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Kaltenholzhausen

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 50° 18′ N, 8° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Hahnstätten
Höhe: 235 m ü. NN
Fläche: 6,06 km²
Einwohner: 628 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 104 Einwohner je km²
Postleitzahl: 65558
Vorwahl: 06430
Kfz-Kennzeichen: EMS
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 065
Adresse der Verbandsverwaltung: Austraße 4
65623 Hahnstätten
Ortsbürgermeister: Horst Seelbach

Kaltenholzhausen ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz (Deutschland). Sie ist Teil der Verbandsgemeinde Hahnstätten.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Kaltenholzhausen liegt am Kaltenbach, einem rund sieben Kilometer langen Nebenbach der Aar.

Geschichte

Kaltenholzhausen bildete sich aus den beiden Fronhöfen Caldenbach und Holzhausen. Der Hof Caldenbach wird erstmals in einer Urkunde von 790 erwähnt und befand sich an der Stelle der heutigen Kirchgasse. Der Hof Holzhausen befand sich in der nähe der heutigen Motocrossanlage. Caldenbach wurde 1393 zerstört und fiel wüst. Darauf siedelten sich die Bewohner am Hof Holzhausen an. Später wurde die aufgegebene Siedlung mit dem neuen Namen "Kaltenholzhausen" wieder in Besitz genommen.

Die Siedlung gehörte zum Zentgericht Hahnstätten der Grafschaft Diez und machte dessen Besitzerwechsel mit. Ein eigener Heimberger für den Ort ist erstmals 1412 verbürgt. 1632 gab es eine eigene Schule. Neben Ackerbau wurde bis 1616 Weinbau und wohl auch im geringem Maß der Abbau von Eisenerz betrieben.

Für 1526 sind 27 Haushalte verbürgt, für 1612 38 Haushalte und für 1715 125 Einwohner.

Seit 1806 gehörte der Ort zum Herzogtum Nassau, das 1866 von Preußen annektiert wurde. Seit 1947 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes zählen die Evangelische Kirche, die Moto-Cross-Rennstrecke, die Tiefbrunnen der beiden Trinkwassergewinnungsanlagen für den Ort und das Rathaus der Ortsgemeinde, das an der Stelle des alten, aus dem Jahr 1825 stammenden Schulhauses errichtet wurde. Zuvor diente das Obergeschoss des 1829 errichteten Bakhauses als Rathaussaal.

Auffällig für den recht kleinen Ort ist die große Zahl von sechs Laufbrunnen, die den Ort bis 1910, als eine Wasserleitung installiert wurde, mit Trinkwasser versorgten.

Eine Kapelle in Kaltenholzhausen ist für das Jahr 1364 verbürgt. 1895 wurde sie abgerissen und neben ihrem alten Standort eine neue Kirche errichtet. Orgel und Kanzel stammen aus der alten Kapelle.

1964 wurde eine neue Schule gebaut, die aber nur kurz für diesen Zweck und dann bis heute als Dorfgemeinschaftshaus diente.

Bilder