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Reichsnährstand

Der Reichsnährstand (RNS) war in Deutschland während der Zeit des Nationalsozialismus die Gesamtheit der Landwirtschaft, zusammengefasst in einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft.

Inhaltsverzeichnis

Entstehung

Der Reichsnährstand entstand 1933/34 durch zwangsweisen Zusammenschluss aller freiwilligen Verbände der Landwirtschaft, mit dem Reichslandbund an der Spitze, und der Landwirtschaftskammern. Mit diesem Begriff war eine gesellschaftliche Aufwertung des Bauerntums beabsichtigt, einerseits im Sinne der nationalsozialistischen Blut- und Bodenideologie, zum anderen wegen des Strebens nach Autarkie.

Organisation

Der Reichsnährstand unterteilte sich in drei Hauptabteilungen:

  1. Der Mensch
    Diese Abteilung war zuständig für die ideologische Erziehung und die Überwachung der sogenannten Blutreinheit der Bauernschaft.
  2. Der Hof
    Diese war zuständig für die Produktion und deren Mittel.
  3. Der Markt
    Hier wurde die Verteilung organisiert, wurden Angebot und Nachfrage sowie die Preise kontrolliert.

Reichsbauernführer

Reichserntedankfest

Das Reichserntedankfest fand jeweils Anfang Oktober von 1933 bis 1937 auf dem Bückeberg in der Nähe Hamelns statt.

Siehe auch

Abmeierung, Erzeugungsschlacht, Reichsbauernrat, Reichsbauernstadt, Reichserbhofgesetz