine Sonderform des Eigentums im jugoslawischen Selbstverwaltungssozialismus, die nicht mit dem Staatseigentum in den anderen sozialistischen Ländern identisch ist. Nach Aussage des ehemaligen UNMIK-Chefs Michael Steiner weiß niemand, wem diese Betriebe überhaupt gehören[25]. Sie werden seit dem Jahr 2002 von der Kosovo-Treuhandanstalt (KTA/AKM) verwaltet, die der UNMIK untersteht.

Nachkriegs-Boom

Nach dem Kosovo-Krieg wurden rund 2 Milliarden Euro Hilfsgelder zur Verfügung gestellt. Wiederaufgebaut oder hergestellt wurden bisher 50.000 Häuser, 1.400 Kilometer Straßen sowie Krankenhäuser und Schulen. Dies führte zu einem kurzfristigen Nachkriegsaufschwung in den Branchen Bau, Handel und Öffentliche Verwaltung.

Außenhandelsdefizit

2003 wurden Waren im Wert von 985,6 Millionen Euro importiert, der Export (im wesentlichen Pilze, Bauholz und Altmetall) lag lediglich bei 36,3 Millionen Euro – im Ergebnis ein Defizit von rund 950 Millionen Euro. Dieses enorme Außenhandelsdefizit wuchs weiter: 2004 lag es bei rund einer Milliarde Euro, 2005 schon bei 1,13 Milliarden Euro.

Abhängigkeit von Kapitalzuflüssen aus dem Ausland

Die Wirtschaft hängt in außerordentlich hohem Maß von Finanzzuflüssen von außen ab (Hilfsgelder, Kapitaltransfers von Emigranten). Nach Angaben des Finanzministeriums von Kosovo sind die Überweisungen durch Gastarbeiter aus dem Ausland höher als die in Kosovo erwirtschafteten Werte. Da die Hilfsgelder zurückgehen und der Zutritt zum EU-Arbeitsmarkt auch für Kosovaren erschwert wird, birgt diese ohnehin ungesunde Struktur erhebliche Risiken. Ausländische Direktinvestitionen werden – angesichts ungewisser politischer Zukunft und problematischer Gesetzgebung bei der Privatisierung – in absehbarer Zeit verschwindend gering bleiben.

Die Unternehmen in Kosovo gehören nach einem Gesetz aus der jugoslawischen Zeit zu 20 Prozent den Beschäftigten als Aktionären; die übrigen 80 Prozent der Aktien gehören dem Staat. Diese 80 Prozent werden zur Zeit von der Treuhandagentur AKM verwaltet.

Schwäche der heimischen Wirtschaft

Der industrielle Sektor ist, dem neuesten Bericht der Weltbank über Kosovo zufolge, sehr schwach.[26] Die privaten Unternehmen in Kosovo sind sehr klein, haben wenig Kapital und konzentrieren sich in den Branchen Bau und Handel.

Mangelhafte Energieversorgung

Die Elektrizitäts-Versorgung ist mangelhaft und unregelmäßig, dies ist eines der wesentlichen Entwicklungshemmnisse. Gesamt Kosovo wird durch die zwei Kraftwerke Kosovo A und B in Obilić sowie durch ein Heizkraftwerk und eine kleineres Wasserkraftwerk mit Elektrizität versorgt.[27] Mit Stand vom Februar 2006 teilten die Elektrizitätswerke von Kosovo (KEK) das Land in drei Zuverlässigkeitskategorien ein, die von der Zahlungsmoral der in den Regionen wohnhaften Menschen abhängt. In Regionen, wo die Zahlungsmoral der Stromkunden hoch (Kategorie A) ist, erhalten den ganzen Tag durch Strom. Regionen mit mittelmäßiger Zahlungsmoral erhalten jeweils für fünf Stunden Strom (Kategorie B), danach folgt eine einstündige Unterbrechung. Regionen mit der niedrigsten Zahlungsmoral (Kategorie C) erhalten keine Stromversorgungsgarantie, es wird aber angestrebt, die Versorgung aufrecht zu erhalten im Rhythmus „zwei Stunden angeschaltet, vier Stunden abgeschaltet“.

Im sehr kalten Januar 2006 war es zu empfindlichen Engpässen gekommen – die Nachfrage lag in der Spitze bei 1.300 Megawatt, bei einer Eigenproduktion von 580 Megawatt. Es gelang nicht, die Lücke durch Importe zu schließen. Daher wurde zeitweise Kategorie A im Rhythmus 4:2 (vier Stunden an-, zwei Stunden abgeschaltet), Kategorie B im Rhythmus 3:3 und Kategorie C im Rhythmus 2:4 versorgt.

Arbeitslosigkeit

Es droht vor allem ein Anwachsen der Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen mit all den sich daraus ergebenden sozialen Problemen. Derzeit gibt es bei einer Million arbeitsfähiger Bevölkerung lediglich etwa 325.000 Arbeitsplätze (einschließlich nicht registrierter Schattenwirtschaft). Jährlich kommen weitere 36.000 junge Leute neu auf den Arbeitsmarkt.

In der Vergangenheit wurde die Kombination zwischen chronischer Unterbeschäftigung und sehr schnellem Bevölkerungswachstum durch Arbeitsemigration vor allem in die Schweiz und nach Deutschland gelöst. Da diese Möglichkeit so nicht mehr gegeben ist, ist mit weiterem Anwachsen der Armut zu rechnen.

Armut

Armut ist weit verbreitet. Betroffen davon sind vor allem Alte, Behinderte, Bewohner kleiner oder abgelegener Städte und Gemeinden sowie die Angehörigen der nicht-serbischen Minderheiten wie Roma oder slawische Moslems (Bosniaken). Die Armut in Kosovo wirkt sich auch auf andere Bereiche aus: der Sektor Erziehung ist unterfinanziert, an den Schulen wird in drei bis vier Schichten unterrichtet. Die Gesundheitsdaten der Bewohner gehören zu den schlechtesten in Südosteuropa.

Perspektiven

Ökonomische Zukunftschancen sehen die Experten der Weltbank vor allem in den Bereichen Energie und Bergbau. An Bodenschätzen sind Braunkohle (eines der größten Vorkommen Europas), Blei, Zink, Nickel, Uran, Silber, Gold, Kupfer oder Magnesit vorhanden. Innerhalb von einer Generation könnte Kosovo ein Energielieferant für die Region sein.[28] Auch die Landwirtschaft gilt bei der Weltbank als möglicher Wachstumssektor.

Die EU-Experten empfehlen eine Strukturreform der Landwirtschaft mit deutlichen Produktivitätssteigerungen und den Aufbau einer heimischen Industrie zunächst in den Branchen Lebensmittel, Kleidung, Möbel und einfacher Maschinenbau.

Als Haupthindernisse gelten schlechte Infrastruktur, Mangel an einschlägig ausgebildeten Fachkräften, unsichere politische Gesamtlage, mangelhafte oder fehlende Wirtschaftsreformen seitens der lokalen Selbstverwaltung.

Rahmendaten

Dieser Artikel oder Abschnitt besteht hauptsächlich aus Listen, an deren Stelle besser Fließtext stehen sollte.

Währung: Kosovo hat keine eigene Währung. Offizielle Währung ist der Euro; in serbischen Enklaven kann auch mit serbischen Dinar bezahlt werden.

Bruttoinlandsprodukt: 930 Euro pro Kopf (2003, Angaben der UNMIK), 964 Euro pro Kopf (2004, Angaben der Weltbank), 1.275 Euro pro Kopf (2004, Angaben der EU-Kommission[29]).

Wirtschaftswachstum: 2,2 % (2002), 3,1 % (2003), 3,2 % (2004), 3,5 % (2005 Schätzung)

Inflation: 3,6 % (2002), 1,1 % (2003), 1,5 % (2004), −0,5 % (2005 Schätzung)

Arbeitslosigkeit: 57,1 % (2001), 55 % (2002), 49,7 % (2003)

Armut: Nach Angaben der Weltbank leben 37 % der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze (Einkommen unter 1,37 Euro pro Tag und Erwachsener) 15 % unterhalb der Grenze extremer Armut (Einkommen unter 0,93 Euro pro Tag und Erwachsener).

Infrastruktur

Eisenbahn

Kosovo hat – durch die gebirgige Lage und die wirtschaftliche Rückständigkeit bedingt – nur ein kleines Schienennetz von 333 Kilometern für den öffentlichen Nahverkehr. Hinzu kommen 97 Kilometer, die lediglich industriell genutzt werden. Die Eisenbahngesellschaft Hekurudhat e Kosovës/Kosovske Železnice (HK/KŽ) betreibt derzeit einige Strecken, die größere Städte miteinander verbinden. Im vorrangig von Serben bewohnten Nordkosovo hat Anfang März 2008 die serbische Eisenbahngesellschaft Železnice Srbije den Betrieb übernommen.[30]

Straßenverkehr

Es gibt derzeit 1.925 Kilometer Haupt- und Landstraßen, Autobahnen gibt es nicht. Jedoch liegt bereits ein Entwurf für eine Autobahn von Merdare nach Morinë vor, die Kosovo mit Albanien verbinden soll. Als Baubeginn wurde Frühjahr 2006 angegeben.

Die Hauptverkehrsstraßen sind gut befahrbar. Viele Orte sind nur auf Feldwegen oder Schotterstraßen zu erreichen. Die Zahl der registrierten Fahrzeuge wird mit 215.504 für 2002 angegeben (Pkw, Lkw, Busse, Motorräder und Traktoren inklusive). Damit kämen auf ein registriertes Fahrzeug acht Bewohner. Die Statistik-Behörde von Kosovo nimmt allerdings an, dass die Zahl der tatsächlich in Kosovo verkehrenden Fahrzeuge deutlich höher ist, weil ein großer Teil davon in anderen Ländern angemeldet ist.

Flugverkehr

Der einzige zivile Flughafen von Kosovo ist der Flughafen Priština. Er fertigte im Jahr 2002 insgesamt 844.098 Passagiere ab; in diesem Zeitraum gab es 4171 Flüge von und nach Priština. Zahlreiche Fluggesellschaften aus ganz Europa fliegen Priština an, darunter gibt es aus dem deutschsprachigen Raum Flüge von Hamburg, Hannover, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart, München und Zürich nach Priština.

Kultur

Sprachen

Seit 1999 ist Englisch Verkehrssprache, bei Gesetzen und offiziellen Dokumenten ist die englische Version maßgebend. Offizielle Sprachen sind Albanisch und Serbisch, in einigen Gemeinden auch Türkisch und Bosnisch. Somit ist Kosovo eine sprachlich vielfältige Gegend.

Religion

In Kosovo sind zwei Religionen vorherrschend: Islam und Christentum (Katholizismus und serbische Orthodoxie). Das Verhältnis zwischen islamischen und katholischen Gemeinden von Kosovo gilt als gut, doch beide Gruppen haben wenige bis keine Beziehungen zur serbisch-orthodoxen Kirche.

Religion und Ethnien

Zum muslimischen Glauben bekennen sich die meisten Albaner, Goranen, Bosniaken und die Angehörigen der türkischen Minderheit. Die Mehrheit der albanischen Muslime sind Sunniten.[31] Die schätzungsweise 60.000 Katholiken sind fast ausnahmslos Albaner, die wenigen gleichfalls katholischen Angehörigen der Janjevci, der kroatischen Minderheit in Kosovo, sind nach dem Krieg fast alle geflohen. Die Serben gehören der serbisch-orthodoxen Kirche an. Die Gruppen der Roma, Aschkali und Kosovo-Ägypter enthalten Anhänger aller drei Glaubensrichtungen.

Kosovo-Albaner definieren ihre ethnische Zugehörigkeit durch Sprache, nicht durch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion.[32] Dies lässt sich für die slawischen Volksgruppen nicht sagen: Sowohl bei den zumeist muslimischen Bosniaken als auch bei den serbischen Orthodoxen ist Religion ein Identitätsmerkmal.

Islam

Der Islam in Kosovo hat zwei Organisationsebenen: Die Islamische Gemeinde von Kosovo als offizieller Vertreter aller Muslime und die Organisationen der Derwisch-Orden und Sufi-Bruderschaften. Vor dem Kosovo-Krieg gab es 560 Moscheen und sechzig Tekken der Sufi-Bruderschaften, letztere vor allem in den südlichen Städten wie Pejë, Gjakova, Rahovec und Prizren. Während des Krieges wurden 218 Moscheen und fünf Tekken zerstört.

Der Sufismus in Kosovo gilt als Mischung zwischen den Glaubensrichtungen der Sunniten und Schiiten. Mitglieder des Bektaschi-Ordens, dessen Zentrum seinen Sitz in der albanischen Hauptstadt Tirana hat, waren führend in der albanischen Nationalbewegung des 19. Jahrhunderts. Die Mitglieder der Sufi-Bruderschaften gelten als religiöser und nationalorientierter als die Vertreter des traditionellen Islam in Kosovo.

Die Imame werden an der Fakultät für Islamische Studien in Priština ausgebildet, dort studieren auch angehende Imame aus Albanien, Mazedonien und Montenegro. Ein vergleichsweise aktives religiöses Leben gibt es im Süden und Südosten von Kosovo um die Städte Dragash/Dragaš, Gjilan/Gnjilane und Prizren. In anderen Gebieten haben die Moscheen stark unter Besuchermangel zu leiden.

Katholische Kirche

Es gibt etwa 65.000 katholische Albaner, dazu kommt noch eine kleine Gruppe katholischer Roma und Kroaten. Sie sind in 23 Pfarreien aufgeteilt, in denen 55 Priester arbeiten. Bis zum Jahr 2000 gehörten die katholischen Kosovaren zum Bistum Skopje und Prizren, dann wurde der mazedonische Teil abgetrennt und eine eigenständige Apostolische Administratur Prizren gebildet. Im Gegensatz zu den Muslimen sind die Katholiken in Kosovo politisch aktiv: Katholiken gründeten die Partia Shqiptare Demokristiane e Kosovës PSHDK (Christdemokratischen Partei von Kosovo) die zwei Abgeordnete im Parlament stellt. Allerdings ist auch eine große Anzahl von Muslimen Mitglied der PSHDK. Die meisten katholischen Priester gehören dem Orden der Franziskaner an und wurden in Bosnien-Herzegowina, Kroatien oder Slowenien ausgebildet.

Serbisch-Orthodoxe Kirche

Der Kosovo ist ein wichtiges Zentrum der serbischen Orthodoxie und beherbergt den Erzbischöflichen Sitz des Patriarchat von Peć sowie die Eparchie Raszien-Prizren. Einige der bedeutendsten und ältesten Kirchen und Klöster der Serbisch-Orthodoxe Kirche, insbesondere das Kloster Visoki Dečani, befinden sich in Kosovo (siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Kosovo). Die autokephale Serbisch-Orthodoxe Kirche ist ihrem Selbstverständnis nach Bewahrerin einer serbischen Kultur und Identität. Während der Ära Milošević unterstützten anfangs weite Teile des Klerus dessen serbisch-nationalchauvinistische Politik. Als deren negative Folgen für die Serben selbst immer deutlicher zutage traten, gingen sie auf Distanz. Nach Beendigung der Nato-Luftangriffe wurden 1999 nach Angaben von Vertretern von UNMIK 76 orthodoxe Kirchen, Klöster und Kapellen zerstört. In der Zeit nach dem Einmarsch der KFOR wurden der serbische Bischof Artemije von Raszien und Prizren und der Mönch Sava vom Kloster Dečani zunächst politische Sprecher derjenigen Kosovo-Serben, die eine Zusammenarbeit mit der UNMIK befürworteten. In den letzten Jahren hat der Klerus seine Rolle als Sprecher der Serben allerdings größtenteils an kosovo-serbische Politiker abgetreten. Bei den gewalttätigen Ausschreitungen im März 2004 kam es erneut zu Zerstörungen von serbisch-orthodoxen Kirchen und Klöstern, woraufhin die KFOR den Schutz dieser Gebäude verstärkte.

Feiertage

Gesetzliche Feiertage mit festem Datum sind:

Gesetzliche Feiertage mit variablem Datum sind:

Medien

Die Pressefreiheit hat sich in den letzten Jahren laut des vom IREX ermittelten Media Sustainability Index, der derzeit einen Wert von 2,27 aufweist, verschlechtert.[34] Damit liegt Kosovo hinter seinen Nachbarländern außer Albanien.

Rundfunk

Wichtigstes Massenmedium im Kosovo ist das Fernsehen, aus dem über 80% aller Kosovaren ihre Nachrichten beziehen.[35] Seit dem Ende des serbisch dominierten Staatsmonopols über den Rundfunk etabliert sich zunehmend ein duales System:[35] Neben dem staatlichen RTK existieren verschiedene private Fernsehsender,[36] unter anderem RTV 21, 21 Plus (Musiksender), 21 Popullore, KTV und das nur regional empfangbare TV Mitrovica. RTK wird von der kosovo-albanischen Bevölkerung als zuverlässigste Nachrichtenquelle angesehen, obwohl eine Falschberichterstattung 2004 zu Unruhen mit 20 Toten führte.[37] Unter den ethnischen Minderheiten, insbesondere den Serben, ist das Staatsfernsehen, welches das ärmste seiner Art in Europa ist, dagegen unbeliebt.[38]

Printmedien

Während des Kosovokrieges stieg die Zahl der Tageszeitungen deutlich an, viele dieser Zeitungen stellten ihr Erscheinen jedoch in den Folgejahren aus verschiedenen Gründen ein.[39] Heute existieren noch fünf Kosovo-weite Tageszeitungen, die im Jahr 2004 eine Gesamtauflage von 24.000 aufwiesen.[40] Damit weist das Kosovo die niedrigste pro-Kopf-Zeitungsleserschaft in ganz Europa auf.[41] Mit einer verkauften Auflage von 12.000 ist Koha Ditore („Tägliche Zeit“) die auflagenstärkste Tageszeitung im Kosovo.[42] Die 1997 gegründete Zeitung, die durch Nichtregierungsorganisationen und staatlich mitfinanziert wird, ist unabhängig von den kosovarischen Parteien.[42] Zëri („Stimme“), die 1999 aus der gleichnamigen Wochenzeitung hervorging, erreicht eine verkaufte Auflage von 7.000 Exemplaren und wird allgemein ebenfalls als politisch unabhängig betrachtet.[43] Die gleiche Auflagenstärke hat die 1995 in der Schweiz erstmals erschienene Bota Sot („Welt heute“), die sich primär an die kosovo-albanische Diaspora richtet und auch für die albanische Minderheit in Mazedonien publiziert; anders als ihre großen Konkurrenten ist sie nicht unabhängig, sondern steht der LDK nahe.[44] Daneben existieren mit Epoka e Re und Kosova Sot zwei kleinere Tageszeitungen.[43] Es erscheinen fünf politische Wochenmagazine, von denen das 1945 erstmals als Zani i Rinisi Shqiptare herausgegebene Zëri mit einer Verkaufsauflage von 7.000 bedeutendste ist.[43] Java, das in einer Auflage von knapp über 1.000 erscheint, ist das regierungskritischste Magazin; es wird durch das Open Society Institute unterstützt.[45] Yeni Dönem („Neuer Beginn“) mit einer Verkaufsauflage von 1.400[45] wendet sich an die türkische Minderheit.

Neue Medien

Zugang zum Internet ist immer noch auf einem niedrigen Niveau, wächst aber schnell.[37]

Literatur

Eine eigenständige albanische Literatur entwickelte sich in Kosovo erst nach dem Zweiten Weltkrieg. In der 1949 gegründeten literarischen Zeitschrift „Jeta e re“ (Neues Leben) konnten die albanischen Schriftsteller Jugoslawiens erstmals publizieren. Mitte der sechziger Jahre wurde in Jugoslawien begonnen, in nennenswertem Umfang albanische und kosovo-albanische Literatur zu publizieren.

Mit der Gründung der Universität Pristina im November 1969 hatten die albanischen Kosovaren erstmals Zugang zur höheren Bildung in ihrer Muttersprache. In der Folge kam es in den siebziger Jahren zu einer ersten Blütezeit der albanischen Literatur in der Region.

Anders als in Albanien konnte sich die Literatur relativ frei von ideologischen Zwängen entwickeln. Da viele Kosovo-Albaner ständig oder zeitweise im westlichen Ausland lebten, suchten sie den Anschluss an zeitgenössische Tendenzen der modernen westlichen Literatur.

Bekannte kosovo-albanische Schriftsteller sind:

Architektur

Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Kosovo

Sport

Schon vor der Unabhängigkeit gab es viele landesweite Sportverbände, die allerdings erst jetzt auf internationaler Ebene in Erscheinung treten, so das Olympische Komitee, der Fußball-, Basketball-, Handball- und Tischtennisverband. Im Gegensatz zu einzelnen Vereinen dürfen die Nationalmannschaften des Kosovo bisher überwiegend nicht an internationalen Turnieren teilnehmen.[46]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Länderinformation – Kosovo. Auswärtiges Amt Deutschland (Februar 2008). Gefunden am 23. Februar 2008.
  2. Schätzung für das Jahr 2007 (siehe Ländereintrag Kosovo (Englisch). CIA World Factbook (2008-02-28). Gefunden am 2008-03-02.)
  3. a b laut Angaben der EU-Kommission: Fortschrittsbericht der EU-Kommission zu Kosovo (November 2006)
  4. Laut Duden ist die Verwendung eines bestimmten Artikels nur eine Nebenvariante [1]
  5. Heinrich Tischner: Völker-, Länder- und Gruppennamen – Dadaner
  6. a b c [2]
  7. [3]
  8. Bevölkerungsentwicklung in Kosovo
  9. [4]
  10. Bis zur Gründung der Republik Kosovo Anfang 2008 wurden kosovarische Flüchtlinge in Statistiken gemäß Ihrer Staatsangehörigkeit als Jugoslawen, bzw. Serben gewertet. Da die Migrationsströme der Jugoslawienkriege Ende der 90er Jahre jedoch als weitestgehend abgeschlossen betrachtet werden können, ist davon auszugehen, dass es sich bei den sprunghaft ansteigenden Flüchtlingszahlen aus dem serbischen Staatsgebiet um Albaner gehandelt hat. Details werden erst nach einer Überarbeitung der Daten und Neuzuweisung der betroffenen Nationalitäten möglich sein [5]
  11. [6]
  12. Kristine Höglund: Managing Violent Crises: Swedish Peacekeeping and the 2004 Ethnic Violence in Kosovo. In: International Peacekeeping. 14, Nr. 3, 2007, S. 403–417, S. 406 (http://www.informaworld.com/smpp/content~content=a780628499~db=all~order=page ; Stand: 16. Mai 2008).
  13. USA erkennen Kosovo an – Meiste EU-Staaten vor Zustimmung, Reuters Deutschland, 18. Februar 2008
  14. Die Welt: [7] vom 16. Februar 2008
  15. Der Spiegel: [8] vom 17. März 2008
  16. The Troubled Birth of Kosovo.. The New York Review of Books (3. April 2008).
  17. a b vgl. Verfassung des Kosovo in Kraft gesetzt bei spiegel.de, 15. Juni 2008 (aufgerufen am 15. Juni 2008)
  18. vgl. AFP: Verfassung im Kosovo in Kraft getreten bei google.com, 15. Juni 2008 (aufgerufen am 15. Juni 2008)
  19. SERBIEN ai Jahresbericht 2007. www2.amnesty.de. Gefunden am 2008-05-14.
  20. The links between intellectual property crime and terrorist financing, Text of public testimony of by Ronald K. Noble, Secretary General of INTERPOL before the United States House Committee on International Relations, One hundred eighth congress, July 16th 2003, Zugriff 15.Mai 2008
  21. Peace Keeping and Organized Crime. Arbeitspapier der Schweizerischen Friedensstiftung 2007, Kap. 3.3, Zugriff 15.Mai 2008.
  22. Michael Palairet: Ramiz Sadiku: A Case Study in the Industrialisation of Kosovo. In: Soviet Studies. 44, Nr. 5, 1992, S. 897-912, S. 898 (http://links.jstor.org/sici?sici=0038-5859%281992%2944%3A5%3C897%3ARSACSI%3E2.0.CO%3B2-H).
  23. Das gekappte Rettungsseil – Studie der Europäischen Stabilisierungsinitiative, PDF-Dokument
  24. Jakob Kreidl, Der Kosovo-Konflikt, Frankfurt 2006,ISBN 3-631-54422-7, S. 253 ff.
  25. Michael Steiner in einem Interview mit Südosteuropa-Mitteilungen 04/2002, S. 61–67, cit.n. Kreidl, S. 256
  26. Bericht der Weltbank über Kosovo
  27. Webseite der KEK
  28. Boston.com, 20. Februar 2008, Other new states hint at Kosovo’s future
  29. Fortschrittsbericht der EU-Kommission zu Kosovo (November 2006)
  30. N.N.: Serbien übernimmt Eisenbahn in Nordkosovo. In: sueddeutsche.de. 3. 3 2008 (http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/932/161488/ ; Stand: 16. Mai 2008).
  31. Aydin Babuna: The Albanians of Kosovo and Macedonia: Ethnic Identity Superseeding Religion. In: Nationalities Papers. 28, Nr. 1, 2000, S. 67-92, S. 79 (http://www.ingentaconnect.com/content/routledg/cnap/2000/00000028/00000001/art00005 ; Stand: 16. Mai 2008).
  32. International Crisis Group (Hrsg.): Religion in Kosovo. In: ICG Balkans Report. 105, Priština & Brüssel 2001, S. 3 (http://www.crisisgroup.org/library/documents/report_archive/A400226_31012001.pdf ; Stand: 16. Mai 2008).
  33. a b c d e f g h i Ergänzung des Gesetzes über die Feiertage vom 23. Mai 2008
  34. IREX. www.irex.org. Gefunden am 2008-05-17.
  35. a b USAID (Hrsg.): Kosovo Media Assesment: Final Report. ARD, Burlington, VT 2004, S. 1f (http://ics.leeds.ac.uk/papers/pmt/exhibits/1930/Kosovo_Media_Assessment.pdf ; Stand: 16. Mai 2008).
  36. USAID (Hrsg.): Kosovo Media Assesment: Final Report. ARD, Burlington, VT 2004, S. 2 (http://ics.leeds.ac.uk/papers/pmt/exhibits/1930/Kosovo_Media_Assessment.pdf ; Stand: 16. Mai 2008).
  37. a b Cees van Zweeden: The State of the Media in Kosovo. 18, Nr. 2, 2007, S. 138-149, S. 142 (http://www.ingentaconnect.com/content/mnp/hels/2007/00000018/00000002/art00006 ; Stand: 16. Mai 2008).
  38. Cees van Zweeden: The State of the Media in Kosovo. 18, Nr. 2, 2007, S. 138-149, S. 143f (http://www.ingentaconnect.com/content/mnp/hels/2007/00000018/00000002/art00006 ; Stand: 16. Mai 2008).
  39. Isuf Berisha: Kosovo/a. In: Sandra Bašić-Hrvatin, Brankica Petković, Lenart J. Kučić (Hrsg.): Media Ownership: Impact on Media Independence and Pluralism in Slovenia and Other Post-socialist European Countries. Peace Institute, Ljubiljana 2004, S. 220–247, S. 228 (http://mediawatch.mirovni-institut.si/eng/media_ownership.pdf ; Stand: 16. Mai 2008).
  40. USAID (Hrsg.): Kosovo Media Assesment: Final Report. ARD, Burlington, VT 2004, S. 1f (http://ics.leeds.ac.uk/papers/pmt/exhibits/1930/Kosovo_Media_Assessment.pdf ; Stand: 16. Mai 2008).
  41. Cees van Zweeden: The State of the Media in Kosovo. 18, Nr. 2, 2007, S. 138-149, S. 138 (http://www.ingentaconnect.com/content/mnp/hels/2007/00000018/00000002/art00006 ; Stand: 16. Mai 2008).
  42. a b Isuf Berisha: Kosovo/a. In: Sandra Bašić-Hrvatin, Brankica Petković, Lenart J. Kučić (Hrsg.): Media Ownership: Impact on Media Independence and Pluralism in Slovenia and Other Post-socialist European Countries. Peace Institute, Ljubiljana 2004, S. 220–247, S. 229 (http://mediawatch.mirovni-institut.si/eng/media_ownership.pdf ; Stand: 16. Mai 2008).
  43. a b c Isuf Berisha: Kosovo/a. In: Sandra Bašić-Hrvatin, Brankica Petković, Lenart J. Kučić (Hrsg.): Media Ownership: Impact on Media Independence and Pluralism in Slovenia and Other Post-socialist European Countries. Peace Institute, Ljubiljana 2004, S. 220–247, S. 230 (http://mediawatch.mirovni-institut.si/eng/media_ownership.pdf ; Stand: 16. Mai 2008).
  44. Isuf Berisha: Kosovo/a. In: Sandra Bašić-Hrvatin, Brankica Petković, Lenart J. Kučić (Hrsg.): Media Ownership: Impact on Media Independence and Pluralism in Slovenia and Other Post-socialist European Countries. Peace Institute, Ljubiljana 2004, S. 220–247, S. 229f (http://mediawatch.mirovni-institut.si/eng/media_ownership.pdf ; Stand: 16. Mai 2008).
  45. a b Isuf Berisha: Kosovo/a. In: Sandra Bašić-Hrvatin, Brankica Petković, Lenart J. Kučić (Hrsg.): Media Ownership: Impact on Media Independence and Pluralism in Slovenia and Other Post-socialist European Countries. Peace Institute, Ljubiljana 2004, S. 220–247, S. 231 (http://mediawatch.mirovni-institut.si/eng/media_ownership.pdf ; Stand: 16. Mai 2008).
  46. New Kosova Report, 14. Oktober 2007
 Wikinews: Kosovo – Nachrichten
 Commons: Kosovo – Bilder, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Kosovo – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
 Wikimedia-Atlas: Kosovo – geografische und historische Karten

Institutionen in Kosovo

Internationale Organisationen

Seiten aus deutschsprachigen Ländern

7Koordinaten: 42° 33′ N, 20° 50′ O